Veranstaltungstipp: Merle Kröger liest aus „Havarie“

krögerDie Berliner Autorin und Filmemacherin Merle Kröger kommt nach Hamburg und stellt ihren aktuellen Kriminalroman HAVARIE vor.

HARBOUR FRONT LITERATURFESTIVAL

Mittwoch, 9. September 2015, 21 Uhr

Moderation: Else Laudan (Verlegerin Argument Verlag) Cap San Diego, Überseebrücke, 20459 Hamburg

Eintritt 13 Euro

 

Online-Kartenverkauf: http://harbourfront-hamburg.com/veranstaltung/merle-kroeger

Ein Meer, vier Schiffe, elf Wirklichkeiten In einer windigen Nacht steigen zwölf Männer in ein Schlauchboot, versuchen Spaniens Küste zu erreichen. Unter dem dunklen Himmel zieht ein gewaltiges Kreuzfahrtschiff dahin. Ein irischer Frachter verlässt den algerischen Hafen mit leeren Containern an Bord. Und in Cartagena ankert der einsatzbereite Kreuzer der Seenotrettung. Im Hafen von Oran liegt der alte Frachter Siobhan aus Dublin zum Auslaufen bereit. Der ukrainische Ingenieur überwacht das Zollprozedere. Lalita Masarangi, Security Officer auf dem Kreuzfahrtschiff Spirit of Europe, hat nicht viel Spielraum für Privatleben. Trotzdem forscht sie nach, als der Bandleader verschwindet. Sie kann das nicht einfach auf sich beruhen lassen. Plötzlich unterbricht der Luxusliner seine Fahrt und meldet der spani­schen Küstenwache ein manövrierunfähiges Schlauchboot mit Flüchtlingen. Laut Seerecht muss die Spirit of Europe bei dem havarierten Zodiac bleiben, bis der Seenotrettungskreuzer eintrifft. Passagiere drängen sich an der Reling, machen Handyfotos, filmen. Fünfzehn Decks tiefer in der Wäscherei spielt sich ein Drama ab, von dem die zahlenden Gäste an Bord nichts bemerken. Und Lalita sucht noch immer nach dem philippinischen Musiker …

Das Mittelmeer: Ferienparadies, Wiege der Kultur, Burggraben der Festung Europa. Merle Krögers Roman ist ein messerscharfes Porträt heutiger Lebensweisen und ein seetüchtiger Politthriller. »Die fiktive Geschichte einer schicksalhaften Begegnung auf dem Meer, erzählt aus der Perspektive von elf Menschen aus aller Welt. In ihrem fesselnden, elegant konstruierten Roman meistert Merle Kröger den Spagat zwischen Realität und Fiktion. Wer ihn liest, wird in Zukunft genauer hinschauen – und vielleicht auch die Menschen hinter den Nachrichtenbildern näher an sich heranlassen.«

ARD, Titel Thesen Temperamente

Trauer um Karin

karin wWir trauern um

Karin Wilsdorf,

die am 12.6.2015 verstorben ist.

Sie war (Mit-)Gründerin vom Café Endlich, vom Frauenhotel Hanseatin, initiierte Grupo Salon und die legendären Frauenbälle. Und sie ist uns als immer streitbare Feministin in Erinnerung.

Die DENKtRÄUMErinnen

Elsbeth Müller, Karin Schönewolf, Reingard Wagner

Trauer um Monika

monikaDiese Nachricht erreichte uns von Intervention und wir schließen uns traurig an:

Monika Miskalla ist auf ihre letzte große Reise gegangen.

Am Freitag, den 5. Juni schlief Monika friedlich zu Hause ein. Wir sind erschüttert und sehr traurig über ihren unerwarteten Tod.

Wir verlieren eine Freundin, eine Lebensgefährtin, die Mutter, eine Interventionista, die Tresenschlampe, das Maskottchen der Lesbenscene.

Monika wird in aller Stille beerdigt.

Annelie und Bea

Queer Quarter Salon

Vom

Mittwoch, den 8. bis Freitag, den 10. Oktober, jeweils um 19:30 Uhr beginnend,

findet im Butt-Club in der Hafenstraße 126 der

QUEER-QUARTER-SALON

statt.

queerquarter-salon-flyerAhoi! In dieser herbstlichen Zeit, in der nicht nur die gelegentlich nebulöse Witterung, sondern auch diverse mehr oder weniger geschichtsträchtige Jahrestage eine Veranlassung zum Innehalten mit sich bringen, habe ich mich mit ähnlich gesonnenen und ebenfalls in die Jahre gekommenen Menschen zusammengetan und eine 3 Abende währende Veranstaltung vorbereitet.

Schon zum zarten „Ankobern“ möchte ich ein paar Themen des Salons vorstellen:
Es wird eine Wand-„Zeitung“ geben, an der Ausschnitte aus der Presse, Fotos, Flyer etc. aus den 25 Jahren queeren Lebens in unserer Stadt zu sehen sein werden. Diese Art „Ausstellung aus medialen Schnipseln“ ist durch mitgebrachtes Material sehr gern erweiterbar – also als work in progress über die 3 Abende möglich.

Dann wird es neben einem Stadtplan-Puzzle auch Memo-Karten für eine „Stadt-Vision“ geben, die an „lesbisch-schwul-trans-queere Orte“ erinnern werden und es ist angedacht, ein (später dann eventuell auch digital aufbereitbares) Stadtbild unserer Verortungen und Geschichte(n) entstehen zu lassen.
Auch dazu sind die Salon-Gäste herzlich eingeladen, ihre Ideen und Input mit- & einzubringen, um das vergangene Vierteljahrhundert nicht-mehrheitsgesellschaftlichen Lebens in dieser Stadt aus der eigenen Perspektive Revue passieren zu lassen.

Neben dem Rätseln an einem Film-Quiz-Memory-Spiel werden zur Inspiration, Erinnerung und auch zum (Be-)Wundern außerdem viele Videos zu sehen sein.

Und natürlich geht es nicht nur um den Blick zurück – wir bringen so Vieles mit aus all den Jahren und Projekten, da ist es schon sehr naheliegend und spannend zu fragen, wie und wohin wir uns wohl weiterbewegen?

Na denn – ich hoffe auf 3 amüsant-inspirierende Abende!

DENKtRÄUME proudly presents: Regarding Susan Sontag

lsf-jubilogo25_4c.inddSamstag, 18. Oktober 17:30 Passage Kino 1, Mönckebergstr. 17

Gesamtlänge: 100′

Tickets:    Info VVK   |   Online-Tickets

REGARDING SUSAN SONTAG
Nancy Kates, USA 2014, 100 ‚, Digital, Original mit deutschen Untertiteln

„Truth is something that is told, not something that is known.“ Diese Feststellung Susan Sontags leitet Nancy Kates fesselnden Dokumentarfilm. Erzählt wird hier nicht von Sontags umfangreichem Schaffen – dass sie vierzig Jahre lang leidenschaftlich über Kultur und Politik schrieb, Filme drehte, Romane verfasste, Reden hielt, sich einmischte. Hier wird hinter das professionell gemanagte Bild dieser Ikone der Zeitkritik geblickt. Denn auch wenn sich Sontag an die Front aktueller Debatten stellte, Chauvinismus bekämpfte, als erste über Camp und furoremachend über Krieg, Krankheit und Aids schrieb: Ihr Privates hat sie nie zur Politik gemacht. Kates Porträt liefert das nun nach. Von Patricia Clark son gelesene Tagebucheinträge, stimmig aufbereitetes Archivmaterial und offene, witzige, aber auch kritische Interviews mit Ex-Freundinnen, Schwester und Begleiter_innen präsentieren Facetten, die bisher unangesprochen blieben. Eine locker chronologische, durchgehend spannende Reise durch Sontags Leben, die den Sohn aus früher Ehe mit ihrer Freundin aufzog, Frauen liebte, die auch an der Spitze ihrer Metiers standen, und glücklich promisk war. Posthum ist Susan Sontag ein offenerer Umgang mit ihrer nicht eben unterentwickelten Sexualität zu wünschen. Der Film entfacht in jedem Fall (erneuertes) Interesse an Theorie und Praxis dieser brillanten Frau. joe www.sontagfilm.org

 

Nancy Kates´ compelling portrait of the iconic US writer Susan Sontag, who passed away in 2004. Sontag wrote groundbreaking essays on camp, illness, and Aids, but kept her private life apolitical. This film explores the aspects Sontag herself had always omitted from her otherwise fearless and outspoken public persona. Detailing her relationships with women, of whom most were equally accomplished in their respective fields, Kates (re-)sparks interest in both Sontag´s – quite assertive – sexuality and her unique engaging mind.

 

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