Mord unterm Nordlicht

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Gruselig gemütlich ins neue Jahr …

Mord unterm Nordlicht
19 große skandinavische Autorinnen – mörderisch gut in Form
Die Herausgeberinnen stellen ihr Buch vor.
Dazu Glögg (mit und ohne Rum) und skandinavische Schnittchen
Es ist nicht immer alles so, wie es scheint im gemütlichen Ferienhaus an der Schäre, in der idyllischen norwegischen Kleinstadt, im überschaubaren Reykjavík. Ein Möchtegernschriftsteller braucht Inspiration für seinen neuen Krimi und benutzt seine Frau als Versuchskaninchen, die betrogene Ehefrau weiß mehr, als sie der von ihr beauftragten Detektivin erzählt … Neunzehn spannende, anrührende, amüsante Geschichten über Liebe und Leid, List und Tücke, Mord und Totschlag von Ditte Birkemose, Anna Grue, Leena Lehtolainen, Unni Lindell, Kjersti Scheen, Maj Sjöwall, Jorun Thørring und vielen anderen. (dtv 2013)

Gabriele Haefs, geboren 1953, studierte Volkskunde, Sprachwissenschaft, Keltologie und Nordistik in Bonn und Hamburg. Die Übersetzerin aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen, Englischen, Niederländischen und Gälischen ist mit dem norwegischen Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen verheiratet und lebt in Hamburg.

Christel Hildebrandt, geboren 1952, studierte Germanistik und Soziologie und promovierte in deutscher Literaturwissenschaft. Sie machte ihr Hobby zum Beruf und übersetzt seit mehr als zwölf Jahren aus dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen.

Dagmar Mißfeldt, geboren1964, studierte Skandinavistik und Finnougristik in Hamburg, Göttingen und Turku. Sie lebt in Hamburg und übersetzt aus dem Finnischen, Schwedischen, Norwegischen und Dänischen.

Mittwoch, 22. Januar 2014, 19.30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon I

FrauenPhil„Die Philosophen haben die Welt bisher nur männlich interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie auch weiblich zu interpretieren, um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Philosophinnen denken die Welt: Martha Nussbaum

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung in Leben und Werk der Philosophin.

Salonière: Gaby Loebus

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 28. Januar 2014, 18.30–20.30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

Polit-Café: 1 Jahr #aufschrei

Aufschrei Tweet von Anne Wizorek Polit-Café zu: Sexismusdebatte: Strohfeuer oder Neubeginn?

mit Silke Burmester

und Croissants und Brezeln

 

Januar 2013: die stern-Journalistin Laura Himmelreich sorgte  für große Aufregung, als sie dem FDP-Poli­tiker Rainer Brüderle in einem Porträt Sexismus vorwarf und damit eine breite Sexismusdebatte lostrat. Die Feministin Anne Wizorek twitterte erstmals unter dem Hashtag #aufschrei – Tausende Tweets über Alltagssexismus folgten, #aufschrei gewann sogar einen Grimme-Award. Im Januar 2013 jedenfalls wurde nicht nur in Fernseh­talkshows, sondern plötzlich überall über Fragen diskutiert, die bis dahin als ziemlich überholt gegolten hatten: Wie sexistisch ist unsere Gesellschaft? Was muss sich ändern? Wer übertreibt? Und was ist eigentlich mit den Männern?

In unserem sonntäglichen Polit-Café wollen wir eine Bilanz ziehen: Was hat sich seitdem verändert? Hat die Diskussion auch die Gesellschaft – auch uns – verändert?

Silke Burmestersilkeb arbeitete als Redaktionsassistentin und Aufnahmeleiterin bei Spiegel TV Thema, gründete zusammen mit Heike Hackbarth das Fanzine planet pussy, war Autorin bei Petra und Die Woche, leitete das Ressort „Sex und Sünde“ bei Amica und war freie Textchefin im Jahreszeiten Verlag. In der tageszeitung schreibt sie als „Kriegsreporterin“ eine wöchentliche Kolumne sowie im Spiegel Online die Kolumne „Helden der Gegenwart”.  Als Autorin veröffentlichte sie 2008 die Kolumnensammlung Das geheime Tagebuch der Carla Bruni, das auch in das Rumänische und das Estnische übersetzt wurde, zuletzt 2012 den Band Beruhigt Euch! – „ein Pamphlet gegen die Hysterie der Medien“. Silke Burmester unterrichtet u. a. Kreatives Schreiben an der Akademie für Publizistik in Hamburg, beim SWR und an der Henri-Nannen-Schule. Sie setzt sich für freien Journalismus ein und ist Mitglied bei Pro Quote und bei Freischreiber. Ihre Texte wurden im Jahr 2011 für die humorvolle und bissige Art mit dem zweiten Platz des Preises „Journalist des Jahres“ vom Medium Magazin in der Rubrik „Unterhaltung“ ausgezeichnet.

Sonntag, 2. Februar 2014, 12.00 Uhr

Eintritt: 3 € – Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung

Der Philosophische FrauenSalon II

FrauenPhil„Die Philosophen haben die Welt bisher nur männlich interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie auch weiblich zu interpretieren, um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Philosophinnen denken die Welt: Judith Butler

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung in Leben und Werk der Philosophin.

Salonière: Gaby Loebus

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 25. Februar 2014, 18.30–20.30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

8. März 2014 – Internationaler Frauentag

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Hamburger Frauen International

Lebenswege von Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte in künstlerischer Darstellung und Dokumentation

Samstag, 8. März 2014, ab 18 Uhr

Ort: Dorothee-Sölle-Haus, Königstr. 54

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Veranstalterin: Hamburger Frauenbündnis 8. März

Mehr zum Programm: HIER

Eine tolle Plakatsammlung aus der (autonomen) FrauenLesbenTrans*Bewegung gibt es übrigens HIER zu finden.

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Außerdem sind wir am 8. März beteiligt am Tag der Archive, der in diesem jahr erstmals unter dem Motto steht: “Frauen – Männer – Macht” … im Staatsarchiv Hamburg …

Frauen-im-Blick-Netzwerkmeile_Foto_Handelskammer Hamburg_Stephan-Wallocha… und sind am 11. März 2014 vertreten auf der Frauennetzwerkmeile: “Frauen im Blick – Aktive Frauen verbinden sich” in der Handelskammer Hamburg (eine Initiative von Landesfrauenrat Hamburg e.V., Schöne Aussichten – Verband selbstständiger Frauen e.V., Handelkammer Hamburg)

Der Philosophische FrauenSalon III

FrauenPhil„Die Philosophen haben die Welt bisher nur männlich interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie auch weiblich zu interpretieren, um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Philosophinnen denken die Welt: Luisa Muraro

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung in Leben und Werk der Philosophin.

Salonière: Gaby Loebus

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 25. März 2014, 18.30–20.30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

Bücher-Café I

rotessofa2Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen (u.a. auf der Leipziger Buchmesse) und gibt druckfrische Bücher-Tipps für den Frühling  …

Außerdem gibt’s wieder einen Bücherflohmarkt und eine Tombola zugunsten unseres Bücher-Etats 2014 – mit tollen Preisen. Und natürlich Kaffee+Kuchen/Tee+Torten – selbst gemacht und lecker!

Sonntag, 6. April 2014, 15.00 Uhr

Fred Vargas

 vargas»Bei einem Kriminalroman geht es nicht um Gerechtigkeit, es geht um Erkenntnis.«

“Sie kann nicht anders, sie ist anders”

Ein Leseabend zu Fred Vargas

mit Annalena Schmidt; Moderation und Textzusammenstellung: Elsbeth Müller

Fred Vargas (*1957): 1994 erscheint in Frankreich ihr erster Roman. Fred Vargas nennt ihn »Rom.pol« – von »roman policier«. Jahrelang bleibt die junge Autorin ein Geheimtipp. Sie arbeitet als Archäologin in einem Forschungsinstitut, lebt mit ihrem Sohn im Pariser Stadtteil Montparnasse und schreibt fast ausschließlich nachts und in den Ferien. Noch als Studentin sucht sie nach einem Ausgleich zu der oft sehr nüchternen Materie der Archäologie. Sie widmet sich der Musik, genauer dem Akkordeon, lässt das Spielen aber wieder sein. Sie findet, sie tauge nicht dazu. Also beschließt sie eines Abends, 28 Jahre alt, einen Kriminalroman zu schreiben. Heute ist sie die bedeutendste französische Kriminalautorin und eine Schriftstellerin von Weltrang. Fein gestrickt sind ihre Plots, ausgefeilt sind Sprache, Personen, Verwicklungen. Herrliche Dialoge hat Fred Vargas erdacht, und sie überrascht, wie immer, mit viel Humor selbst in makabren Situationen. Ihre Romane sind Literatur. Man genießt sie ebenso, wie man der Aufklärung der Mordfälle folgt. (Aufbau Verlag)

2004 erhielt sie für „Fliehe weit und schnell“ den Deutschen Krimipreis, 2012 den Europäischen Krimipreis für ihr Gesamtwerk. Ihre Werke sind in über 40 Sprachen übersetzt und liegen sämtlich im Aufbau Verlag in Übersetzung vor: die Kriminalromane mit Kommissar Adamsberg (Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord – Bei Einbruch der Nacht – Fliehe weit und schnell – Der vierzehnte Stein – Die dritte Jungfrau – Die schwarzen Wasser der Seine – Das Zeichen des Widders (Graphic Novel) – Der verbotene Ort – Die Tote im Pelzmantel (Graphic Novel) – Die Nacht des Zorns); die Kriminalromane mit den „drei Evangelisten“ (Die schöne Diva von Saint-Jacques – Der untröstliche Witwer von Montparnasse – Das Orakel von Port-Nicolas) sowie  Im Schatten des Palazzo Farnese und die heiteren Essaybände (Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken – Von der Liebe, linken Händen und der Angst vor leeren Einkaufskörben)

alschAnnalena Schmidt ist Schauspielerin und Sprecherin – viele lieben sie als Lena Odenthals Sekretärin Edith Keller, die sie seit fünfzehn Jahren im “Tatort“ verkörpert.

Nach dem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover spielte sie an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern (u.a. Kiel, Braunschweig), am Hebbeltheater in Berlin,

am Kom(m)ödchen in Düsseldorf. Als Sprecherin hat sie in der Sternwarte Bergedorf „Die Alchemie der Nacht“ von Heike Koschyk gelesen, und sie hat einen literarisch-kulinarischen Abend konzipiert, den sie zuletzt mit dem „Hotel Louis C. Jacob“ als Partner umgesetzt hat. Annalena Schmidt ist aber nicht nur Schauspielerin und Sprecherin, sondern auch Stimm-, Sprech- und Medientrainerin für Journalisten, Moderatoren und Wirtschaftsmanager.

Mittwoch, 16. April 2014, 19.30 Uhr

Eintritt: 5 € – Gefördert von der Hamburger Kulturbehörde  – Der Aufbau Verlag hat uns freundlicherweise die Rechte zur Lesung eingeräumt und die Buchhandlung Seitenweise, Hammer Steindamm 119, macht einen Büchertisch.

 

Eine Lesung im Rahmen der HEW*-Lesetage 13.-17.4.2014

Schleichender Wandel

logo-landesfrauenratSchleichender Wandel: Rechtsextreme in Europa

Vortrag und Diskussion mit Andreas Speit

in den Räumen des Landesfrauenrates Hamburg

In der hamburger frauenbibliothek besteht hinterher die Möglichkeit, die neuen Erkenntnisse bei einem Glas Wein  zu diskutieren.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung: landesfrauenrat@onlinehome.de

Donnerstag, 8. Mai 2014, 18.30 Uhr

Was tun, damit Frauen nicht übersehen und übergangen werden?

Impression Management: Frauen wird oft angekreidet, sie täten zu wenig für ihre Sichtbarkeit und damit für ihr berufliches Vorankommen, und als Gegenmittel wird ihnen (mehr) Impression Management verordnet. Diese Diagnose und Verordnung sollen in mehrfacher Hinsicht problematisiert werden: Zunächst wird erörtert, dass und warum Sichtbarkeit ambivalent zu bewerten ist. Ob und wie Frauen durch die überwiegend männlichen Führungskräfte wahrgenommen werden, ist ist nicht nur beeinflusst durch die mehr oder weniger gelungene Selbstdarstellung der Frauen, sondern auch und vor allem durch die Rollenerwartungen, Geschlechterstereotype und Vorurteile der Männer – und nicht zuletzt durch die Dominanzverhältnisse zwischen Frauen und Männern. Vor diesem Hintergrund erweist sich mehr Impression Management als für Frauen höchst riskant. Differenziertere Diagnosen führen nicht nur zu etwas anderen Empfehlungen für Frauen, sondern lenken den Blick auch auf die Rolle von Organisationen, in denen die Frauen arbeiten, für die (Nicht-)Wahrnehmung ihrer Leistungen und Potenziale.

Dr._gertraude_krell_quadratisch-1Dr. Gertraude Krell, pensionierte Universitätsprofessorin für Betriebs-wirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personalpolitik an der Freien Universität Berlin, forscht, publiziert und referiert weiterhin zu den Arbeitsschwerpunkten Chancengleichheit der Geschlechter, insbe-sondere Entgelt und Führungspositionen, Verständnis und Verhältnis von Gender & Diversity,  Emotionen in Organisationen und Diskursgeschichte der Ökonomie. Das von ihr mit-herausgegebene Standardwerk “Chancengleichheit durch Personalpolitik” ist 2011 in der 6. Auflage erschienen.

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19.30 Uhr

In Kooperation mit Landesfrauenrat Hamburg e.V.                         

Bücher-Café II

rotessofa2Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für den Sommer – den Urlaub – das Leben …

Außerdem gibt’s wieder einen Bücherflohmarkt und eine Tombola zugunsten unseres Bücher-Etats 2014 – mit tollen Preisen. Und natürlich Kaffee+Kuchen/Tee+Torten – selbst gemacht und lecker!

2014-04-30_Claudia-Claus_PressefotoAls “lyrisches Zwischenspiel” gibt es eine szenische Lesung (es wird gelesen, gespielt und gesungen!) mit der Hamburger Autorin, Schauspielerin und Sängerin Claudia Claus aus ihrem Gedichtband “Blitz Gescheites: Scheitern gestattet” (2013) – mit dabei: die Poesie-Forscherin und Jenseits-Forscherin Justina Jarusch und auf besondere Weise auch die Glückstherapeutin Elfriede van der Blitz – lasst euch überraschen!

Claudia Claus: Studium an der Sorbonne/Paris Theaterwissenschaften sowie Kommunikationswissenschaften an der TU Berlin. Nach einer Schauspiel- und Gesangsausbildung arbeitete sie u.a. am Deutschen Theater in Budapest, an den Berliner Kammerspielen, am Schiller Theater Berlin und auf Kampnagel in Hamburg sowie als Sängerin im klassischen Bereich. Seit 2003 arbeitet sie auch immer wieder als Autorin im writers’ room Hamburg. Ihr erstes Theaterstück: „ Die geborgten Kleider meiner Freundinnen“ wurden 2004 im monsun Theater Hamburg uraufgeführt. Es folgten weitere Theaterstücke, u.a. bei der altonale 2010 und Lesungen Ihrer Lyrik und Kurzgeschichten in Hamburg und im Wendland. Claudia Claus lebt und arbeitet in Hamburg Altona.

„Aber sie wollen es doch so …“

… über Gender im Kinderzimmer, Lebenswelten in Blau und Rosa und feministische Mädchenarbeit zwischen Topmodel- und Superstar-Allüren …

wallner

 

mit Claudia Wallner und Stevie Schmiedel

Foto: Fischer Verlage

 

In Zeiten von Gender Mainstreaming wird behauptet, Genderarbeit müsse Mädchenarbeit ablösen: Von „Alphamädchen“ und „Jungenkatastrophe“ ist die Rede. Das „katholische Mädchen vom Lande“ als Synonym der Mehrfachbenachteiligung ist abgelöst worden vom „bildungsfernen Jungen mit Migrationshintergrund in der Großstadt“. Diskutiert wird, ob es heute tatsächlich noch die Mädchen sind, die benachteiligt sind, oder ob nicht vielmehr Jungen heute das „arme Geschlecht“ bilden. Insbesondere die Bildungsdebatten haben diese Diskussionen befördert. Mädchen geraten wieder ins gesellschaftliche Abseits. Diesmal nicht, weil die Teilung der Welt in männliche und weibliche Territorien als naturgegeben angesehen wird wie in den 1970er Jahren, sondern weil jahrelange, gleich geschaltete Medienkampagnen das Ende der Benachteiligung von Mädchen propagieren und damit das Ende ihrer Förderung begründet wird. Dass das nicht wahr ist, spielt dabei kaum eine Rolle. Von „Prinzessin Lillyfee“ und „Bob der Baumeister“ ist es auch heute noch für viele Mädchen und Jungen ein kurzer Weg zur Frisörin und dem Mechatroniker. Gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit bestimmen nach wie vor das Leben der Mädchen und Jungen. Und je älter sie werden, umso stärker orientieren sie sich in ihrer Suche, was „ein richtiges Mädchen und einen richtigen Jungen ausmacht“, an den Bildern, die ihnen Werbung, Soaps und Talkshows, Musiksender und mediale Wettbewerbe um Topmodel- und Gesangskarrieren vorgeben.- Hier setzt auch die aus England übernommene Internetkampagne an: „Pinkstinks ist eine Kampagne gegen Produkte, Werbeinhalte und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen, und Pinkstinks möchte diesem Trend entgegenwirken. Wir werben für ein kritisches Medienbewusstsein, Selbstachtung, ein positives Körperbild und alternative weibliche Rollenbilder für Kinder.“

Dr. Stevie Schmiedel: Deutsch-Britin, ist Dozentin für Genderforschung und lehrte zuletzt an der Universität Hamburg und der Hochschule für Soziale Arbeit (Rauhes Haus).
Seit Sommer 2012 arbeitet sie ausschließlich für Pinkstinks, deren Initiatorin und Vorstandsvorsitzende sie in Deutschland ist (Pinkstinks Germany e.V.). Die Kampagne richtet sich gegen limitierende Geschlechterrollen für Jungen und Mädchen. Pinkstinks startete im Sommer 2012 mit Aktionen gegen sexistische Werbung und einer Petition gegen das rosa Überraschungs-Ei. Zur Zeit bereitet Pinkstinks eine Kampagne gegen die Kriterien des deutschen Werberats vor.

Dr. Claudia Wallner: Diplom-Pädagogin und Doktorin der Philosophie. Die Promotion wurde unter dem Titel „Feministische Mädchenarbeit: Vom Mythos der Selbstschöpfung und seinen Folgen“ 2006 veröffentlicht. Seit 1987 bundesweit tätig als Referentin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für soziale Arbeit e. V., Autorin und Praxisforscherin in den Themenfeldern Mädchenarbeit und Frauenpolitik, Geschlechterverhältnisse, Genderpädagogik, Bildungs- und Sozialpolitik, Koordinatorin eines EU-Projekts zur Partizipation von Mädchen im Ländervergleich zwischen der BRD, Österreich und Italien sowie in viele Fortbildungen in Österreich, der Schweiz und den Beneluxstaaten. (Mit-)Gründerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik e.V. (1999), zwei Jahre dort als Vorstandsmitglied.

Mittwoch, 18. September 2014, 19:30 Uhr

Kooperation mit der LAG-Mädchenpolitik Hamburg e.V.profemLAG_toplogo
und pro:fem, Verbund Hamburger Frauen- und Mädcheneinrichtungen e.V.

Der Philosophische FrauenSalon I

FrauenPhil

„Die Philosophen haben die Welt
bisher nur männlich interpretiert.
Es kommt aber darauf an,
sie auch weiblich zu interpretieren,
um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Salonière: Gaby Loebus

  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo Philosophinnen, ihr Denken und ihre Sicht auf die Welt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo spannende Themen und Lebensfragen offen und kontrovers betrachtet werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort der Begegnung für alle Frauen, die Spaß und Freude haben am gemeinsamen Denken, Reflektieren, Interpretieren und Diskutieren.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo unterschiedliche Denkweisen, Blickwinkel und Werteanschauungen sichtbar werden.

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung.

Thema der Reihe: Be-WEG-te Frauen verändern die Welt

Heute: Frauen und Salonkultur. Die Geschichte der Salons vom 17. Jh. bis heute

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 23. September 2014, 18:30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

„Geht doch!“

keilfilmWie wir werden, wie wir sind und nicht bleiben. Biografische Antworten auf Fragen des Lebens. Ein Lehr- und Lernfilm

von Heide Nullmeyer und Ronald Wedekind, D 2013, 66 Min.

Annelie Keil

zeigt ukeilnd erläutert die filmische Reise durch ihr Leben.

 „,Leben geht irgendwie immer’, sagt Annelie Keil. Sie muss es wissen. Als sie 40 Jahre alt war, hatte sie einen Herzinfarkt, erkrankte mehrmals an Krebs. Sie hat Trennungen und Vertreibungen erlebt. Nach jeder Krise war sie stärker, sagt sie. ,Vom ersten bis zum letzten Atemzug verlangt unser Leben von uns Energie, Mut und Lust, um das zu werden, was wir heute sind und morgen werden wollen. Nichts ist wirklich absehbar, wenn wir mit der Lebensarbeit beginnen oder gegen Ende unseres Lebens Bilanz machen und zurückblicken. Was immer geschehen ist, Erfolge und Misserfolge, das Schöne und das Schwierige, unsere Freude und unsere Wut, das alles gehört zu dem, was wir ,Mein Leben’ nennen.’ Mit diesen Worten umschreibt Annelie Keil ihr Verständnis vom Leben. Jetzt hat sie mit den Filmemachern Heide Nullmeyer und Ronald Wedekind einen Film gemacht: Geht doch! Keil erzählt darin ihre Lebensgeschichte und möchte andere dazu ermutigen, ihre eigene Biografie als Geschichte zu begreifen, die erzählt werden sollte, damit gemeinsam das Abenteuer Leben besser verstanden werden kann.” (http://www.anneliekeil.de/dvd)

 

Prof. Dr. Annelie Keil, geboren 1939, aus der Erfahrung von Krieg, Gefangenschaft, Flucht und dem Leben mit Sozialhilfe als Kind und Jugendliche viel gelernt; Studium der Politischen Wissenschaften, Soziologie u. Pädagogik, 1968 Promotion, 1969-71 Assistentin und Akademische Rätin an der Pädagogischen Hochschule Göttingen, 1971 Berufung als Professorin an die Universität Bremen, Arbeitsbereiche: Sozialarbeitswissenschaft, Gesundheitswissenschaften und Krankenforschung, angewandte Biographie- und Lebensweltforschung. Gründungsmitglied des „Zentrum für Public Health“ (Universität Bremen), des „Instituts für angewandte Biografie- und Lebensweltforschung (IBL, Universität Bremen), des Netzwerks „Zukunftsgestaltung und seelische Gesundheit Bremen“ (EXPO Projekt), des „Forum Lehren und Lernen“ ( FLL, Universität Bremen). Umfangreiche Vortragstätigkeit, Radio- und Fernsehsendungen zum Bereich Gesundheit und Krankheit, Lebenskrisen und  Lebenskompetenzen, Familie und Kinderförderung, Sterben und Sterbegleitung, Bildungsarbeit mit Landfrauen und Unternehmerfrauen im Handwerk; ehrenamtliche Mitarbeit in unterschiedlichen psychosozialen und Bildungsprojekten im In- und Ausland wie Kinderschutzbund, Frauengesundheitszentren, Selbsthilfegruppen; Mitbegründerin des wissenschaftlichen Weiterbildungsstudiums Palliative Care (PAC) an der Universität Bremen, 1992 Berninghausen Preis für ausgezeichnete Lehre, 2004 Bundesverdienstkreuz; seit 2004 im arbeitsamen „Ruhestand“ jenseits der Erwerbsarbeit, zwei Ehen ohne Dauererfolg, keine eigenen, aber  viele Kinder, für die ich was tun kann, enge Freund- und  Wahlverwandtschaften, neugierig und achtsam im Umgang mit der „letzten“ Lebensphase.

Wer sich schon vorfreuen will:

Hier gehts zu ihrer Homepage.

Und hier könnt ihr einen kurzen Film zu ihr (von Radio Bremen) sehen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 19:30 Uhr

In Kooperationnordkirche mit dem

Frauenwerk der Nordkirche

Der Philosophische FrauenSalon II

FrauenPhil

„Die Philosophen haben die Welt
bisher nur männlich interpretiert.
Es kommt aber darauf an,
sie auch weiblich zu interpretieren,
um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Salonière: Gaby Loebus

  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo Philosophinnen, ihr Denken und ihre Sicht auf die Welt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo spannende Themen und Lebensfragen offen und kontrovers betrachtet werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort der Begegnung für alle Frauen, die Spaß und Freude haben am gemeinsamen Denken, Reflektieren, Interpretieren und Diskutieren.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo unterschiedliche Denkweisen, Blickwinkel und Werteanschauungen sichtbar werden.

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung.

Thema der Reihe: Be-WEG-te Frauen verändern die Welt

Heute: Elisabeth Selbert „In die Parlamente müssen die Frauen!“

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 28. Oktober 2014, 18:30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

Indiens Frauen im Aufbruch

Dr. Shazia Aziz Wülbers

Das Schicksal der indischen Studentin, die an den Folgen einer Massenvergewaltigung starb, hat weltweit zu Protesten geführt. In Indien gingen tausende Frauen und Männer gemeinsam auf die Straße, um gegen die traditionell verankerte strukturelle Gewalt gegen Frauen zu demonstrieren. Zahlreiche Medienberichte machten deutlich, dass dieser eine Fall nur die Spitze des Eisbergs war.

Fontanella_978-3-446-24503-7_MR.inddFür einen Großteil der weiblichen Bevölkerung gehören sexistische Übergriffe zum Alltag. Über 230.000 Gewaltverbrechen, davon alleine 24.000 Vergewaltigungen wurden 2011 angezeigt. In Neu-Delhi wird im Schnitt alle 18 Stunden eine Frau vergewaltigt. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Dr. Shazia Aziz Wülbers gibt einen Überblick über die Situation von Frauen in ihrem Heimatland, das im Widerspruch zwischen wirtschaftlichem Aufschwung und archaischen Traditionen steht. Sie berichtet aber auch von Aktivistinnen wie Arundhati Roy und vielen anderen, die sich unermüdlich für die Rechte von Frauen einsetzen.

Es scheint, dass die große öffentliche Empörung über die Vergewaltigungen und Gewalttaten gegen Frauen ein Umdenken in Gesellschaft und Politik bewirken kann. Sind indische Frauen jetzt der Gleichberechtigung einen Schritt näher gekommen?

ShaziaShazia Wülbers absolvierte ihren Master in European Studies an der Jawaharlal Nehru University, sie erhielt ihren Doktortitel in Politikwissenschaft am L’Institut d’études politiques (science po) in Paris. Momentan unterrichtet  und forscht sie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg. Dort arbeitet sie an ihrer Habilitationsschrift zum Thema “Norm Diffusion zwischen EU und USA nach Indien”. Bisher publizierte sie u.a.: The Paradox of EU-Indian Relations: Missed Opportunities in Politics, Economics, Development Cooperation and Culture and EU India Relations: A Critique

Mittwoch, 5. November 2014, 19:30 Uhr

In Kooperation mit

umdenkenGefördert von der Landeszentrale
für politische Bildung, Hamburg

Der Philosophische FrauenSalon III

FrauenPhil

„Die Philosophen haben die Welt
bisher nur männlich interpretiert.
Es kommt aber darauf an,
sie auch weiblich zu interpretieren,
um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Salonière: Gaby Loebus

  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo Philosophinnen, ihr Denken und ihre Sicht auf die Welt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo spannende Themen und Lebensfragen offen und kontrovers betrachtet werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort der Begegnung für alle Frauen, die Spaß und Freude haben am gemeinsamen Denken, Reflektieren, Interpretieren und Diskutieren.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo unterschiedliche Denkweisen, Blickwinkel und Werteanschauungen sichtbar werden.

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung.

Thema der Reihe: Be-WEG-te Frauen verändern die Welt

Heute: Ida Ehre „Eine Frau muss mehr leisten als ein Mann, um anerkannt zu werden.“

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 25.11.2014, 18:30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

Bücher-Café III

rotessofa2Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für lange Winternächte und zum Verschenken …

Außerdem gibt’s wieder einen Bücherflohmarkt und eine Tombola zugunsten unseres Bücher-Etats 2015 – mit tollen Preisen. Und natürlich Kaffee+Kuchen/Tee+Torten – selbst gemacht und lecker!

Sonntag, 30. November 2014, 15:00 Uhr

Übergänge 4. – Eine Veranstaltung zum Mitmachen

HW

Lesung, Bilder und Fotos

zum Thema

„verborgene Schätze“

Es gibt auch einen kleinen Kunsthandwerkerinnenmarkt.

Mit Hannelore Wilke und

Monika Richter

Bei Kaffee, Tee und Punsch

Eintritt: Kuchenspende oder 3 € und ein Schlüssel für ein Spiel

Sonntag, 14. Dezember 2014, 15:00 – 18:00 Uhr

“Santa Lucia” und “Tödliche Bescherung”

… eine wilde Mischung aus Weihnachtskrimis und Weihnachtsgeschichten von Selma Lagerlöf und  anderen skandinavischen Autorinnen …
lagerlöfbescherung„Am 13. Dezember, in früher Morgenstunde, wenn Kälte und Dunkelheit auf Värmland lastet, kam noch in meiner Kindheit die heilige Lucia von Syrakus in alle Häuser. Sie ist das Licht, das die Dunkelheit besiegt, sie ist die Legende, die das Vergessen überwindet, sie ist die Herzenswärme …”
“Wenn Dunkelheit herrscht und Eiseskälte über den Fjorden und Bergen liegt, ereignen sich im hohen Norden die mörderischsten Geschichten. Da kann die schönste Bescherung tödlich enden auch für den Weihnachtsmann.”
Dazu Glögg (mit und ohne Rum) und Waffeln und andere skandinavische Leckereien …
Gabriele Haefs, geboren 1953, studierte Volkskunde, Sprachwissenschaft, Keltologie und Nordistik in Bonn und Hamburg. Die Übersetzerin aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen, Englischen, Niederländischen und Gälischen ist mit dem norwegischen Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen verheiratet und lebt in Hamburg.
Christel Hildebrandt, geboren 1952, studierte Germanistik und Soziologie und promovierte in deutscher Literaturwissenschaft. Sie machte ihr Hobby zum Beruf und übersetzt seit mehr als zwölf Jahren aus dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen.
Dagmar Mißfeldt, geboren1964, studierte Skandinavistik und Finnougristik in Hamburg, Göttingen und Turku. Sie lebt in Hamburg und übersetzt aus dem Finnischen, Schwedischen, Norwegischen und Dänischen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 19:30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon IV

FrauenPhil

„Die Philosophen haben die Welt
bisher nur männlich interpretiert.
Es kommt aber darauf an,
sie auch weiblich zu interpretieren,
um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Salonière: Gaby Loebus

Thema: Be-WEG-te Frauen verändern die Welt

Heute: Petra Kelly „Nicht die Tüchtigkeit, sondern die Menschlichkeit sollte das Maß aller Dinge sein.“
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo Philosophinnen, ihr Denken und ihre Sicht auf die Welt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo spannende Themen und Lebensfragen offen und kontrovers betrachtet werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort der Begegnung für alle Frauen, die Spaß und Freude haben am gemeinsamen Denken, Reflektieren, Interpretieren und Diskutieren.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo unterschiedliche Denkweisen, Blickwinkel und Werteanschauungen sichtbar werden.

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung.

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 27.01.2015, 18:30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

Der Philosophische FrauenSalon V

FrauenPhil

„Die Philosophen haben die Welt
bisher nur männlich interpretiert.
Es kommt aber darauf an,
sie auch weiblich zu interpretieren,
um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Salonière: Gaby Loebus

  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo Philosophinnen, ihr Denken und ihre Sicht auf die Welt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo spannende Themen und Lebensfragen offen und kontrovers betrachtet werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort der Begegnung für alle Frauen, die Spaß und Freude haben am gemeinsamen Denken, Reflektieren, Interpretieren und Diskutieren.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo unterschiedliche Denkweisen, Blickwinkel und Werteanschauungen sichtbar werden.

Be-WEG-te Frauen verändern die Welt

Frauenbewegung heute: „Ich bin eine Feministin!“

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung.

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 24.2.2015, 18:30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

„Die Verteidigung der Träume“

Luc Jochimsen liest aus ihrer Autobiografie

Luc Jochimjochimsensen, die unbequeme Journalistin, Panorama-Moderatorin, HR-Chefin und Kulturpolitikerin, zieht die Bilanz eines ganz und gar ungewöhnlichen Lebens.

Sie war überall die erste Frau: als Fernsehjournalistin, in der Panorama-Redaktion, in der Chefredaktion des Hessischen Rundfunks. In der Nachkriegsmännerwelt des Journalismus setzte sie sich mit ihrer unbequemen linken Haltung, die immer die Schwachen der Gesellschaft stützte, durch und wurde zu einer der bekanntesten Journalistinnen Deutschlands. Von 2005 bis 2013 saß sie für die Linkspartei/PDS im Deutschen Bundestag und machte auch dort mit streitbaren Aktionen von sich reden.
Ihre Autobiographie schildert den Weg einer unangepassten Frau, die ihren Traum von einem gerechten und guten Leben für alle stets verteidigte.

„Traum ist von Tat nicht so verschieden, wie mancher glaubt.“ (Theodor Herzl)

Mittwoch, 4. März 2015, 19.30 Uhr

„Freiwillig zu Diensten“

Der schmale Grat zwischen Ehrenamt und Gratisarbeit

23 Millionen Menschen sind in Deutschland in irgendeiner Form ehrenamtlich tätig. Denn:
Im Zeitalter der Globalisierung ist die traditionelle deutsche Wohlfahrtsstaatlichkeit angeblich nicht mehr finanzierbar. Inzwischen setzen wesentliche Teile des Sozialwesens, der Bildung und der kommunalen Infrastruktur auf ehrenamtliches Engagement als Dauerlösung für ihre finanziellen und personellen Engpässe. Die massive Nutzung der Ressource „bürgerschaftliches Engagement“ wurde so zu einem wichtigen Faktor in der neoliberalen Umgestaltung von Staat und Gesellschaft.
Angeblich besitzt ehrenamtliche Arbeit an und mit Menschen eine ganz besondere Qualität, die professionelle Sozialarbeiter, Jugend- , Kranken- oder Altenpfleger, Erzieher oder Lehrer so nicht einbringen können – eine Abqualifizierung aller einschlägig Erwerbstätigen, die diese Berufe ja auch einmal gewählt haben, um mit Menschen zu tun zu haben, die aber die Unverfrorenheit besitzen, für ihre Arbeit die Zahlung eines Gehaltes zu erwarten.
Es gilt zu fragen, warum die öffentlichen Haushalte überschuldet sind und was getan werden muss, damit möglichst alle Kinder einen Schulabschluss erreichen, Kommunen ihre Museen, Schwimmbäder und Kultureinrichtungen finanzieren können, die menschenwürdige Pflege von Kranken und Alten gewährleistet wird und auch weniger qualifizierte Erwerbstätige von ihrer Arbeit leben können. Steuererhöhungen für Reiche, Vermögensabgabe und eine Neuregelung der Unternehmensbesteuerung könnten als politischer Ausdruck für die viel beschworene „Kultur der Solidarität“ propagiert werden. Für ehrenamtliches Engagement ist dann immer noch Platz. Aber nicht mehr für die Verplanung Engagierter als billiger Ersatz für bezahltes Personal (aus: Claudia Pinl, „Freiwillig zu Diensten?“, der Freitag, 28.12.2013).

Claudia Pinl: Studium der Politologie in den USA und an der Berliner Freien Universität mit dem Abschluss Diplompolitologin. Seit 1968 arbeitete sie als Redakteurin für die Gewerkschaftlichen Monatshefte des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Danach war sie Mitarbeiterin im WDR-Hörfunk, Korrespondentin der taz in Bonn und von 1986 bis 1990 Referentin der Bundestagsfraktion der Grünen für den Bereich Frauenpolitik. Heute arbeitet sie als Buchautorin, Journalistin und Dozentin, verschiedene Publikationen zu Frauen und Arbeit, zum Geschlechterverhältnis und neokonservativen Entwicklungen in der Gesellschaft. Darüber hinaus ist sie in der Kommunalpolitik als Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Köln-Lindenthal für Bündnis 90/Die Grünen tätig.

Mittwoch, 25. März, 2015, 19.30 Uhr

logo_lfrIn Kooperation mit dem

Landesfrauenrat Hamburg e.V.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg – Eintritt: 3 €

Der Philosophische FrauenSalon VI – fällt aus!

FrauenPhil

„Die Philosophen haben die Welt
bisher nur männlich interpretiert.
Es kommt aber darauf an,
sie auch weiblich zu interpretieren,
um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner)

Salonière: Gaby Loebus

 

  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo Philosophinnen, ihr Denken und ihre Sicht auf die Welt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo spannende Themen und Lebensfragen offen und kontrovers betrachtet werden.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort der Begegnung für alle Frauen, die Spaß und Freude haben am gemeinsamen Denken, Reflektieren, Interpretieren und Diskutieren.
  • Der Philosophische FrauenSalon ist ein Ort, wo unterschiedliche Denkweisen, Blickwinkel und Werteanschauungen sichtbar werden.

Be-WEG-te Frauen verändern die Welt

Feministische Proteste: Der Zorn der Frauen

Der Salon beginnt mit einer kurzen Einführung.

Eintritt. 5 € – Kontakt:gaby.loebus@web.de

Dienstag, 31.03.2015, 18:30 Uhr

Der Philosophische FrauenSalon ist eine Kooperationsveranstaltung von DENKtRÄUME und FRAUENSTUDIEN HAMBURG e.V.

Bücher-Café I

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 12. April 2015, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für den Frühling …

Care und Migration

In der Zwickmühle zwischen globalen und lokalen Arrangements

Es kommt immer mehr Bewegung in den Arbeitsbereich Care. Aus Deutschland migrieren Arbeitskräfte aus den medizinischen Care-Berufen in die Schweiz oder nach Skandinavien, während bei uns Pflegekräfte aus Spanien und Vietnam und Ärztinnen und Ärzte aus dem Kosovo angeworben werden. Erzieherinnen kommen aus Griechenland, um in hiesigen Kitas zu arbeiten, und in vielen privaten Haushalten versorgen Frauen aus Polen und Rumänien alte Menschen rund um die Uhr. Dabei sind Risiken und Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen, die an diesem Abend Thema sein werden.

Maria Rerrich: Prof., Dr., Soziologin, Professorin an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften an der Hochschule München

Donnerstag, 16. April 2015, 19.30 Uhr

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg – Eintritt: 3 €

Welttag des Buches

rosallibreDer Welttag des Buches geht auf eine alte katalanische Tradition zurück. Zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi (Sankt Georg) beschenken sich die Menschen in der Region um Barcelona mit Rosen. Seit 1923 werden auf Initiative der Buchhändler_innen auch Bücher verschenkt, allein 1995 vier Millionen Exemplare an einem einzigen Tag. Ihrer Meinung nach verbinde dieser „Tag des Buches und der Rose“ am besten Kultur und Schönheit. Der 23. April ist besonders in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter.

Auf Antrag der Katalan_innen ernannte die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) den 23. April 1995 zum Welttag des Buches und erklärte, dass „Bücher in der Geschichte der wichtigste Faktor für die Verbreitung und Bewahrung von Wissen sind“.

Einwelttag des buches anderer Faktor, der dieses Datum mitbestimmt, ist der Umstand, dass eine Vielzahl von Schriftstellern an diesem Tag verstarben bzw. geboren wurden: So verstarben etwa am 23. April William Shakespeare, Miguel de Cervantes und I.G. de la Vega. Schriftsteller, die am 23. April geboren wurden, sind unter anderem V. Nabokov und M. Druon.

Seit 1996 beteiligen sich auch die deutschen Buchhändler_nnen am Welttag des Buches, seit 2012 auch die Initiative „Lesefreunde“ der Stiftung Lesen, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und deutscher Buchverlage

Tag der Frauenarchive

Seit 2001 wird von den deutschsprachigen FrauenLesbenbibliotheken, -archiven und -dokumentationzentren (i.d.a.) alljährlich der Tag des Archives begangen. Ziel ist es, an diesem Tag die kostbaren Schätze der Einrichtungen der neuen Frauenbewegung sichtbar zu machen. Als Datum wurde der 11. Mai gewählt, der Geburtstag der jüdischen Schriftstellerin Rose Ausländer.

 

Rose Ausländer 1918

By Aus Nachlaß Max Scherzer [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Rose und ich
Duzen einander
Aus zorniger Gewohnheit
Blühendem
Welkendem Einverständnis

 

(Rose Ausländer)

 

Hier gelangt ihr zu einer kurzen Biografie über Rose Ausländer

 

„Care-Arbeit“ und die Krise der sozialen Reproduktion am Beispiel Hamburg

Selbstsorge ebenso wie die Sorge um andere sind für die Verwirklichung menschlicher Lebensbedürfnisse von grundlegender Bedeutung. In Zeiten des Neoliberalismus sind jedoch die zeitlichen und finanziellen Ressourcen für die existenziell wichtige Care-Arbeit begrenzt. Gleichzeitig entsteht durch Privatisierungen im Pflege- und Gesundheitsbereich, Ökonomisierung der Bildungslandschaft, Reduktion sozialstaatlicher Leistungen ein Mehr an weitgehender unsichtbarer Haus- und Sorgearbeit in den Familien. So führt diese Situation insbesondere für Menschen mit Sorgeverpflichtungen für Kinder oder Pflegebedürftige zu enormen zeitlichen und körperlichen Überlastungen und/oder finanziell bedingten Existenzunsicherheiten. Deswegen sprechen im Care-Bereich Aktive von einer Krise sozialer Reproduktion. In vielen betroffenen Bereichen hat sich dagegen Widerstand entwickelt, der im letzten Jahr in einem großen ersten Vernetzungstreffen in Berlin gebündelt wurde, auf dem regionale Gruppen aus den Bereichen Bildung und Erziehung, Gesundheit und Pflege, Soziale Arbeit, Ernährung und Wohnraum sich unter dem Motto: „Care Revolution“ trafen.

Gabriele Winker wird den theoretischen Hintergrund der „Care-Bewegung“ darstellen, und Tanja Carstensen wird über das Hamburger Netzwerk, bei dem u. a. Menschen aus den Bereichen Assistenz, pflegende Angehörige, Kita, Sozialarbeit, Diakonie, Politik und Wissenschaft tätig sind, und dessen Aktivitäten berichten.

Tanja Carstensen: Dr., Soziologin, Studium der Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Pädagogik in Marburg und Hamburg; Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit in der Kinobranche; Promotionsstipendium der Hans Böckler Stiftung; gewerkschaftliche Technologieberatung; seit 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Hamburg-Harburg, Arbeit-Gender-Technik. Arbeitsschwerpunkte, Veröffentlichungen und Lehrerfahrungen im Bereich Techniksoziologie, Internetforschung, Arbeitssoziologie, Geschlechterforschung und Diskursforschung; Feministisches Institut Hamburg

Gabriele Winker: Prof. Dr., Professorin für Arbeitswissenschaft und Gender Studies an der TU Hamburg-Harburg und Leiterin des Arbeitsbereichs Arbeit-Gender-Technik. Ihr Interesse gilt feministischen Theorieansätzen im Bereich der Arbeits-, Internet- und Techniksoziologie. Sie möchte diese Erkenntnisse für politische Praxen nutzbar machen, die neoliberale Herrschaftsstrukturen herausfordern und transformieren; Feministisches Institut Hamburg

Dienstag, 19. Mai 2015, 19.30 Uhr

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg – Eintritt: 3 €

Film: „Wer rettet wen?“

WRW_deDie Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit

Eine internationale Koproduktion der Kernfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 2015, 104 Minuten
 
„Wer rettet wen?“ ist kein weiterer Banken- oder Eurorettungsfilm. Er deckt auf, was bei allen „Rettungen“ bis zum heutigen Griechenlanddrama weitgehend verborgen blieb: Die radikale Veränderung der Gesellschaften in Europa. Die als „Rettung“ verkleisterte Umwandlung privater Schulden in öffentliche, hat nicht nur die Demokratie ad absurdum geführt. Sie erschüttert Gesellschaften, die sich als Sozialer Rechtsstaat begreifen, in den Grundfesten. Niemand formuliert dies im Film treffender als Mario Draghi, der als einstiger Goldman Sachs-Vizepräsident und EZB-Präsident die Wirtschaft des Euroraums lenkt: „Das europäische Sozialmodell ist Vergangenheit. Die Rettung des Euro wird viel Geld kosten. Das bedeutet, vom europäischen Sozialmodell Abschied zu nehmen.“ Seit sieben Jahren wird mit vielen hundert Milliarden öffentlicher Gelder gerettet.
Was dabei verborgen bleibt, zeigt „Wer rettet wen?“: Eine gewaltige Umverteilung von unten nach oben. Die Reichen der Erde besaßen vor der Krise drei Mal mehr als alles, was in der Welt im Jahr produziert wird. Nach sieben Jahren „Krise“ besitzen sie schon vier Mal so viel. Mitten in Europa arbeiten Menschen wieder für Hungerlöhne. Es wird gerettet, nur für die 99% ist keine Rettung in Sicht.Von Griechenland glauben viele MitteleFallschirm Euro DB2 kluropäer, das Land habe über seine Verhältnisse gelebt und sei nach teuren Hilfen reformunwillig, ein Fass ohne Boden. „Wer rettet wen?“ deckt auf, dass die kostspieligen Rettungspakete seit 2010 ausschließlich die Kreditgeber, die Banken, Hedgefonds und Versicherungen gerettet haben. Als der griechische Regierungschef A. Papandreou Ende 2011 dazu ein nationales Referendum forderte, wurde er vom Europarat putschartig ersetzt – ersetzt von einen sog. Technokraten, Lukas Papademos Genau durch den Mann, der zusammen mit der Investmentbank Goldman Sachs Griechenland in den Euro gemogelt hatte. Seine Aufgabe war jetzt, die Auflagen der Kredite durchzusetzen: Zerstörung der öffentlichen Sozialversicherung für Gesundheit und Renten– Deregulierung der Arbeit – Privatisierung öffentlicher Güter usw.Die EU-weite Rettungspolitik erweist sich im Film nicht nur in Griechenland als Meilenstein einer neoliberalen Entwicklung, die Reiche immer reicher und Arme immer ärmer macht. Privat- und Staatshaushalte werden zugunsten der Finanzwelt geschröpft. Soziale Rechte werden durch das Recht auf Schulden ersetzt. Schulden sind das Mittel, um die Menschen vom freien Denken und Handeln abzuhalten. In den USA zeigt der Film, wie dieses System schon lange funktioniert. Studenten verlassen die Universität mit einem Berg Privatschulden. Schulden, die häufig nie mehr zurückgezahlt werden können. Man leistet ein Leben lang Schuldendienst. So lieben es die Banken.

„Wer rettet wen?“ zeigt die Ursprünge dieser Entwicklung, als nach siebzig Jahren relativer Stabilität die Finanzwelt dereguliert wurde. Sofort nutzte sie die neue Freiheit, Finanzderivate zu entwickeln, heute die Wirtschaft dominieren. Der Film demonstriert die Anwendungsmöglichkeiten und die enorme Gefahr der Derivate. Aber er verweist auch auf Möglichkeiten sich zu wehren, wie z.B. in Island, wo das internationale Kapital nicht gerettet wurde und stattdessen eine Umverteilung von oben nach unten stattfand.

TIP-Berlin: „Wer bei „Wer rettet wen?“ nicht aus seinem neoliberalen Schlummer erwacht, ist endgültig verloren. Der Film dürfte in der Lage sein, noch den saturiertesten Mitteleuropäer wenigstens momenthaft vom Sofa auf die Barrikaden zu treiben.“

Die Regisseurin Leslie Franke ist anwesend.

Donnerstag, 11. Juni 2015, 19.30 Uhr

In Kooperation mit ver.di-Frauen

 

„Her mit dem guten Leben – für alle weltweit!“

Care Revolution als soziale Bewegung

Da „die Ökonomie“ die unbezahlte Haus- und Fürsorgearbeit (Care) lange ausgeblendet hat und teilweise bis heute, was natürlich eng mit Geschlechterrollen zusammenhängt (Frauen arbeiten für Liebe, Männer für Geld), ist für das gute Leben aller oft nicht gesorgt, weil “die Wirtschaft” andere Prioritäten setzt. Das Thema ist im Feminismus natürlich nicht neu, aber neu ist, dass sich jetzt ein wirklich breites Netzwerk gegründet hat, das Care explizit als die zentrale Kategorie denkt. Hier arbeiten also sowohl welche mit, die von der “unbezahlten” Seite herkommen, also auch Menschen, die Carearbeit als Beruf haben. Und das Thema wird sowohl pragmatisch und konkret, als auch grundlegend, also kapitalismuskritisch gefasst – daher Revolution. Denn darauf läuft vieles, worum es uns und auch hier im Blog immer wieder geht, hinaus: Dass das gute Leben mit den Beziehungen anfängt, dass gutes Leben erfordert, dass für alles Notwendige gesorgt ist, auch für körperliche Bedürfnisse derer, die sich nicht selbst versorgen können zum Beispiel. (Antje Schrupp in ihrem Blog: Aus Liebe zur Freiheit, 24.10.2014)

Antje Schrupp: Journalistin und Politikwissenschaftlerin. Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und evangelischen Theologie in Frankfurt, seit 1992 Magistra Artium und seit 1999 Dr. phil. Redakteurin der Zeitung Evangelisches Frankfurt. Redakteurin und Autorin beim Internetforum “Beziehungsweise Weiterdenken”. Eigener Blog: „Aus Liebe zur Freiheit“.

Mittwoch, 8. Juli 2015, 19.30 Uhr

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg – Eintritt: 3 €

Hoffest

dt eingang

Hoffest im Sauerberghof 43
Landesfrauenrat Hamburg e.V. — Eintritt: frei

Unser Motto: Frauen stoßen an!

Formlos und gemütlich … wird es an einem sommerlichen Nachmittag zugehen: Alle Vertreterinnen unsere 60 Verbände des Landesfrauenrates und alle interessierten Gäste sind herzlich willkommen, um sich zu informieren, auszutauschen, zu vernetzen und einfach einen schönen Nachmittag miteinander zu verbringen!

Es gibt

• Kaffee und mehr

• Kuchen, Waffeln und mehr

• Musik (Klassik, Jazz und Tango) – live!

• Literatur zum Zuhören (die Autorin Gabriele Haefs ist anwesend, s. weiter unten))

• Cha Cha Cha zum Mittanzen

• ein Quiz für alle

• und einen Flohmarkt und auch Bücherflohmarkt.

Für all dies ist Platz auf dem Sauerberghof, aber nicht zum Parken. Bitte benutzen Sie den ÖPNV, die Haltestelle Grindelhof der Busse 4 und 5 ist direkt nebenan.

HaefsDazu in der Bibliothek:

Lesung mit Gabri­ele Haefs

aus: „Weibsbilder“

(Hg. mit Karin Braun – Edition Narrenflug, 2015)

 

 

Samstag, 11. Juli 2015, 12.00 – 16.00 Uhr

„Mama, du quälst mich!“

Töchter berichten

Workshop zum Thema:
“Quälende Mütter und transgenerationale Traumaweitergabe”

reichAusgangspunkt des Workshops ist das Radio-Feature von Katrin Jäger (TIDE-aktuell 2015, 42 Min.). Rund acht Millionen Deutsche zwischen 15 und 64 Jahren erlebten in ihrer Kindheit schwere bis extreme Misshandlungen, sexuellen Missbrauch oder Vernachlässigung. So lautet das Ergebnis der Traumafolgekostenstudie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Die Studie untersucht nicht, in wie viel Prozent der Familien die Gewalt von Frauen ausgeht oder ausging. Bei Jana Reich (s. auch ihr Buch „Übersehene Kinder“ – Marta press 2013) und allen anderen Töchtern, die in dieser Sendung zu Wort kommen, ist oder war die Mutter die Täterin. Bei vielen Müttern spielt dabei die eigene Traumatisierung im 2. Weltkrieg eine Rolle.

Mit den Teilnehmenden wollen wir nach dem Hörstück über die Thematik reflektieren. Auch eigene Erlebnisse können geteilt werden.

Katrin Jäger/Monika Richter

Dienstag, 1. September 2015, 19.30 Uhr

Eintritt: 5 €

In unseren Räumen I:

Dienstag, 15. September 2015, 19.00 – 20.30 Uhr

 Informationsveranstaltung zu der Ausbildung für Frauen
„Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

mit Kurzvortrag: „Weibliche Traditionen rund um Sterben und Tod“

       MEHRAndrea Martha Becker

Eintritt: frei

In unseren Räumen III:

Donnerstag, 17. September 2015, 19:30 – 21:30 Uhr

Informationsveranstaltung zum Gruppenangebot (jeweils donnerstags 19.00 – 21.30 Uhr):

„Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter“
Der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie     MEHR

mit Kurzvortrag

Eintritt; 5 €

Monika Richter

Auf der Highroad – der skandinavische Weg zu einem zeitgemäßen Pflegesystem

heintzeEin Vergleich zwischen fünf nordischen Ländern und Deutschland

Vortrag von Cornelia Heintze in der Reihe: Care Revolution

Während sich Arbeitswelten, Geschlechterrollen und Familienarrangements verändern, bleiben die aktuellen Reformanstrengungen dem überholten Leitbild der unter einem Dach zusammenlebenden Großfamilie mit männlichem Familienernährer verhaftet; ökonomische und soziokulturelle Entwicklungen werden ausgeblendet.

Das Problem liegt auf der Hand: Ein Pflegesystem, das für eine andere gesellschaftliche Realität „gemacht“ ist, überfordert die Pflegenden, stellt Familien dauerhaft vor die Zerreißprobe und treibt sie in legale Grauzonen, wenn sie sich professionelle Hilfe holen wollen (Stichwort: Pendelmigration). Überfällig ist darum eine gesellschaftliche Debatte darüber, wie ein Pflegesystem aussehen könnte, das den Möglichkeiten und Ressourcen der Pflegenden entspricht und den Pflegebedürftigen ein Leben in Autonomie und Würde ermöglicht.

Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung hat die Politologin Dr. Cornelia Heintze dazu die Pflege und Alltagsunterstützung älterer Menschen in Deutschland und Skandinavien (Dänemark, Island, Norwegen und Schweden) sowie Finnland verglichen. Sie analysiert die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem skandinavischen System und zeigt auf, welche Denktraditionen und Grundentscheidungen die jeweiligen Systeme geprägt haben.

Cornelia Heintze: Dr., Politologin, Stadtkämmerin a. D., publiziert überwiegend im Bereich internationaler Vergleich Staats- und Wohlfahrtsforschung. Sie lebt in Leipzig.

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19.30 Uhr

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg – Eintritt: 3 €

„Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert …“

Frauenliebende Frauen über siebzig erzählen

Lesung mit der Autorin/Herausgeberin Corinne Rufli (Zürich). Außerdem sind zwei Protagonistinnen aus dem Buch mit dabei.

rufliRufli, Corinne:

Seit dieser Nacht war ich verzaubert. 
Frauenliebende Frauen über siebzig 
erzählen


hierundjetzt2015


251 S. - 35,00 €

Bibl.signatur: Wz anth 9

Mittwoch, 4. November 2015, 19.30 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Renate (84) nennt sich Lesbe, ist aber mit einem Mann verheiratet. Berti (78) liebt Elisabeth (77) seit über vierzig Jahren, ist vierfache Grossmutter und geschieden. Margrit (81) führte in den 1960er-Jahren Tanzabende für Frauen durch. Liva (82) betete nach ihrem ersten Mal mit einer Frau das Vaterunser.
Ältere Frauen, die Frauen lieben, sind in unserer Gesellschaft bis heute nicht sichtbar. Erstmals blicken in diesem Band elf Frauen über siebzig auf ihr Leben zurück. Sie erzählen, wie sie ihre Beziehungen in der bürgerlichen Enge der 1940er- bis 1960er-Jahre gestalteten, wie sie einen Mann heirateten oder sich in eine Frau verliebten, wie sie von der Frauenbewegung angezogen oder abgestossen waren, und wie sie heute leben. Ihre Geschichten sind voller Lebenslust – berührend und bislang unerhört. Sie zeigen aber auch die Ausgrenzung von Frauen, die sich nicht dem Ideal der Hausfrau und Mutter unterwerfen wollten, und dokumentieren die Vielfalt eines Frauenlebens jenseits von Kategorien.

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Rita Kappeler ist eine von ihnen.

Auf den ersten Blick ist sie eine zurückhaltende Frau. Ihre lebhaften Augen aber zeugen von einem starken Willen und Temperament, das unter der Oberfläche brodelt.

Die 73-Jährige hat ihr ganzes Leben so gelebt, wie sie es wollte. Freiheit ist für sie bis heute das Wichtigste: «Ich war schon als Kind oft alleine, meine Mame arbeitete viel. Diese Freiheit habe ich genossen und man hat sie mir auch gelassen.»

image_s3Rita Kappeler (Foto: Rita Kappeler/1960) – sie zieht dieses Pseudonym ihrem richtigen Namen vor – ist eine sanfte Kämpferin. Eine, die mit feinem Humor und einem guten Gespür ihr Gegenüber erobert. Dabei bleibt sie sich selbst treu: Auch nach 13 Jahren Beziehung mit ihrer jetzigen Partnerin möchte sie noch nicht mit ihr zusammenziehen. Zu lieb und teuer ist ihr die eigene Freiheit.

Zur Autorin
Corinne Rufli (*1979) ist Historikerin und Journalistin und forscht zur Frauen- und Lesbengeschichte. Sie lebt in Baden (Schweiz), mag Theater und Literatur und spielt Fussball.

Pressestimmen

«Corinne Rufli hat mit ihrem Buch ein wertvolles Zeitzeugnis geschaffen, indem sie eine Randgruppe aus dem Verborgenen holt und damit die Schweizer Geschichte um ein Kapitel bereichert.» (NZZaS, Bücher am Sonntag, 29.3.2015)

«Es ist bemerkenswert, wie offen die Frauen über ihr Leben reden. Und doch wirkt das Buch nie voyeuristisch, es erzählt einfach, wie es war.» (Tages-Anzeiger, 27.4.2015)

«Die Erzählungen lesen sich leicht und flüssig. Sie wirken authentisch, man spürt die verschiedenen Frauen dahinter. Uns sie sind spannend, diese Geschichten. […] Das Buch berührt.» (WOZ, 11.6.2015)

«Das Leben älterer lesbischer Frauen war geprägt von Verdrängung, Tabuisierung und Stigmatisierung […] Trotzdem gibt es diese Frauen. Man muss sie nur sehen wollen. Und sie haben etwas zu erzählen. Ihre Geschichten sind Teil der Schweizer Geschichte.» (Schweiz am Sonntag, 22.3.2015)

«‹Es ist ein Buch über die Liebe und das Leben, es handelt von Frauen, aber auch von Männern – es ist ein Beitrag an die Zeitgeschichte.›» (Schweiz am Sonntag, 19.4.2015)

«Es sind Biographien, die Konventionen sprengen und von der grossen Enge in unserem Land erzählen.» (St. Galler Tagblatt, 12.6.2015)

«‹Seit dieser Nacht …› ist kein selbstmitleidiges Bekenntnisbuch geworden, sondern ein Geschichtsbuch voller Kraft und Leben […], mit dem die souveränen alten Damen den vielleicht unsicheren jungen Mädchen enorm viel Mut machen können.» (Watson, 31.3.2015)

«Zum ersten Mal erhält diese fast vergessene Generation eine Stimme. Das ist bewegend. Es sind Biografien, die Konventionen sprengen und von der Enge in unserem Land erzählen.» (Neue Luzerner Zeitung, 18.6.2015)

«Historikerin und Journalistin Corinne Rufli gibt elf frauenliebenden Frauen über siebzig eine Stimme.» (Grosseltern 04/2015)

«Ein spannendes und lebendiges Kaleidoskop an unterschiedlichen Lebensentwürfen, das einen grauen Fleck in der Schweizer Lesbengeschichte zum ersten Mal beleuchtet.» (L.MAG, Oktober 2015)

«Ein wunderbares Buch und wertvolles Stück Zeitgeschichte.» (Annabelle) «Bewegend» (Neue Luzerner Zeitung)

„Zurück in das Land, das uns töten wollte“

treuenfeldJüdische Remigrantinnen erzählen ihr Leben.

Eine Lesung mit der Autorin

Andrea von Treuenfeld

Andrea von Treuenfeld lässt in diesem Buch 16 jüdische Frauen, die aus Deutschland flohen und wieder zurückkehrten, ihre persönliche Geschichte erzählen.

Wie war es möglich, gerade in dem Land wieder Heimat zu suchen, in dem sie verfolgt wurden und umgebracht werden sollten? Ausgerechnet in dem Land, in dem sie ihre Familie verloren hatten? Was erlebten diese Frauen auf ihrer Flucht und auf ihrem Weg zurück? Und allem voran: Wie fühlt es sich überhaupt an, nach Auschwitz Jüdin in Deutschland zu sein? Die Antworten sind so vielfältig wie die Lebensgeschichten, die 16 Frauen erzählt haben. Es sind sehr berührende Geschichten, jede einzelne kostbar. Ihre Lebenswege führten die Frauen an ganz unterschiedliche Orte, nach China, Palästina/Israel, Uruguay, Chile, Argentinien oder in die USA. Manchmal war es der Zufall, der sie nach Deutschland zurückgeführt hat, manchmal war es eine bewusste Entscheidung, manchmal gab es ökonomische Gründe oder es geschah dem Partner zuliebe. Der Schatten der Vergangenheit ist geblieben, die meisten von ihnen fühlen sich als Fremde in Deutschland, auch wenn sie viele Jahre hier gelebt und sich beruflich etabliert haben. Diese erschütternden wie beeindruckenden Berichte von letzten Zeitzeuginnen verdienen es, gehört und bewahrt zu werden.

 

Die Autorin Andrea von Treuenfeld liest aus ihrem Buch und steht zum Gespräch zur Verfügung

Rezension im Deutschlandradio Kultur

Donnerstag, 19. November 2015, 19.30 Uhr

nordkirche

In Kooperation mit:
Frauenwerk der Nordkirche

 

Bücher-Café III

Erlesenes für Frauen*

Sonntag, 6. Dezember 2015, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für lange Winternächte (und kurze -tage) …

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Übergänge.5

Eine Veranstaltung zum Mitmachen

Sonntag, 13.12.2015 (3. Advent) von 15 – 18 Uhr

Lesung und Spiel zum Thema: „Sei ein Teil der Geschichte …“

mit Hannelore Wilke und Monika Richter und kleinem Kunsthandwerkerinnenmarkt

Bei Kaffee, Tee und Punsch

Eintritt: Kuchenspende oder 3 Euro

uebergaenge

Texte zum Vorlesen
(max. 5 Min.) bis zum 5.12.2015 einreichen unter: hwilke@hamburger-frauenbibliothek.de

Bitte einen handlichen Gegenstand mitbringen, mit dem du ein kleines Erlebnis verbindest.

 

Wir hoffen auf Kurioses, Lustiges, Besinnliches, Erstaunliches

 

 

Glögg, Waffeln und Mord am Fjord …

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19.30 Uhr

VeranstaltungenFast schon eine Tradition in der hamburger frauenbibliothek: schaurig-schönes Gruseln in der Vorweihnachtszeit, mit skandinavischen Leckereien und drei Hamburger Starübersetzerinnen, die aus eigenen und übersetzten Texten skandinavischer Autorinnen lesen … von besinnlich bis gruselig …

 

Es wird gelesen aus:

schneeUlrike Ostermeyer/Ursel Allenstein (Hg.)

Eine Welt von Schnee


Arche Literatur Verlag

 Lagerlöf, Selma: Sancta Lucia
Selma Lagerlöf

Sancta Lucia
Weihnachtliche Geschichten
Hrsg. von Christel Hildebrandt/Gabriele Haefs

Reclam, Neuübersetzung
weihnachten_im_hohen_nordenGabriele Haefs/Christel Hildebrandt/
Dagmar Mißfeldt (Hg.)

Weihnachten im hohen Norden

Reclam


narrenfliegerGabriele Haefs (Hg.)

Narrenflieger

Kurzgeschichten

Edition Narrenflug

HaefsGabriele Haefs/Karin Braun (Hg.)

Weibsbilder

Anthologie

Edition Narrenflug

mord_unterm_nordlichtGabriele Haefs/Christel Hildebrandt/
Dagmar Mißfeldt (Hg.)

Mord unterm Nordlicht
19 große skandinavische Autorinnen - 
mörderisch gut in Form

dtv

Gabriele Haefs, geboren 1953, studierte Volkskunde, Sprachwissenschaft, Keltologie und Nordistik in Bonn und Hamburg. Die Übersetzerin aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen, Englischen, Niederländischen und Gälischen ist mit dem norwegischen Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen verheiratet und lebt in Hamburg.

Christel Hildebrandt, geboren 1952, studierte Germanistik und Soziologie und promovierte in deutscher Literaturwissenschaft. Sie machte ihr Hobby zum Beruf und übersetzt seit mehr als zwölf Jahren aus dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen.

Dagmar Mißfeldt, geboren1964, studierte Skandinavistik und Finnougristik in Hamburg, Göttingen und Turku. Sie lebt in Hamburg und übersetzt aus dem Finnischen, Schwedischen, Norwegischen und Dänischen.

glögg

Eintritt: 7 + 3 €/erm. 5 + 3 €

In unseren Räumen I

Die Gesellschaft Feministischen Lesens lädt am

Samstag, 30.1.2016, 12.00 Uhr

zu ihrem ersten Treffen ein.

Die GFL wurde anlässlich einer Filmvorführung zu 2nd Wave-
Feminismen gegründet. Wir, Conny und Maria, wollen uns
gemeinsam mit anderen queeren FeministInnen die literarischen
Früchte und Persönlichkeiten des 2nd Wave genauer ansehen und
einen festen queeren Termin schaffen, zu dem sich lese- und
diskussionsfreudige FeministInnen spontan hinzugesellen können.
Damit wir abschätzen können, wie viele von euch kommen, bitten
wir um eine kurze Mail (Betreff: GFL-Treffen) an:

Conny: Connyvlessel@yahoo.de
oder
Maria: m.huber.ma01@gmail.com

Treffpunkt:
DENKtRÄUME – hamburger frauenbibliothek
Grindelallee 43 – Sauerberghof rechts
20146 Hamburg

Rembrandt sehen und sterben

rembrandtLesung mit der Autorin Gundula Thors

Die Freude der Hamburger Kunsthistorikerin Syelle Lessing über die Stelle in Schwerin ist groß – hat sie doch lange auf ein solches Angebot gewartet –, doch dann wird sie überschattet vom Selbstmord ihrer Freundin, die einst selbst für die Position vorgesehen war. Auch die Intrigen unter den Kollegen, der Streit um die Bedeutung einzelnen Künstler und Epochen sowie der mysteriöse Tod einer Praktikantin im modrigen Kellergemäuer des Museums machen ihr zu schaffen.

Was steckt hinter den kultivierten Fassaden, warum wurde eines Nachts eingebrochen, aber nichts gestohlen, und was hat es mit dem Wirbel um die Rembrandtausstellung auf sich? Noch ehe Syelle sich versieht, steckt sie in einem verzwickten Kriminalfall.

Damit macht sich die charmante Spürnase nicht nur Freunde …

Der Originalmythos in der Kunst, fanatische Bewunderung der Rembrandtgemälde, Geldgier und psychopathische Eifersucht bilden die Motive für Intrigen, Betrug und Mord in Gundula Thors‘ neuem Kriminalroman.

Der Kunstmarktmarkt boomt. Die Beurteilungen von Kunstexperten haben trotz modernster Untersuchungsmethoden in dem Zusammenhang an Wichtigkeit gewonnen. Sie entscheiden letztlich über die Echtheit und damit über den Wert eines Kunstwerks. Doch wo viel Geld im Spiel ist, kommen immer wieder kriminelle Machenschaften vor. Unlautere Zu- und Abschreibungen hochwertiger Werke gehören zu den Grauzonen des Kunsthandels, denn je knapper das Angebot, desto höher steigen die Preise.

Gundula Thors mischt Insiderwissen und kurzweilige Krimi-Unterhaltung, und so richtet sich „Rembrandt sehen und sterben“ bewusst nicht nur an Kunstexpert_inn_en. Die Leser_innen erfahren vielmehr nebenbei Wissenswertes über Kunstgeschichte, den Kunstbetrieb und die Kulisse der Schweriner Museen. Als Aufhänger für den Plot wählte die Autorin eine Ausstellung von Rembrandt-Zuschreibungen im Jahre 2006, die im Staatlichen Museum Schwerin präsentiert wurde.

Mittwoch, 3. Februar 2016, 19.30 Uhr

Eintritt: 5 €

Gundula Thors ist freie Journalistin und Kunsthistorikerin. Elf Jahre wohnte sie in Bremen, leitete die Gruppe Literaturpost und arbeitete für Radio Bremen II Kulturell. Diverse Krimi-, Prosa- und Lyrik-Publikationen. Ihr Kochbuch „Küsten-Sushi“ erfreut sich großer Beliebtheit. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Hamburg.


Titel: Rembrandt sehen und sterben
Erscheinungsdatum: März 2015
Autor: Gundula Thors
ISBN: 978-3-89841-755-6
Format: 190 x 125 mm, Taschenbuch
Umfang: 240 Seiten
Ladenpreis: 12,80 €
Verlag: Schardt Verlag

Gesellschaft Feministischen Lesens

Die Gesellschaft Feministischen Lesens lädt am

Samstag, 13.2.2016, 12.00 Uhr

zu ihrem nächsten Treffen ein.

Die GFL wurde anlässlich einer Filmvorführung zu 2nd Wave-
Feminismen gegründet. Wir, Conny und Maria, wollen uns
gemeinsam mit anderen queeren FeministInnen die literarischen
Früchte und Persönlichkeiten des 2nd Wave genauer ansehen und
einen festen queeren Termin schaffen, zu dem sich lese- und
diskussionsfreudige FeministInnen spontan hinzugesellen können.

Weitere Termine: 27.2., 12.3., 2.4.2016, jeweils 12 Uhr
Damit wir abschätzen können, wie viele von euch kommen, bitten
wir um eine kurze Mail (Betreff: GFL-Treffen) an:

Conny: Connyvlessel@yahoo.de
oder
Maria: m.huber.ma01@gmail.com

One Billion Rising

Wir tanzen mit!

Aufruf zu ONE BILLION RISING am 14. Februar

Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt.

Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen (one billion), denen Gewalt angetan wird … ein unfassbares Gräuel.

Am 14. Februar läd der V-Day eine Milliarde Frauen dazu ein, raus zu gehen, zu tanzen und sich zu erheben, um das Ende dieser Gewalt zu fordern. Eine Milliarde Frauen – und Männer – überall auf der Welt. Wir zeigen der Welt unsere kollektive Stärke und unsere globale Solidarität über alle Grenzen hinweg. Zeig auch Du der Welt am 14. Februar, wie EINE MILLIARDE aussieht. Am 14. Februar sieht sie aus wie eine REVOLUTION.
Macht alle mit!

Eine Milliarde (one billion) tanzender Frauen. Das ist eine Revolution!

ONE BILLION RISING … ist ein globaler Streik, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit.

ONE BILLION RISING…das bedeutet, ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.

ONE BILLION RISING…zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

Auch in Hamburg geht’s wieder los mit Tanzen:

„ONE BILLION RISING…zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

Am 06.02. treffen wir uns um die eigens entwickelte Choreografie zu der Musik „Break the Chain“ (Zerbrich die Ketten) von Tena Clark einzuüben. Die Hymne der Kampagne.

Und am 14.02. geht es dann gemeinsam auf die Straße in der City in Altona und in der Schanze. Die Orte werden noch bekannt gegeben.

WE ARE RISING!“

Wer braucht Feminismus? Vernissage

im Mercado, (beim Bahnhof Altona) Ottenser Hauptstraße 10, 22765 Hamburg

Gäste: Jasmin Mittag (Initiatorin der Ausstellung), Katharina Fegebank (Senatorin für Gleichstellung und Zweite Bürgermeisterin) und weitere. Musik: Invitation

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„Wer braucht Feminismus?“ I

21.02.2016, 12 Uhr: Feministische Solidarität mit Geflüchteten. Polit-Brunch in Koop. m. filia. Mit Vertreter_innen von Women in Exile, Lampedusa in Hamburg und der Queer Refugeess Support-Gruppe,  Moderation: Tanja Chawla (Sozialökonomin, Supervisorin)
Ort: Saal der W3 Nernstweg 34

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„Wer braucht Feminismus?“ II

24.02.2016, 18 Uhr: Was tun bei Sexismus im Alltag und im Netz? Workshop
in Koop. m. Frauenwerk der Nordkirche. Mit Melanie Trommer (Köln, Bloggerin, Soziologin)
Ort: Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54

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Gesellschaft Feministischen Lesens

Die Gesellschaft Feministischen Lesens lädt am

Samstag, 27.2.2016, 12.00 Uhr

zu ihrem nächsten Treffen ein.

Die GFL wurde anlässlich einer Filmvorführung zu 2nd Wave-
Feminismen gegründet. Wir, Conny und Maria, wollen uns
gemeinsam mit anderen queeren FeministInnen die literarischen
Früchte und Persönlichkeiten des 2nd Wave genauer ansehen und
einen festen queeren Termin schaffen, zu dem sich lese- und
diskussionsfreudige FeministInnen spontan hinzugesellen können.

Weitere Termine: 12.3., 2.4.2016, jeweils 12 Uhr
Damit wir abschätzen können, wie viele von euch kommen, bitten
wir um eine kurze Mail (Betreff: GFL-Treffen) an:

Conny: Connyvlessel@yahoo.de
oder
Maria: m.huber.ma01@gmail.com

„Wer braucht Feminismus?“ III

28.02.2016, 14 Uhr: „Wir kennen eben niemanden“ – weißen Feminismus kritisch hinterfragen & verändern. Workshop in Koop. m. filia Mit Julia Lemmie (Trainerin, Coach und Performerin)
Ort: Saal der W3, Nernstweg 34

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„Wer braucht Feminismus?“ IV

29.02.2016, 19 Uhr: Wie kommt der Feminismus endlich in die Arbeitswelt? Diskussionsveranstaltung in Koop. m. FLAKS. Mit Prof. Dr. Ingrid-Kurz-Scherf (Politikwiss.), Sandra Goldschmidt (verdi Hamburg), Angelika Hunttgeburth (Dolle Deerns e. V.)
Ort: FLAKS, Alsenstraße 33

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„Wer braucht Feminismus?“ V

03.03.2016, 19.30 Uhr: Feminismus heute: Was brauchen und was wollen wir?, Diskussionsveranstaltung mit Mithu L. Sanyal (Autorin, Journalistin), Julia Korbik (Autorin, Journalsitin), Hengameh Yaghoobifarah (MISSY MAGAZINE)
Ort: Bücherhalle Altona im Mercado

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Feminismus – ein Dialog der Generationen

Sonntag, 6. März 2016, 12.00-15.00 Uhr

Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Ausstellung zum 8. März „Wer braucht Feminismus?“

Politbrunch

Bei dieser Veranstaltung kommen Frauen verschiedenen Alters und verschiedener Geschichte(n) miteinander ins Gespräch und tauschen ihre Ansichten und Meinungen darüber aus, welche Bedeutung Feminismus für sie hatte oder immer noch hat, wie es ihr Leben beeinflusst hat oder was sie sich wünschen. Anschließend gibt es die Gelegenheit, bei Kaffee und Croissants mit allen ins Gespräch zu kommen.

Moderation: Katrin Jäger, Journalistin

„Wer braucht Feminismus?“ VI

06.03.2016, 12 Uhr: Feminismus – ein Dialog der Generationen. Polit-Brunch in Koop. m. DENKtRÄUME. Moderation: Katrin Jäger (Journalistin)
Ort: hamburger frauenbibliothek, Grindelallee 43

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Internationaler Frauentag

Am Internationalen Frauentag beteiligt sich DENKtRÄUME an Aktionen und Veranstaltungen des Hamburger Frauenbündnisses 8. März, das sich anlässlich seines 100. Geburtstags gebildet hat.

 

Programm 2016 – Frauen bewegen heute … Hier als pdf-Datei

8. März 2016, 19:45 Uhr

Suffragettes-musicSondervorführung: Film:

„Suffragette – Taten statt Worte“,
GB 2015, R: Sarah Gavron, D: Carey Mulligan, Helena Bonham Carter, Meryl Streep

Abaton-KinoAllende-Platz 3, 20146 Hamburg

Nur für Frauen, Eintritt: frei – Spenden erwünscht. Anmeldung erforderlich: landesfrauenrat.HH@c-creischer.de – Betreff „Abaton“

 

Weiteres Programm:

Mi 2. März 2016

ganztägig
Ausstellung „Wer braucht Feminismus?“
Mercado, Ottenser Hauptstraße 10, 22765 Hamburg

20 Uhr
Film „SEXarbeiterin“
HAW, Alexanderstraße 1, 20099 Hamburg

Fr 4. März 2016

12 Uhr
Vorstellung „DGB-Frauendatenreport“ für Presse, Gewerkschafterinnen und Interessierte mit anschließendem Sektempfang
Raum 10.32, Ebene 10 des Gewerkschaftshauses (DGB), Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg

19 Uhr
Podiumsdiskussion „Frauen und AIDS“ mit Expertinnen, moderiert von Kersten Artus, Kuratorin Hamburgische Regenbogenstiftung
Aids-Hilfe Hamburg, Lange Reihe 30–32, 20099 Hamburg

So 6. März 2016

12–15 Uhr
Feminismus – ein Dialog der Generationen
Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Wer braucht Feminismus?“ vom 18.2.-9.3.2016
hamburger frauenbibliothek, Grindelallee 43, 20146 Hamburg

Di 8. März 2016

10.30–12.30 Uhr
„Frauen auf der Flucht“ Rahel Temesgen, Leiterin eines Flüchtlingsheims, berichtet über ihren Alltag (Möglichkeit, in der Kantine zu essen)
DESY, Frauenvertretung/Gleichstellungsbeauftragte, Notkestr. 85, 22607 Hamburg (Bahrenfeld)

17 Uhr
Filmvorführung „Malala“

Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

18–21 Uhr
Traumatisierung durch Flucht, mit Mahshid Saadat, Diplom-Psychologin, haveno (Psychotherapie und interkulturelle Kommunikation), Hamburg, Dagmar Krok, Frauenwerk der Nordkirche, Anmeldung hier.
Frauenwerk der Nordkirche, Dorothee-Sölle-Haus, Königstr. 54, 22767 Hamburg

20 Uhr
Trude träumt von Afrika | LOLA Kabarett-Wochen | „BEST OF – Wunschkonzert“
LOLA Kulturzentrum e.V., Lohbrügger Landstraße 8, 21031 Hamburg

Mi 9. März 2016

18 Uhr
Finissage „Wer braucht Feminismus?“
Mercado, Ottenser Hauptstraße 10, 22765 Hamburg

Do 10. März 2016

10–16 Uhr
„Wer führt – wenn nicht SIE?“ Ein Workshop für Frauen mit Petra Sorge dos Santos, CL!C, in Zusammenarbeit mit Sybille Ahlborn, Beauftragte für Chancengleichheit der Arbeitsagentur Hamburg
Arbeitsagentur Hamburg, Großer Sitzungssaal, Kurt-Schumacher-Allee 16, 20097 Hamburg

10–16 Uhr
Reflektieren – Orientieren – Aktivieren? Eine Veranstaltung der  Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – Landesverband Hamburg – Ausschuss für Gleichstellungs- und Genderpolitik – Que(e)rschnitt
GEW-Geschäftsstelle / Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 13, 20148 Hamburg

So 13. März 2016

10.45 Uhr
Rathausführung „Auf den Spuren von Frauen“ mit Peri Arndt, SPD Bürgerschaftsabgeordnete, und Katja Karger, Vorsitzende DGB Hamburg | Anmeldung erforderlich: hamburg@dgb.de Rathaus Hamburg, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

 

FIBAußerdem findet im zweijährigen Rhythmus zum Internationalen Frauentag in der Handelskammer Hamburg das Frauennetzwerktreffen Frauen im Blick statt, auf dem die hamburger frauenbibliothek und DENKtRÄUME auch regelmäßig mit einem Stand vertreten sind.

„Frauen im Blick – Frauen bewegen heute“

Montag, 7. März 2016, um 18.00 Uhr, in der
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Eintritt frei

Anlässlich des Internationalen Frauentags laden wir Sie zu einem spannenden (Feier-)Abend in die Handelskammer ein! Sie werden wieder ausgiebig Gelegenheit zum Austauschen, Diskutieren und Netzwerken haben. Bei Snacks und Getränken können Sie sich über zahlreiche Frauennetzwerke und -verbände informieren, die sich auf der traditionellen „Netzwerkmeile“ im großen Börsensaal präsentieren werden. Unter dem Motto „Frauen bewegen heute“ werden spannende Frauen über persönliches Engagement in Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft diskutieren.

Eine Initiative von:

Landesfrauenrat Hamburg e.V.
Schöne Aussichten – Verband selbständiger Frauen e.V.
Handelskammer Hamburg

 

 

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Hier gibt’s mehr zur Geschichte des Internationalen Frauentags:

 

Wer braucht Feminismus? Finissage

09.03.2016, 18 Uhr: Finissage der Ausstellung im Mercado

Mit Yasmin Hafedh (Wien, feministischer Rap und Slam Poetry) und weiteren Gästen

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Gesellschaft Feministischen Lesens

Die Gesellschaft Feministischen Lesens lädt am

Samstag,12.3.2016, 12.00 Uhr

zu ihrem nächsten Treffen ein.

Die GFL wurde anlässlich einer Filmvorführung zu 2nd Wave-
Feminismen gegründet. Wir, Conny und Maria, wollen uns
gemeinsam mit anderen queeren FeministInnen die literarischen
Früchte und Persönlichkeiten des 2nd Wave genauer ansehen und
einen festen queeren Termin schaffen, zu dem sich lese- und
diskussionsfreudige FeministInnen spontan hinzugesellen können.

Weitere Termine: 2.4.2016, jeweils 12 Uhr
Damit wir abschätzen können, wie viele von euch kommen, bitten
wir um eine kurze Mail (Betreff: GFL-Treffen) an:

Conny: Connyvlessel@yahoo.de
oder
Maria: m.huber.ma01@gmail.com

Gesellschaft Feministischen Lesens

Die Gesellschaft Feministischen Lesens lädt am

Samstag, 2.4.2016, 12.00 Uhr

zu ihrem nächsten Treffen ein.

Die GFL wurde anlässlich einer Filmvorführung zu 2nd Wave-
Feminismen gegründet. Wir, Conny und Maria, wollen uns
gemeinsam mit anderen queeren FeministInnen die literarischen
Früchte und Persönlichkeiten des 2nd Wave genauer ansehen und
einen festen queeren Termin schaffen, zu dem sich lese- und
diskussionsfreudige FeministInnen spontan hinzugesellen können.

Weitere Termine: folgen
Damit wir abschätzen können, wie viele von euch kommen, bitten
wir um eine kurze Mail (Betreff: GFL-Treffen) an:

Conny: Connyvlessel@yahoo.de
oder
Maria: m.huber.ma01@gmail.com

 

In unseren Räumen – Becker:

Ist Trauern noch normal?

Kurzvortrag im Rahmen der Informationsveranstaltung zur Ausbildung für Frauen
„Seelfrau – Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

Der Umgang mit eigener und fremder Trauer ist ein gesellschaftliches Trendthema und Gegenstand einer zunehmend unübersichtlich werdenden Fach- und Selbsthilfe-Literatur. Dass Sterben, Tod und Trauer in der Öffentlichkeit wieder an Bedeutung gewinnt, ist in unserer rationalen Welt durchaus wünschenswert und sicher auch ein Verdienst der zunehmenden Anzahl von Frauen, die sich professionell damit auseinandersetzen. Bis vor wenigen Jahren beispielsweise, waren Frauen als Bestatterinnen kaum vorstellbar und hatten sich in einer reinen Männerdomäne zu behaupten.
Dennoch hat der Trend zur Professionalisierung von Trauerbegleitung nicht nur positive Seiten: So wird die Trauer – diese so normale, menschliche Reaktion auf ein Verlusterlebnis – zunehmend pathologisiert. Sollte die US-amerikanische psychiatrische Klassifizierung von Trauer auch in Deutschland offiziell Fuß fassen, wird er vor allem Frauen treffen, denn bisher sind es mehr Frauen als Männer, die professionelle Hilfe bei der Trauerverabeitung in Anspruch nehmen.

seelfrauAn diesem Abend wirft Andrea Martha Becker in einem kurzen Impulsreferat einen Blick auf die positive aber auch negative Entwicklung des neuen Interesses an Trauer. Im Anschluss daran leitet sie über zum historischen Hintergrund der „Seelfrauen“
des Mittelalters – und auf ihre seit 2010 bestehende gleichnamige Ausbildung für Frauen. Diese Ausbildung ist an neuesten Ansätzen der Trauer- und Sterbebegleitung orientiert und knüpft gleichzeitig an altes Frauenwissen an.

Andrea Martha Becker: Trauerbegleiterin (ITA), Sterbebegleiterin (Hospizdienst Bergedorf e.V.), Dipl.-Theologin, Pflegefachkraft, Kommunikationstrainerin, Aufstellungsreleasing

Dienstag, 5. April 2016, 19.00 Uhr

Eintritt frei!

Eine Anmeldung ist wünschenswert aber nicht zwingend.
Kontakt: info@seelfrau.de – www.seelfrau.de

 

In unseren Räumen: Gesellschaft Feministischen Lesens

Die Gesellschaft Feministischen Lesens lädt am

Samstag, 23.4.2016, 12.00 Uhr

zu ihrem nächsten Treffen ein.

Die GFL wurde anlässlich einer Filmvorführung zu 2nd Wave-
Feminismen gegründet. Wir, Conny und Maria, wollen uns
gemeinsam mit anderen queeren FeministInnen die literarischen
Früchte und Persönlichkeiten des 2nd Wave genauer ansehen und
einen festen queeren Termin schaffen, zu dem sich lese- und
diskussionsfreudige FeministInnen spontan hinzugesellen können.

Weitere Termine: 21.5.2016

Damit wir abschätzen können, wie viele von euch kommen, bitten
wir um eine kurze Mail (Betreff: GFL-Treffen) an:

Conny: Connyvlessel@yahoo.de
oder
Maria: m.huber.ma01@gmail.com

Polit-Café

Positionen und Diskussionen zu aktuellen feministischen Debatten … mit Kaffee, Tee, Croissants und Brezeln … und diesmal zwei Referentinnen vom Feministischen Institut Hamburg: Tina Habermann und Katrin Schmid.

Sonntag, 24. April 2016, 12.00 – 15.00 Uhr

Die Anderen und unsere Frauen …

rasssexFoto von: www.sozialismus.info

Anhand der Debatte um sexuelle Übergriffe in Köln und Hamburg in der Silvesternacht stellen wir zweierlei heraus: Weder weiße deutsche Männer, die nun über Frauenrechte reden, noch die Polizei sind Bündnispartner in feministischen Kämpfen. Und Deutschland hat als gesamte Gesellschaft ein Sexismus- und ein Rassismusproblem.

Die neuen „Frauenrechtler“

Uns stößt es auf, dass sich in den letzten Monaten wieder vermehrt weiße deutsche Männer die Deutungshoheit über Sexismus aneignen und auf einmal Frauenrechte oder gar das Recht auf homosexuelle Lebensführung durchsetzen wollen. Es geht dabei in keinem Moment um die Emanzipation oder gar die Selbstverteidigung von Frauen. Diese weißen deutschen Männer wollen ihre Hegemonie, ihr Anrecht auf die deutschen Frauen durchsetzen.

Es gibt ein neues Wir, ein vereintes Wir gegen Frauenfeinde – und wenn diese doch so ersichtlich mit den „fremden Kulturen“ in Form von Flüchtlingen einreisten, dann müsse dies eben gemeinsam verhindert werden.

Doch es gibt einen weiteren Effekt des Diskurses: Frauen werden erneut zum Schweigen gebracht, zu Opfern gemacht, es gelte sie zu beschützen und ein weiteres Mal steht im Raum, wie sie denn ihr Verhalten introvertieren sollten, um sich vor Sexualisierungen in Sicherheit zu bringen.

Frauen sind nach wie vor nicht die aktiven Subjekte im Mediendiskurs

Wie oben ausgeführt, werden die „anderen“ Männer zu Tätern, „deutsche“ Männer die Beschützer. Letztere haben das aufgeklärte Frauenbild, so wird sich präsentiert.

Im medialen Diskurs werden nicht nur die Stimmen der betroffenen Frauen zum Verstummen gebracht, sondern auch ihre gesellschaftliche Position. Sind sie wirklich alle – wie durch die Nicht-Benennung impliziert wird – weiß und deutsch?

Rassistischen Zuschreibungen folgen rassistische Praxen

Die in rassistische Diskurse einsteigende und diese in männlich hegemonialer Weise pushende Wiederentdeckung von Frauenrechten ist nicht neu. Wir fallen nicht darauf herein und wünschen uns – nein fordern – von Feminist_innen, sich klar dagegen zu positionieren. Parallelen lassen sich ziehen zu den Debatten um Zwangsheirat, um Menschenhandel, um Beschneidung. Es ist notwendig, sich mit dem sexistischen Verhalten von Männern auseinanderzusetzen.

Aber solange der Kontext rassistisch ist, innerhalb von Stunden Forderungen nach „Abschiebung“ laut werden und zugeschriebene Herkunft oder Religion unzulässig generalisiert werden, beteiligen wir uns NICHT an dieser Debatte! (11.1.2016/http://www.feministisches-institut.de/sexismus_rassismus_koeln/)

Tina Habermann ist aktiv in theoretischen und anderen praxisbezogenen Auseinandersetzungen um die Themen Feminismus, Stadtpolitik sowie gesellschaftliche Ein- und Ausschlüsse. Mal am Computer, mal auf der Straße, mal in Diskussionsrunden bringt sie sich innerhalb dieser umkämpften Felder ein. Sie analysiert Gegebenes mal kritisch mal solidarisch und agiert in Widerständen auf den Wegen zu einer Gesellschaft, die für all diejenigen lebbar wird, die bislang in unterschiedlichsten Facetten mit den Zumutungen eines ausgrenzenden Systems konfrontiert sind.

Katrin Schmid

Eintritt: 3 € – Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg (beantragt)

In unseren Räumen – Institut für Glücksforschung

Seit Jahren wird in der BRD und auch in anderen europäischen Ländern über die Idee
eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) diskutiert. Während die Hartz 4 Reformen Erwerbslose zu den Tafeln und in die Niedriglohnjobs treiben, wird geschwafelt, gerechnet und geträumt.
 
Göttin sei Dank macht eine bislang unauffällig durchs Leben ziehende Aquarellmalerin in prekärer Lebenslage und begeisterte Anhängerin dieser Idee, die scheinbar durch einen Zufall zu Geld gekommen ist, endlich Ernst mit dem BGE.
„Das Institut für Glücksforschung“ ist mehr als ein unveröffentlichter Roman: Es ist ein femininer „Denktraum“ und sollte nirgendwo anders als in der gemütlichen Bibliothek von Denkträume seine Jungfernfahrt in die Ohren der ZuhörerInnen aufnehmen.
 
Eintritt von 2 € bis 10 € nach Selbsteinschätzung
 
Lesung mit Diskussion von St. Sinn
 
Drei Lesungen, immer am letzten Dienstag im Monat von 19-21 Uhr, nächste Lesungen:

28.06.2016 und 30.08.2016
 

Dienstag, 26. April 2016, 19.00 Uhr

 

Tag der Frauenarchive

Foto: Basis Film-Verleih, Berlin

Der 11. Mai, der Geburtstag der jüdischen Schriftstellerin Rose Ausländer, ist von den im Dachverband i.d.a. zusammengeschlossenen deutschsprachigen Frauenarchiven (aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien) zum “Tag der Frauenarchive” ernannt worden.

In unseren Räumen: Gesellschaft Feministischen Lesens

Die Gesellschaft Feministischen Lesens lädt am

Samstag, 21.5.2016, 12.00 Uhr

zu ihrem nächsten Treffen ein.

Die GFL wurde anlässlich einer Filmvorführung zu 2nd Wave-
Feminismen gegründet. Wir, Conny und Maria, wollen uns
gemeinsam mit anderen queeren FeministInnen die literarischen
Früchte und Persönlichkeiten des 2nd Wave genauer ansehen und
einen festen queeren Termin schaffen, zu dem sich lese- und
diskussionsfreudige FeministInnen spontan hinzugesellen können.

Weitere Termine: folgen

Damit wir abschätzen können, wie viele von euch kommen, bitten
wir um eine kurze Mail (Betreff: GFL-Treffen) an:

Conny: Connyvlessel@yahoo.de
oder
Maria: m.huber.ma01@gmail.com

Selbsterlesenes von Frauen aus Ost und West

Die Literaturgruppe des endlich-Salons liest und kommentiert „frauenbewegte“ Texte  aus der DDR und der BRD der 70er und 80er Jahre. Dabei werden Erinnerungen geweckt, aber auch etliche neue Erkenntnisse zutage gefördert, die im Anschluss bei Kaffee und Kuchen gemeinsam ausgetauscht und diskutiert werden können.

Die Literaturgruppe  des endlich-Salons setzt sich zusammen aus Frauen, die in der BRD und in der DDR sozialisiert wurden, wodurch sich zum Teil unterschiedliche Wahrnehmungen von Literatur von Frauen ergeben.

Treibende Kraft dieser Literaturgruppe war Karin Wilsdorf,(Mitbetreiberin des Hotel Hanseatin und des Café endlichs). Sie ist im Sommer letzten Jahres gestorben, deshalb wollen wir mit dieser Lesung ihrer gedenken.

Sonntag, 29. Mai 2016, 15.00 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

In unseren Räumen – Institut für Glücksforschung

Seit Jahren wird in der BRD und auch in anderen europäischen Ländern über die Idee
eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) diskutiert. Während die Hartz 4 Reformen Erwerbslose zu den Tafeln und in die Niedriglohnjobs treiben, wird geschwafelt, gerechnet und geträumt.
 
Göttin sei Dank macht eine bislang unauffällig durchs Leben ziehende Aquarellmalerin in prekärer Lebenslage und begeisterte Anhängerin dieser Idee, die scheinbar durch einen Zufall zu Geld gekommen ist, endlich Ernst mit dem BGE.
„Das Institut für Glücksforschung“ ist mehr als ein unveröffentlichter Roman: Es ist ein femininer „Denktraum“ und sollte nirgendwo anders als in der gemütlichen Bibliothek von Denkträume seine Jungfernfahrt in die Ohren der ZuhörerInnen aufnehmen.
 
Eintritt von 2 € bis 10 € nach Selbsteinschätzung
 
Lesung mit Diskussion von St. Sinn
 
Drei Lesungen, immer am letzten Dienstag im Monat von 19-21 Uhr, nächste Lesung: 30.08.2016
 

Dienstag, 28. Juni 2016, 19.00 Uhr

 

Stadtrundgang: Lesbisches Leben in Hamburg

Lesbisches Leben fand fast immer im Verborgenen statt. Trotzdem können wir Spuren und die Geschichten dahinter immer noch entdecken. Wir wollen in diesem Stadtrundgang lesbische Orte von der Vergangenheit bis in die Gegenwart erlaufen und das lesbische Leben in Hamburg wiederentdecken. Dazu laden wir alle interessierten Menschen ein.

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden11728742_1135518109798142_5227448821724922766_o.

Treffpunkt: Hotel Hanseatin, Dragonerstall 11, 20355 Hamburg

Sonntag, 7. August 2016, 15.00 Uhr

Kosten: frei / Spende gern gesehen

Oben ein Bild vom Stadtrundgang 2015 und HIER ein ausführlicher Bericht von den ver.di-Frauen dazu.

 

In unseren Räumen – Institut für Glücksforschung

Seit Jahren wird in der BRD und auch in anderen europäischen Ländern über die Idee
eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) diskutiert. Während die Hartz 4 Reformen Erwerbslose zu den Tafeln und in die Niedriglohnjobs treiben, wird geschwafelt, gerechnet und geträumt.
 
Göttin sei Dank macht eine bislang unauffällig durchs Leben ziehende Aquarellmalerin in prekärer Lebenslage und begeisterte Anhängerin dieser Idee, die scheinbar durch einen Zufall zu Geld gekommen ist, endlich Ernst mit dem BGE.
„Das Institut für Glücksforschung“ ist mehr als ein unveröffentlichter Roman: Es ist ein femininer „Denktraum“ und sollte nirgendwo anders als in der gemütlichen Bibliothek von Denkträume seine Jungfernfahrt in die Ohren der ZuhörerInnen aufnehmen.
 
Eintritt von 2 € bis 10 € nach Selbsteinschätzung
 
Lesung mit Diskussion von St. Sinn
 
 

Dienstag, 30. August 2016, 19.00 Uhr

 

„Ein Mann ist keine Altersvorsorge“

sickWarum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist

Vortrag von Helma Sick, Buchautorin, BRIGITTE-Kolumnistin und Inhaberin von frau & geld Helma Sick, Finanzdienstleistungen für Frauen

Viele Frauen stehen heute finanziell auf eigenen Füßen. Aber es gibt immer noch Frauen, die sich auf einen Versorger verlassen und darauf vertrauen, dass die große Liebe schon hält. Die Realität sieht leider anders aus. Nach einer Trennung droht gerade Frauen, die ihren Beruf für die Familie aufgegeben haben, häufig eine schmerzhafte Altersarmut.

Helma Sick räumt in ihrem Vortrag auf mit Illusionen, Vorurteilen und falschen Anreizen. An konkreten Beispielen zeigt sie, was überholte Rollenvorstellungen im Leben von Frauen anrichten – und was die Politik und Frauen selbst dagegen tun können.

Mittwoch, 21. September 2016, 19.00 Uhr

Kooperationsveranstaltung mit Landesfrauenrat Hamburg e. V. logo_lfrund Kris Hauf – Private Vermögensbetreuung

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg 

Eintritt: 5 €

hauf

 

 

Anmeldung: info@denktraeume.de oder telefonisch: 040/450 06 44

In unseren Räumen – Richter:

Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen.

In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 22. September 2016, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

Monika RichterMonika Richter, freiberufliche Referentin,
Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen
Themen:
  • Konstruktive Kommunikation
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Familiengeheimnisse und Tabus
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Kriegstraumata in der Altenpflege

 

Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

Jeweils am Donnerstag, 19:00–21.30 Uhr:
29. Sept., 13. Okt., 27. Okt., 10. Nov., 24. Nov. und 8. Dez. 2016

Kosten: 110,00 Euro inkl. Material,

Für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung erforderlich.
Kontakt: Richter.effektiv@web.de

Spaziergang durch die FrauenFreiluftGalerie Hamburg

Entlang der Großen Elbstraße, vom Fischmarkt bis Neumühlen, ist in den letzten 22 Jahren die FrauenFreiluftGalerie Hamburg entstanden. 15 Gemälde der open air-Galerie am  Elbufer  erzählen vom Wandel weiblicher Wirtschaftskraft in Hamburgs Hafen von 1900 bis heute.

Foto: FrauenFreiluftGalerie

Foto: FrauenFreiluftGalerie

Der Spaziergang öffnet Fenster in unzugängliche Arbeitswelten:  wenig bekannte Geschichte(n) von Frauen in Hafenjobs heute und früher, ob Tallyfrau, Binnenschifferin, Ingenieurin im Container Terminal, Rollmopsdreherin aus Portugal, Sexarbeiterin am Straßenstrich, philippinische Seemannsbetreuerin, Kaffeeverleserin in Zeiten des großen Hafen-Streiks 1896 und Zwangsarbeiterin im Hafen der Kriegsjahre – gestaltet von Hamburger und internationalen Künstlerinnen.

 

Das autonome Projekt FrauenFreiluftGalerie Hamburg ist eine kulturelle „Perlenkette“ der besonderen Art, denn hier am Elbe-Nordufer vollzieht sich ein gewaltiger Umwandlungsprozess von Arbeits- und Lebenswelten. Die Hamburger Wandmalerin Hildegund Schuster und die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth von Dücker, leiten die seit 1994 bestehende Galerie.

Diese Rund-um-die-Uhr- Galerie  finanziert sich durch öffentliche sowie private Gelder und eigenes Engagement.

Dr. Elisabeth von Dücker

Kunst- u. Kulturhistorikerin. „Dr. Elisabeth von Dücker, hat als Kustodin am Museum derArbeit in Hamburg 1997 die Abteilung „Frauen und Männer – Arbeitswelten / Bilderwelten“ konzeptionell gestaltet und damit auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede aufmerksam gemacht – ein Schritt auf Neuland in der deutschen Museumslandschaft. Auch das von ihr initiierte, von der Frauenhafengruppe mit 22 Frauen gestaltete Wandbild zu 100 Jahren Frauenarbeit im Hamburger Hafen erregte bundesweite Aufmerksamkeit: unbekannte Frauengeschichte war im öffentlichen Raum sichtbar gemacht worden. Aktualisierte Gemälde sind an der Hafenkante zu besichtigen. Mit der europaweit ersten, großen kulturgeschichtlichen Ausstellung „SEXARBEIT“ zur Lebens- und Arbeitswelt von Prostituierten gelang der Museumswissenschaftlerin ein Beitrag zur Aufklärung und Enttabuisierung des gesellschaftlich stigmatisierten Themas Prostitution. Gleichzeitig entwickelte die Kustodin Diskussionen über den Wandel von Arbeit und Geschlechterrollen in der globalisierten Welt.“ (Landesfrauenrat Hamburg – zur Verleihung der „Hammonia“ 2008 an Elisabeth von Dücker)

Mittwoch, 28. September 2016, 17.00 – 19.00 Uhr

Unser Treffpunkt ist:  Große Elbstraße 132:  vor der Seemannsmission / Haifischbar, am Holzhafen / Altonaer  Fischmarkt.

Kosten: frei / Spende gern gesehen

Rollstuhlfahrer/innen: alle Gemälde sind ohne Treppen o. ä. ansteuerbar

Mit den Öffentlichen erreichbar: per S-Bhf. Königstraße (S 1 /  3, Ausgang Behnstraße), Fußweg ca. 12 Min. Oder per Bus Nr. 111  ab Bhf. Altona (ca. 8 min.)  bis Haltestelle Sandberg (gleich bei der Seemannsmission).

Spaziergang auch bei leichtem Regen.

www.frauenfreiluftgalerie.de

Nicht zwei, sondern tausend Möglichkeiten

Von Rollenklischees, Gendermarketing und Geschlechternormierung

Jungen ergreifen einen Beruf, Mädchen werden Prinzessin

Wer im Kaufhaus in die Spielzeugabteilung hinauffährt, taucht in einer zweigeteilten Welt wieder auf. Ein ganzes Stockwerk ist unterteilt in zwei Zonen: Auf der einen Seite markieren blassrosa und pink, „was Mädchen mögen“. Auf der anderen Seite sind die Verpackungen vorwiegend schwarz und dunkelblau und kennzeichnen das Spielzeugreich der Jungen. Almut Schnerring und Sascha Verlan setzen sich in ihrem Buch „Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees“ mit den allgegenwärtigen Geschlechterstereotypen auseinander, untersuchen, wie diese immer wieder reproduziert werden und diskutieren, wie wir ihnen entkommen können.

Die beiden Autor*innen stellen an diesem Abend einige Thesen ihres Buches vor. Nach einem Kommentar des Feministischen Instituts möchten wir in der anschließenden Diskussion gemeinsam über den aktuellen Backlash, die zunehmende Normierung von Geschlechterrollen, über alltägliche geschlechtliche Zuweisungen von Verhaltensweisen und Produkten, über die Zusammenhänge von Ungleichstellung in der Erwachsenenwelt und ihre Anfänge im Kinderzimmer diskutieren.

Almut Schnerring und Sascha Verlan, Autor*innen des Buches „Die Rosa-Hellblau-Falle“ über den Backlash im Kinderzimmer. Sie bloggen (http://ich-mach-mir-die-welt.de/rosa-hellblau-falle/), machen Hörfunk-Features und geben Workshops für alle, „die mit Kindern leben und arbeiten“.

Die-Rosa-Hellblau-Falle-Buchcover„Die Rosa-Hellblau-Falle“.
Für eine Kindheit ohne Rollenklischees

Schnerring, Almut; Verlan, Sascha
Verlag Antje Kunstmann
München 2014

Sonntag, 9. Oktober 2016, 12.00 Uhr

Ort: „Kölibri“, Hein-Köllisch-Platz 11/12, 20359 Hamburg

In Kooperation mit dem Feministischen Institut Hamburg und den Dollen Deerns, gefördert von der Stabsstelle Gleichstellung und geschlechtliche Vielfalt bei der Behörde für Wissenschaft, Forschung und GleichstellungBehörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

 

Lesung aus: „Vergewaltigung“

SanyalDie Autorin

Mithu M. Sanyal

liest aus ihrem neuen Buch

Vergewaltigung.
Aspekte eines Verbrechens

Edition Nautilus

Erscheint Ende August 2016

Dienstag, 25. Oktober 2016, 20.00 Uhr

Buchvorstellung und Gespräch | | In Kooperation mit Buchladen Osterstraßelogo_osterstraße

Veranstaltungsort: Buchladen Osterstraße | Osterstraße 171, 20255 Hamburg

Eintritt: 5 €

»Die Art, wie wir über Vergewaltigung denken, steht in einem erschütternden Verhältnis zu der Art, wie wir über Sex denken – und damit sind Sexualität und Geschlecht gleichermaßen gemeint.« Mithu Sanyal

„Die Silvesternacht 2015/16. Zu Tode misshandelte Frauen in Indien. Kachelmann, Polanski, Assange, Strauss-Kahn … Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten. Vergewaltigung hat nicht nur Auswirkungen auf die Betroffenen, sondern daran manifestiert sich die Haltung der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit. Doch trotz breiter medialer Berichterstattung gibt es bis zum heutigen Tag keine umfassende Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen. Diese Lücke füllt die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal. Sie zeichnet nach, wie wir als Gesellschaft über Vergewaltigung reden und wie sich das wiederum auf die Realität auswirkt. Vergewaltigung ist der dunkle Doppelgänger der Geschlechterverhältnisse. In keinem anderen Bereich halten sich die Vorstellungen von aktiver, aggressiver Männlichkeit und passiver, bedrohter Weiblichkeit so hartnäckig wie in dem der sexuellen und sexualisierten Gewalt. Sanyal betrachtet die Rolle, die Rassismus bei diesen Auseinandersetzungen spielt, was sexuelle Selbstbestimmung und Konsens wirklich bedeuten, und wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde.

Ausgehend von Sexualitätstheorien von Aristoteles bis Foucault, über die feministischen Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung, popfeministische Entwürfe und Social-Media-Aktionen wie #aufschrei und #ausnahmslos bis hin zu den Problemen, die im Laufe einer echten Reform des §177 StGB gelöst werden müssten, geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann.“ (Edition Nautilus)

Mithu M. Sanyal
© Charles Matthew

Dr. Mithu Melanie Sanyal, Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Journalistin. Feature- und Hörspielautorin für den Rundfunk, mehrfach ausgezeichnet. Referentin für Genderfragen und Dozentin an verschiedenen Universitäten, schreibt für Frankfurter Rundschau, taz, SPEX, Missy Magazine, VICE etc. Sie lebt in Düsseldorf.

Ihr Buch Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts (Wagenbach, 2009) wurde bisher in fünf Sprachen übersetzt. Zuletzt Co-Autorin von Ich bin kein Sexist, aber… (Orlanda).

Eine First Lady wie keine zuvor: Eleanor Roosevelt

Vortrag von Renate Kraft

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Eleanor Roosevelt with female reporters in the Treaty Room, 1933, after a press conference for female journalists. Photographer: Harris & Hewing (1933), Library of Congress

Kurz vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen, bei denen zum ersten Mal eine Frau gute Chancen hat, in das mächtigste politische Amt der Welt gewählt zu werden, lohnt es sich, einen Blick zurück zu werfen auf eine Frau, die zu ihrer Zeit eine der mächtigsten US-amerikanischen Politikerinnen war, obwohl sie nie ein Amt inne hatte: Eleanor Roosevelt mischte sich in den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in ihrer Rolle als Ehefrau des Präsidenten konsequent in die amerikanische Politik ein, realisierte sozialreformerische Projekte und unterstützte die Rechte und Einflussmöglichkeiten der Frauen in Politik und Gesellschaft. Was weniger bekannt ist: Im Weißen Haus lebte sie viele Jahre lang mit ihrer Lebensgefährtin Lorena Hickok, einer bekannten politischen Journalistin, zusammen.

Eleqanor

Franklin D. Roosevelt Presidential Library

Weder die Liebe zu Frauen noch das politische Engagement waren Eleanor Roosevelt in die Wiege gelegt: Als emotional vernachlässigte Tochter einer wohlhabenden Familie aus der so genannten Ostküstenaristokratie erfüllte sie zunächst alle gesellschaftlichen Erwartungen, die an sie gerichtet wurden. Schon in jungen Jahren nahm sie den Heiratsantrag des aufstrebenden Politikers Franklin Delano Roosevelt an und brachte nach der Heirat innerhalb von 10 Jahren 6 Kinder zur Welt. Ihr eigenes  Leben begann, als sie eine Liebesaffäre ihres Mannes entdeckte. Statt auf einer Scheidung zu bestehen, erklärte sie sich bereit, die Ehe formal aufrecht zu erhalten, und rettete damit die politische Karriere Franklin Roosevelts. Innerhalb dieses höchst konventionellen Rahmens gelang es Eleanor Roosevelt, ihr Leben in den folgenden Jahren höchst unkonventionell zu gestalten.

Mittwoch, 2. November 2016, 19.30 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Lesung und Diskussion mit Sineb El Masra

sineb-el-masrarDie Autorin liest aus ihren Büchern

Emanzipation im Islam

und

Muslimgirls

Sineb El Masrar wurde 1981 als Tochter marokkanischer Einwanderer in Hannover geboren. 2006 gründete sie das multikulturelle Frauenmagazin Gazelle, das sie als Herausgeberin und Chefredakteurin leitet. 2006 saß sie in der Arbeitsgruppe »Medien und Integration« im Kanzleramt. Von 2010–2013 war sie Teilnehmerin der Deutschen Islam-Konferenz. Sie lebt heute in Berlin.

Mittwoch, 9. November 2016, 19.00 Uhr

Eine Kooperationsveranstaltung mit verdi-Hamburg Frauen

Anmeldung bitte über: emilija.mitrovic@verdi.de

Veranstaltungsort:

Büchergilde – Buchandlung und Galerie

im Hamburger Gewerkschaftshaus

Frauenleben in China

Verschüttetes Wasser oder die Hälfte des Himmels?

2016_11_15 Bild Vortrag LFr Frauenleben alte Frau im HutongNach Mao steht Frauen die Hälfte des Himmels zu, im modernen China sind viele auch in leitenden Positionen zu finden. Über zweitausend Jahre lang waren Frauen jedoch durch familiäre Zwänge gebunden. Die Geburt eines Mädchens zählte nicht, denn eine Tochter war so viel wert wie verschüttetes Wasser. In ihrem ganzen Leben hatte eine Frau sich in feste Rollen einzufügen, fast ausschließlich durch Unterordnung geprägt.

 

Ilse Behrens, ehem. 2. Vorsitzende des Landesfrauenrats, Vorstand Hamburger China-Gesellschaft, hat mehrere frauenpolitische Studienreisen nach China geleitet und die Autorin Eva Siao persönlich kennengelernt, die ihr Leben in Maos China beschreiben hat. Auch weitere Literatur über Tradition und Moderne soll erläutert werden.

Dienstag, 15. November 2016, 18.00 Uhr

China Time LogoIm Rahmen von China Time 2016

7.-25.11.2016

Kooperationsveranstaltung mit Landesfrauenrat Hamburg e. V.

Das Frauenradikal

FrauenradikalChinesisch in Sprache und Schrift

„Das ist ja Chinesisch!“ bedeutet meist: nicht zu verstehen. Tatsächlich ist die Schrift zunächst schwer lesbar, da sie nicht aus Buchstaben, sondern aus Silben besteht. Diese haben wiederum meist zwei Bestandteile, deren eines, das Radikal, die Bedeutung anzeigt. Es gibt über 230 Radikale, z. B. für die Elemente Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde, die sich mit wenig Übung schon herauslesen lassen. Andere Bestandteile lassen Körperteile wie Herz, Mund und Hand erkennen oder Eigenschaften wie groß, weiß, glänzend u. a. Schon durch das Erkennen der Radikale lassen sich viele Bedeutungen zuordnen, oft auch der traditionelle Zusammenhang. Zunächst sollen die Grundzüge der chinesischen Sprache und die Struktur der Schrift gezeigt werden.

Ilse Behrens, ehem. 2. Vorsitzende des Landesfrauenrates HH, wird anhand der Struktur der Schriftzeichen die Einbindung der Radikale für Mensch/Mann und Frau mit Beispielen erläutern. Sie hat mehrere frauenpolitische Studienreisen nach China geleitet und ist in der Hamburger China-Gesellschaft – HCG.

Mittwoch, 16. November 2016, 18.00 Uhr

China Time LogoIm Rahmen von China Time 2016

7.-25.11.2016

Kooperationsveranstaltung mit Landesfrauenrat Hamburg e. V.

In unseren Räumen: Übergänge.6

Übergänge.6 Eine Veranstaltung zum Mitgestalten

Sonntag, 18.12.2016 (4. Advent) von 15 – 18 Uhr

Lesung und Spiel zum Thema „Zukunft, Samen, Amen“

mit Monika Richter und Hannelore Wilke

und mit einem kleinen Kunsthandwerkerinnenmarkt

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Bei Kaffee, (Yogi)Tee, Punsch und Kerzenschein

Eintritt: 3 €, oder Beitrag für das gemeinsame Buffet

Für unsere „do it yourself“-Veranstaltungsreihe erbitte ich einen Beitrag, z.B. einen eigenen Text zu einem Erlebnis oder Zeitungsartikel (von max. 5 Minuten Länge), Bilder, oder auch sonstige künstlerische Zugaben zum Thema „Zukunft“ „Samen“ und „Amen“, die dich erfreut haben.

Angebote oder Rückfragen bis zum 7.12.2016 an Hannelore.Wilke@hamburg.de.

Bitte einen handlichen Gegenstand mitbringen, zum Thema „Zukunft“ „Samen“ oder „Amen“, mit dem du ein kleines Erlebnis verbindest, für ein von Monika Richter angeleitetes Spiel.

Veranstaltungsort:

hamburger frauenbibliothek & DENKtRÄUME
Grindelallee 43 (Sauerberghof)
20146 Hamburg

 

Winterpause!

Vom 21.12.2016 bis zum 3.1.2017 ist die hamburger frauenbibliothek geschlossen.

Ab Mittwoch, 4. Januar 2017 ist wieder regulär geöffnet.

Literatur-Café zu Irmgard Keun

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Foto: Verlag Kiepenheuer & Witsch

Anlässlich ihres Geburtstages am 6. Februar 1905 stellt das DENKtRÄUME-Team Biografisches sowie ausgewählte Texte aus dem Werk Irmgard Keuns vor.

Mit ihren Romanen Gilgi – eine von uns (1931) und Das kunst­sei­de­ne Mädchen (1932) trifft sie den Nerv der Zeit, den Lebenshunger junger Frauen in einer Krisenzeit, in einem am Film orientierten Schreibstil. Sie erhält glänzende Rezensionen, beide Romane werden in mehrere Sprachen übersetzt, und die junge Autorin ist auf einen Schlag im Ausland präsent, während in Deutschland ihre Karriere abbricht. Denn kaum sind die Nazis an der Macht, werden ihre Romane als „Asphaltliteratur mit anti­deutscher Tendenz“ verboten. Auf der Flucht und im Exil ver­fasst sie trotzdem drei Romane, in denen sie ihre Erlebnisse in Nazi-Deutschland (Nach Mitternacht, 1937) oder im Exil (D-Zug dritter Klasse; Kind aller Länder, 1938) verarbeitet. Das Ende des Krieges wartet sie illegal und anonym in Deutschland ab. Im Nachkriegsdeutschland kommt Irmgard Keun dann mit ihren bissigen Glossen und auch ihrem einzigen Roman (Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen, 1950) nie richtig an. Auch ihre Persönlichkeit und Lebensumstände spielten eine Rolle – alkoholkrank und medikamentensüchtig lebt sie mehrfach über Jahre in der geschlossenen Psychiatrie. Erst in den 1970er Jahren wurde sie (v. a. durch die Frau­enbe­we­gung) neu entdeckt. Beides, ihr Leben in seinem Auf und Ab zwischen Ruhm und Elend, und ihre freche, kunstvoll naive Rollenprosa, spiegelt sich bis heute im wiederholten Wechsel von Entdecken und Vergessen durch die literarische Öffentlichkeit. (zitiert nach: Sonja Hilzinger,Legendenumrankt: Irmgard Keun zum 105.

Im Herbst 2017 wird eine Werkausgabe im Wallmann-Verlag erscheinen. Dazu der Verlag: „Das Erscheinen der Keun-Werkausgabe verschiebt sich auf den Herbst 2017. Im Kölner Stadtarchiv wird –  wie sich erst jetzt ergeben hat – voraussichtlich im Herbst 2016 eine der wichtigsten lebens- und werkgeschichtlichen Quellen wieder zugänglich sein. Da diese für den Kommentar von entscheidender Bedeutung ist und möglicherweise auch Hinweise auf bislang nicht zu ermittelnde Keun-Texte enthält, haben die Herausgeber zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung beschlossen, dass die Ausgabe im Herbst 2017 und nicht, wie ursprünglich angekündigt, in Herbst 2016 erscheinen wird. […] Diese Neuausgabe präsentiert erstmals das Gesamtwerk Irmgard Keuns. Sie enthält alle erhaltenen Texte Keuns von der Weimarer Republik bis in die 1960er Jahre, darunter zahlreiche Wieder- und Neuentdeckungen. Es ist ein überraschend facettenreiches Werk, das neben den Romanen auch Kurzgeschichten und Satiren, Anti-Märchen und zeitkritische Glossen umfasst. Es zeigt die Autorin als scharfe und sensible Beobachterin der deutschen Zeitgeschichte und als eine Sprachkünstlerin, deren Rang immer noch zu entdecken ist.
In einem einleitenden Essay stellt die unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnete Schriftstellerin Ursula Krechel das vielschichtige und mitreißende Werk Irmgard Keuns vor. Der umfassende Kommentar von Heinrich Detering und Beate Kennedy erschließt die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte, die zeitgeschichtlichen und literarischen Kontexte und erzählerische Verfahren der Werke.“ (Wallmann-Verlag)

Sonntag, 5. Februar 2017, 15.00 Uhr

Biografisches zu Irmgard Keun auf FemBio

In unseren Räumen:

Geleit der Seele

Kurzvortrag im Rahmen der Informationsveranstaltung zu der Ausbildung für Frauen „Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

Dienstag, 14. März 2017, 19.00 – 20.30 Uhr

In fast allen Religionen und Kulturen, in denen es eine Bestattungskultur gibt, gibt es auch die Vorstellung, dass irgendetwas von uns den leiblichen Tod überdauert und danach noch ansprechbar bleibt. In unserem Kulturkreis nennen wir das „Seele“.

Die konkreten Vorstellungen darüber, was aus der Seele wird, wo sie nach dem Tod hingeht und was ihre letzte Bestimmung ist, sind dabei recht unterschiedlich. Im Allgemeinen jedoch gehört zu diesen Vorstellungen auch die Überzeugung, dass eine Seele Schwierigkeiten haben kann, ihren nachtodlichen Weg zu finden und in Frieden zu gehen. Wo dies der Fall ist, geht man davon aus, dass die noch Lebenden mit der verstorbenen Seele in Kontakt treten, Spannungen bereinigen und sie auf ihren Weg schicken – sie geleiten – können. Auch in der abendländischen Geschichte gibt es verschiedene Traditionen zu „Seelengeleit“.

seelfrauAndrea Martha Becker, Referentin und Leiterin der Ausbildung zur „Seelfrau“, wirft in einem kurzen Impulsreferat sowohl einen Blick auf einige Vorstellungen über das nachtodliche Treiben der Seele in ausgewählten Religionen, als auch auf zeitgemäße Kriterien und Formen des Geleits verstorbener Seelen in unserem Kulturkreis.

 Im Anschluss leitet sie über auf den historischen Hintergrund der sogenannten Seelfrauen des Mittelalters und auf die seit 2010 bestehende, gleichnamige Ausbildung für Frauen. Die Ausbildung ist an neuesten Ansätzen der Trauer- und Sterbebegleitung orientiert und knüpft gleichzeitig an altes Frauenwissen an.

 Eintritt frei!

Eine Anmeldung ist wünschenswert, aber nicht zwingend.

Stadtrundgang: „Von der Hökerin zur Kauffrau“

Frauenarbeit in Hamburg

Stadtrundgang zum Equal Pay Day 2017

HoekerinFrauen arbeiteten nicht nur im sozialen oder Bildungsbereich, sondern gerade auch in Hamburg im kauf“männischen“ Bereich. In einem Rundgang werden wir die Entwicklung von Frauenarbeit in Büro und Handel erlaufen und entdecken.

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden

Reingard Wagner/Karin Schönewolf

Sonntag, 19. März 2017, 15.00 Uhr

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Treffpunkt: Hopfenmarkt (bei der Nicolaikirche)

Spende am Ende gern gesehen …

Garten 340

In unseren Räumen:

Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen.

In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 23. März 2017, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

Monika RichterMonika Richter, freiberufliche Referentin,
Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen
Themen:
  • Konstruktive Kommunikation
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Familiengeheimnisse und Tabus
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Kriegstraumata in der Altenpflege

 

Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

Jeweils am Donnerstag, 19:00–21.30 Uhr:
30. März, am 13. April, am 27. April, am 11. Mai, am 08. Juni und am 22. Juni

Kosten: 110,00 Euro inkl. Material,

Für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung erforderlich.
Kontakt: Richter.effektiv@web.de

Bücher-Café I

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 2. April 2017, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für den Frühling …

Eintritt: frei

Warum die Linken und Feministinnen am Rechtspopulismus (nicht) schuld sind

antje-bild-lisa-1502-kleinSeit all den Debatten darüber, dass der Aufstieg der Rechtspopulist_innen in Europa und USA möglicherweise auch eine Schuld derer ist, die auf der „linken“ (und vor allem der feministischen) Seite zu überzogene und politisch korrekte Forderungen aufgestellt haben, trage ich ein Unbehagen mit mir herum, das daher rührt, dass diese Einwände einerseits stimmen und andererseits nicht. Dass einerseits was dran ist, sie aber andererseits auch völlig falsch sind.

Ich glaube, das Einerseits-Andererseits-Gefühl kommt aus einer Verwechslung von Prinzipien und Vermittlung. Was die Prinzipien angeht, so haben wir nicht überzogen. Es ist richtig, sich nicht mit ein bisschen weiblicher Freiheit und ein bisschen Akzeptanz von Homosexualität und ein bisschen Abbau weißer Überheblichkeit zufriedenzugeben, sondern hier radikal auf dem ganzen Programm zu bestehen.

Aber andererseits: Ja, es stimmt, wir haben den Bogen überspannt, wir haben Fehler gemacht. […] Weil wir es, erst einmal an die Macht gekommen, vernachlässigt haben, für diese Ideale auch konkret einzutreten und sie zu vermitteln, und zwar überall und immer, auch an die Honks. […]

Freiheitliche Politik kommt nicht weit, wenn sie sich auf Macht kapriziert. Sie darf ihre Prinzipien auf keinen Fall aufgeben. Aber sie muss ihre Prinzipien anderen vermitteln. Wenn ihr das nicht gelingt, wird sie verlieren.

Vermittlung ist das wahre Radikalsein – darüber habe ich schonmal was gebloggt.

(Text aus: https://antjeschrupp.com/2017/01/01/warum-die-linken-und-feministinnen-am-rechtspopulismus-nicht-schuld-sind/)

Mittwoch, 5. April 2017, 19.30 Uhr

Antje Schrupp,

Journalistin und Politikwissenschaftlerin, Bloggerin. Lebt in Frankfurt am Main. Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und evangelischen Theologie in Frankfurt, seit 1992 Magistra Artium und seit 1999 Dr. phil. Redakteurin der Zeitung Evangelisches Frankfurt.

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

 

„Als Kind wünschte ich mir goldene Locken“

Gespräche mit Überlebenden der Shoa

kemperDie Autorin Magdalena Kemper stellt ihr Hörbuch vor.

Über 30 Jahre lang hat die rbb-Redakteurin Magdalena Kemper Zeitzeugen befragt. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie haben den Nationalsozialismus überlebt, im Exil oder im Untergrund. Sie berichten von der Angst, vom Verlust geliebter Menschen, von der eigenen Art der Vergangenheitsbewältigung aber auch von Neuanfängen, unverhofftem Glück und der Liebe. Entstanden ist so ein berührendes und vielstimmiges Porträt deutsch-jüdischer Geschichte. Dieses Hörbuch vereint einzigartige Tondokumente von prominenten Zeitzeugen wie Gisèle Freund, Inge Deutschkron, Margot Friedländer und Hilde Domin.

Magdalena Kemper, geboren 1947 in Berlin, studierte Germanistik und arbeitet seit 1972 als Journalistin und Redakteurin beim Sender Freies Berlin, später beim rbb. U.a. moderierte sie die Sendung „Das Gespräch“, für die sie über 150 Menschen interviewte. 2012 erhielt sie die Hedwig-Dohm-Urkunde für ihre herausragende journalistische Leistung und ihr frauenpolitisches Engagement.

Mittwoch, 10. Mai 2017, 19.30 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Polit-Café

Gefahr von rechts – AfD und Co in ihrem Kampf gegen Gender, Frauenrechte und Demokratie

Vortrag und Diskussion … bei Tee + Kaffee, Laugenbrezeln und Croissants

„Antifeminismus ist nichts Neues, er kommt in Wellen. Man kann beobachten, wie auf einen Fortschritt in der Geschlechterpolitik eine Abwehrwelle folgt. Seit Anfang des Jahrtausends haben wir eine Bewegung von Maskulisten: Sie fühlen sich von Frauen übervorteilt, wollen Frauenbeauftragte und Frauenhäuser abschaffen. Das findet sich nun erstmals in der AfD wie unter einem Brennglas wieder. Aber: Die erste Anti-Genderpartei war die NPD. Sie nannte es G-ender, mit deutschem G. Das hat die AfD in den ostdeutschen Bundesländern übernommen. In der Regel war aber die NPD Stichwortgeberin. Gender Mainstreaming abschaffen, angebliche „Frühsexualisierung“ von Kindern, keine „Homoehe“ – all das hat die NPD zuerst gefordert, die AfD hat es aufgegriffen und in den Mainstream getragen. Neu ist, dass es gesellschaftsfähiger geworden ist, offen antifeministisch zu argumentieren. […]

Was Adorno als „autoritären Charakter“ bezeichnet hat, das war nie weg. Doch Geschichte ist nie linear und wiederholt sich auch nicht. Wir sehen nicht nur den Aufstieg autoritärer Regierungen, sondern auch eine Menge Protest dagegen. Und in Deutschland gibt es nicht nur die AfD, sondern ein in unserer Geschichte beispielloses Engagement für Geflüchtete. Wir haben eine neue Dimension der Offenheit gegenüber queeren Menschen und es wird erstmals über Postkolonialismus diskutiert. Man muss Offenheit und Toleranz wie ein Mantra immer wieder einfordern. Demokratie muss jeden Tag neu gelernt werden.“ (http://www.fes.de/gender/infobrief/fokus/)

Sonntag, 11. Juni 2017, 12.00 Uhr

lehnertEsther Lehnert, Erziehungswissenschaftlerin, setzt sich seit Langem mit dem Thema „Frauen im Rechtsextremismus“ auseinander. Als freie Mitarbeiterin ist sie in der Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ der Amadeu Antonio Stiftung tätig; seit 2014 vermittelt sie ihr Wissen als Professorin an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.

 

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den „Freien Kameradschaften“ oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Eine Entdeckung: Amalie Skram

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Christel Hildebrandt und Gabriele Haefs

lesen aus

Amalie Skram: Professor Hieronimus

und stellen die in Deutschland noch weitgehend unbekannte
norwegisch/dänische Autorin vor.

 

„Das Buch entstand in der Zeit des frühen Freud und späten Ibsen. Der Psychiatrie- und Emanzipationsroman aus dem Jahr 1895 wurde 2016 im Guggolz-Verlag neu aufgelegt.

Im Grunde handelt es sich beim vorliegenden Buch um einen Doppelroman, nämlich „Professor Hieronimus“ und die Fortsetzung „In St. Jørgen“. Auf Zuraten ihres Mannes, aber auch weil sie selber einsieht, dass sie, zwischen familiären Pflichten und künstlerischem Anspruch zerrieben, langsam, aber sicher auf eine Depression zusteuert, willigt die Malerin Else Kant ein, sich in die Nervenheilanstalt des berühmten und verehrten Professor Hieronimus einweisen zu lassen. Hier erhofft sie die dringend benötigte Ruhe, um endlich wieder zu sich selbst zu kommen. Damit sitzt sie in der Falle. Statt die erhoffte Erholung und Heilung zu erhalten, gerät sie in eine Welt der Unterdrückung, wo jede Selbstbestimmung radikal verhindert wird. […]

„Mit Ibsens Dramen kam die „Frauenfrage“ in die Literatur, Amalie Skram hat sie weitergeführt. Naturalistisch wie Ibsen ist Skram im technischen Sinn, weil sie das soziale Elend detailliert zeigt, aber nicht im deterministischen Sinn: Ihre Else lehnt sich nicht nur gegen Hieronimus, sondern auch gegen ihren Mann auf; und Amalie Skram hat den Blick für das, wie es heißt, „verdeckte Tabuisierte, das Rätselhafte des Körpers“. – Für Amalie Skram war Leben und Schreiben eins. Sie lebte konsequent, was sie in ihren Büchern propagierte. In ihrem gesamten schriftstellerischen Werk empört sie sich über Scheinheiligkeit und Doppelmoral; ihre Bücher und Artikel spiegeln die Diskussionsthemen der Zeit – Prostitution, das Elend der Versorgungsehe, unerfüllte weibliche Sexualität.“ (Deutschlandfunk Kultur)

askram„Amalie Skram (1846-1905) heiratete mit 18 Jahren einen Kapitän und begleitete ihn auf seinen Reisen um die Welt. 1877 lässt sie sich scheiden. Sie zieht nach Oslo, nicht zuletzt um dem Skandal zu entfliehen, den sie damit ausgelöst hat. In Oslo ernährt sie sich – für eine Frau damals sehr ungewöhnlich – allein vom Schreiben (vor allem journalistische Arbeiten, aber auch schon Erzählungen). In Literatenkreisen lernt sie den dänischen Schriftsteller Erik Skram kennen. Nach der Heirat mit ihm zieht sie nach Kopenhagen und bleibt dort bis ans Ende ihres Lebens. Amalie Skram entwickelte eine besondere Fähigkeit der zur Untätigkeit verdammten bürgerlichen Frau – das Beobachten – zur Meisterinnenschaft. Sie wurde zur Dichterin der Unglücklichen und des Unglücks. Als sie und Erik Skram sich auseinandergelebt hatten, reichte sie ein weiteres Mal die Scheidung ein. Die psychischen Belastungen dieses Lebens gegen alle Konventionen führten dazu, dass sie, zunächst aus freien Stücken, später jedoch gegen ihren Willen, einige Monate in psychiatrischen Krankenhäusern verbringen musste. Nur dank glücklicher Umstände erreichte sie ihre Entlassung aus der geschlossenen Anstalt – Erfahrungen die sie in ihren Romanen, Professor Hieronymos (1895) und In St. Jörgen (1895), öffentlich macht. Ihre schonungslose Beschreibung des Alltags in psychiatrischen Anstalten weckte eine breite Diskussion und führte zu Verbesserungen.“ (femBio)

Amalie Skram: Professor Hieronimus (enthält die Romane „Professor Hieronimus“ und „In St. Jørgen“). Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt. Mit einem Nachwort von Gabriele Haefs. Guggolz-Verlag, Berlin 2016

Christel Hildebrandt/Gabriele Haefs

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Dienstag, 20. Juni 2017, 19.30 Uhr

Film: „Die Revolution der Frauen“

La Révolution des femmes – Un Siècle de féminisme arabe

11111(Feminists Insha’Allah! – The Story of Arab Feminism)

Dokumentarfilm, Tunesien 2014, R.: Feriel Ben Mahmoud, 54 Min., engl. / frz. / arab. OF, dt. UT

Der Film erzählt die in Europa kaum bekannte Geschichte des arabischen Feminismus. Feriel Ben Mahmoud hat dafür Interviews mit Frauen aus verschiedenen Generationen in Ägypten, Marokko, Algerien, Tunesien, Saudi-Arabien sowie im Libanon geführt. Mit zum Teil unveröffentlichtem Archivmaterial belegt sie den seit mehr als einem Jahrhundert andauernden Kampf um Frauenrechte in den muslimisch geprägten Gesellschaften. Der Film zeigt auch, welche innenpolitischen Auseinandersetzungen, aber auch welche außenpolitischen Einflüsse die Emanzipationsbewegungen in den jeweiligen Ländern förderten oder zurückwarfen.

Zentrale Aussage des Films: Ohne Gleichberechtigung der Frauen gibt es auch keine Demokratie!

Zur Regisseurin: Feriel Ben Mahmoud, geb. 1976, studierte Geschichte und Politikwissenschaften in Paris. Seit 2001 produziert sie Dokumentarfilme zum Thema Frauenrechte in arabischen Ländern. Für “La révolution des femmes – Un siècle de féminisme arabe” erhielt sie auf Festivals weltweit zahlreiche Auszeichnungen.

Dienstag, 27. Juni 2017, 19.00 Uhr

Ort: Kino Metropolis, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

Mit kurzen einführenden Beiträgen zum Film

Eintritt: regulärer Metropolis-Preis (7,50 €/5 € für Mitglieder)

In Kooperation mit Terre des Femmes, filia. die frauenstiftung, Yalla


 

Bücher-Café

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 16. Juli 2017, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für Sommer- und Urlaubslektüre …

Eintritt: frei

Karin Kalisa liest aus „Sungs Laden“

In zahlreichen Buchhandlungen und anderen literarischen Orten der Stadt können die Besucherinnen und Besucher der 4. Langen Nacht der Literatur Hamburg nationalen LNdL_2017und internationalen Autorinnen und Autoren begegnen und Lesungen, Literaturperformances, Diskussionsrunden sowie Buchpräsentationen lauschen.

Die DENKtRÄUMErinnen freuen sich sehr, dass sie für diesen Anlass Karin Kalisa mit ihrem Roman „Sungs Laden“ gewinnen konnten.

karin-kalisa„Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.“

Kalisa, Karin, Sungs Laden, C.H. Beck Verlag 2015

 

Samstag, 2. September 2017, 18.00 Uhr

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Ort: hamburger frauenbibliothek

Grindelallee 43

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Feministische Zeitschriften in der Frauenbewegung

Podiumsdiskussion zum Hamburger Projekt „Dokumente der Neuen Frauenbewegung/Hamburg“ des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF)

Die Hamburger Frauenzeitung ist ein wichtiges Zeugnis der Neuen Frauenbewegung in Hamburg. Angefangen als Blättersammlung durchlief sie viele Veränderungen in den Arbeitsprozessen, in den Themen sowie im Layout. Im Digitalisierungsprojekt, das von DENKtRÄUME im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs durchgeführt wird, spielt sie eine zentrale Rolle. Doch welche (politische) Bedeutung kann so eine Zeitschrift auch für die aktuelle Frauenbewegung haben? Haben sich die Rolle und das Selbstverständnis feministischer Zeitschriften in der zweiten und dritten Welle der Frauenbewegung verändert? Wie haben die Zeitschriften die zunehmende Digitalisierung und die digitalen Plattformen sich zu Nutze gemacht?

Diesen Fragen gehen wir im Gespräch mit Dr. Antke Engel (ehemals Hamburger Frauenzeitung), Manuela Kay (L-Mag), Stefanie Lohaus (Missy Magazine) und Dr. Birgit Kiupel (Digitales Deutsches Frauenarchiv) nach.

Moderation: Katrin Jäger (Journalist*in)

Grußwort: Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Vorstellung „Dokumente der Neuen Frauenbewegung/Hamburg“: Inga Müller

Informationen zum Digitalen Deutschen Frauenarchiv: Dr. Birgit Kiupel

Donnerstag, 7. September 2017, 18.30 Uhr


Einlass: 18.00 Uhr
Eintritt frei

Vorherige Anmeldung per Mail (info[at]denktraeume.de) oder Telefon (040-450 06 44) erbeten.

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BMFSFJ gefördert vom

 

 

Die Veranstaltung wird gefördert von:

ZentrumGenderwissen

 www.zentrum-genderwissen.de
Gemeinsame Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen

In unseren Räumen:

Weibliche Traditionen rund um Sterben und Tod

Kurzvortrag im Rahmen der Informationsveranstaltung zu der Ausbildung für Frauen „Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

Dienstag, 12. September 2017, 19.00 Uhr

In der deutschen und europäischen Trauer- und Sterbekultur bewegt sich einiges. Ob zum Besseren oder Schlechteren ist teilweise strittig oder eine Frage des Geschmacks. Dass sich etwas verändert war und ist nötig und sicherlich auch dem neu erstarkenden Einfluss von Frauen zu verdanken. Bis vor wenigen Jahren waren Frauen beispielsweise als Bestatterinnen kaum vorstellbar und hatten sich in einer reinen Männerdomäne zu behaupten. Frauen haben historisch aber eine entscheidende und teilweise vergesse Rolle im Umgang mit Sterbenden, Hinterbliebenen und in der Versorgung von Verstorbenen gespielt.

seelfrauAndrea Martha Becker, Referentin und Leiterin der Ausbildung, wirft ein Schlaglicht auf einige dieser weiblichen Traditionen z.B. der Seelfrauen und leitet dann über zu der seit 2010 bestehenden gleichnamigen Ausbildung für Frauen. Die Ausbildung ist an neuesten Ansätzen der Trauer- und Sterbebegleitung orientiert und knüpft gleichzeitig an altes Frauenwissen an.

 Eintritt frei!

 Eine Anmeldung ist wünschenswert aber nicht zwingend.

In unseren Räumen:

Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen. In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 21. Sept. 2017, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

 
 
Zu dieser Veranstaltung gibt es nachfolgend das Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

Jeweils am Donnerstag am 28.09., 19.10., 26.10., 16.11., 23.11. sowie am 14.12.2017, 19:00 – 21:30 Uhr, Kosten: 130,00 Euro inkl. Material (für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung unter Richter.Referentin@web.de erforderlich)

Monika Richter

Monika Richter,

freiberufliche Referentin, Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen

Themen:
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Familiengeheimnisse und Tabus
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Neustart mit 60 – erfolgreich mit 80 Jahren
  • Die Sprache des Erfolgs

Make Fruit Fair – Women on Farms Project in Südafrika

Im Rahmen der Kampagnenarbeit von „Make Fruit Fair“ (Oxfam Deutschland e. V.) kommen im Oktober Frauen  vom  Women on Farms Project (Südafrika) zu Besuch nach Deutschland, ein Projekt, das sich vor allem um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Frauen auf Weinfarmen in Südafrika einsetzt. Sie werden von ihrer Arbeit und von ihrem Kampf um Arbeitsrechte berichten. Wir freuen uns sehr, drei von ihnen bei uns begrüßen zu dürfen.

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Die Trauben- und Weinindustrie in der westlichen Kap-Provinz erwirtschaftet jährlich Beträge in Milliardenhöhe. Die Arbeiter/innen, die Wein- und Tafeltrauben ernten, haben davon kaum etwas. Sie gehören zu den am schlechtesten bezahlten Beschäftigten in Südafrika und leiden unter ausbeuterischen Verhältnissen. Arbeitsrechte für Farmarbeiter/innen wurden in Südafrika erst 1994, nach dem Ende der Apartheid, eingeführt. Doch werden sie nicht auf allen kommerziellen Farmen eingehalten, und der Staat überwacht ihre Umsetzung nicht ausreichend. Darunter leiden ganzjährig und vor allem saisonal beschäftigte Arbeiter/innen, die häufig nicht organisiert und deren Rechte untergraben werden.

logo wfpWomen on Farms Project (WFP) setzt sich seit Jahren für die Umsetzung der Rechte von Farmarbeiterinnen ein. Das besondere Augenmerk legt WFP dabei auf die Rechte von Frauen auf kommerziellen Farmen. Auf nationaler Ebene ist die Organisation stark in aktuelle Debatten, etwa über die Durchsetzung von Mindestlöhnen, involviert. Auf lokaler Ebene unterstützt WFP Farmarbeiterinnen bei der Überwindung der während der Apartheid geprägten patriarchalen Abhängigkeit. Diese mündet häufig in Bevormundung, Ausbeutung, Arbeitsrechtsverletzungen und schlechten Arbeitsbedingungen. Frauen wissen oft nicht um ihre Rechte und können deshalb ihre Ansprüche nicht geltend machen.

Montag, 16. Oktober 2017, 19.00 Uhr

In Kooperation mit:

oxfam_logoOxfam Deutschland e. V.
verdiver.di Hamburg - Frauen

nordkircheFrauenwerk der Nordkirche

Eintritt: frei