„Feministische Brückenschläge?!“

Einladung zur Veranstaltung Feministische Brückenschläge?! am 3. Dezember 2018

Wir wollen dieses Jahr gemeinsam mit Ihnen ausklingen lassen und den erfolgreichen Abschluss unseres Digitalisierungsprojektes „Engagement und Vernetzung – Die erste Frauenbewegung“ in Hamburg feiern.

Dazu laden wir Sie herzlich ein zur Veranstaltung

„Feministische Brückenschläge?!“
Frauenbewegung in Hamburg zwischen bürgerlichen Organisationen
und autonomen Initiativen

am Montag, 3.Dezember 2018, 18:00 Uhr bei unseren Nachbarinnen in der ESG Hamburg, Sauerberghof, Haus D, Grindelallee 43, 20146 Hamburg.

Zwei spannende Aspekte möchten wir Ihnen dabei vorstellen:

Unter dem Titel „Ohne Archive keine Avantgarde!“ stellt Ihnen Dr. Birgit Kiupel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Digitalen Deutschen Frauenarchivs, dieses Portal vor. Es dokumentiert die bürgerlichen und autonomen Strömungen der „alten“ und „neuen“ Frauenbewegung – mit Originaldokumenten und Essays.

Die Historikerin Hannah Rentschler, M.A. stellt ein Teilergebnis dieses Projektes in ihrem Vortrag vor

„‘…ob wir nicht alle Feministinnen sind.‘ Die Arbeitsgemeinschaft Hamburger Frauenorganisationen (ahf) im Kontext der Neuen Frauenbewegung 1966-1986“

Im Anschluss gibt es Gelegenheit zu Gespräch und Diskussion.


 

Unsere nächste Veranstaltung 25.10.18:

Freiheit von der Pille

freiheit von der pilleSeit 50 Jahren gilt die Antibabypille in Deutschland als sicherste Verhütungsmethode. Und noch immer wird sie als Meilenstein für die Emanzipation und Unabhängigkeit der Frau gefeiert. Noch heute nimmt die Mehrheit der Frauen im fruchtbaren Alter verschiedene Formen hormoneller Verhütung in Anspruch. Eine Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2011 ergab, dass 53 Prozent der Befragten der 18- bis 49-Jährigen die Pille einnehmen und weitere drei Prozent andere hormonelle Methoden verwenden. Unter den 19-Jährigen schlucken gut 70 Prozent die Pille. Doch hormonelle Verhütungsmittel bergen nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Neben den Risiken tödlicher Thrombosen und Lungenembolien leben Frauen ganz selbstverständlich mit einer ganzen Bandbreite von Effekten. Darunter u. a. die Verminderung der Libido. Die Pille für den Mann hingegen ist immer noch nicht zugelassen. Wegen der Nebenwirkungen.

kraySabine Kray wurde 1984 in Göttingen geboren. Sie lebt als Autorin (u. a. für die ZEIT) und Übersetzerin in Berlin, wo sie sich als Mentorin für junge Mädchen bei der Bürgerstiftung Neukölln engagiert. Ihr Debüt Diamanten Eddie erschien im Frühjahr 2014.

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €

Unsere nächste Veranstaltung 30.9.18:

Ich bin, du bist … oder die Herausforderungen des Übersetzens für Geflüchtete

Zum Tag der Übersetzer_innen am 30.9.2018: Ausschnitte aus Die undankbare Fremde von Irena Brezna in vielfältigen Stimmen

Der in sieben Sprachen übersetzte Text wird in Ausschnitten von der Autorin Irena Brežná selbst und von einigen Muttersprachlerinnen bzw. Übersetzerinnen vorgelesen und diskutiert.

breznaZum einen ist Die undankbare Fremde die Geschichte einer jungen Frau, die 1968 aus der CSSR in die Schweiz emigriert und dort versucht, sich zurechtzufinden, auch sprachlich. Zum anderen werden die Geschichten vieler Menschen, die in der Schweiz Asyl suchen und für die die Protagonistin übersetzt, erzählt.

Die Herausforderungen und Schwierigkeiten des Übersetzens werden im Mittelpunkt dieser Lesung stehen.

Mit einem interkulturellen Buffet wird für das leibliche Wohl gesorgt.

Sonntag, 30. September 2018, 17.00 Uhr

Eintritt: 5 €

 Irena Brežná wurde 1950 in Bratislava geboren. Nach der Okkupation der Tschechoslowakei 1968 emigrierte sie mit den Eltern in die Schweiz. An der Universität Basel schloss sie ihr Studium in Slawistik, Philosophie und Psychologie ab. Sie arbeitete als Journalistin für deutschsprachige Medien, auch als Kriegsreporterin. Zudem war sie Psychologin, Dolmetscherin, Russischlehrerin, Menschenrechtlerin und humanitäre Helferin. Sie ist Autorin von neun Büchern, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden und erhielt zwölf Preise für Publizistik und Literatur, in Deutschland, der Schweiz und der Slowakei.

Unsere nächste Veranstaltung

Fa(t)shionista

VS_9783864930539-Albrecht-Fatshionista_U1.inddRund und glücklich durchs Leben
(Ullstein Verlag, 2018)

Schon als Sechsjährige ärgert sich Magda Albrecht über die Kommentare ihrer Mitmenschen, die abfällig über ihren dicken Körper sprechen. Heute will sie das Schönheitsideal verändern, besser: ausdehnen, denn nicht die vielen Pfunde, sondern die Vorurteile sind hartnäckiger als gedacht: Wer dick ist, hat versagt, ist faul und ungebildet. Warum eigentlich?, fragt sich die Autorin nach vielen Jahren der Verunsicherung und verordnet sich seither keine Diätshakes mehr, sondern eine doppelte Portion Selbstbewusstsein. Denn sie hat gelernt, dem Schlankheitsideal etwas entgegenzuhalten: stolze Fatshionistas und die Erkenntnis, dass Diäten nichts bringen — außer schlechter Laune.

Magda Albrecht, Autorin, Bloggerin, Musikerin. Sie macht politische Bildungsarbeit, hält Vorträge und gibt Workshops zu den Themen Körpernormen (insbesondere Dickendiskriminierung), Strategien zur Selbstermächtigung und queer_feministischer Aktivismus.

Mittwoch, 27. Juni 2018, 19.30 Uhr

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €

in Kooperation mit PINKSTINKS

Unsere nächste Veranstaltung

„Mein Bauch gehört mir“ – reloaded

Zu den Kämpfen für das Selbstbestimmungsrecht der Frau (§ 218 und 219a StGB)

§ 219a: Anlässlich der Auseinandersetzungen um die Frauenärztin Kristina Hänel, die wegen unerlaubter Werbung für Abtreibung angeklagt wurde, hat die Protestbewegung gegen den § 219a eine enorme Kraft entwickelt und  die parlamentarischen Verhältnisse in der Deutschland durcheinandergewirbelt. Der § 219a geht zurück auf ein Gesetz vom 26. Mai 1933 und besteht bis heute fort. Die NS-Machthaber beanspruchten die Deutungshoheit über den Wert des Lebens. Heute müssen die Frauen erneut für die Selbstbestimmung über ihren Körper kämpfen.

§ 218: Mit der Verabschiedung der Fristenlösung endeten erbitterte Auseinandersetzungen, die schon im Reichstag der Weimarer Republik geführt wurden. Die Neue Frauenbewegung brachte mit der Parole „Mein Bauch gehört mir“ die Diskussion neu an die Öffentlichkeit – fast 25 Jahre lang wurde in Deutschland dann über die Reform des Strafrechtsparagrafen 218 gestritten. Nach der Wiedervereinigung vor 25 Jahren hat sich dann sehr rasch gezeigt, dass die in der DDR existierende Fristenlösung zum Schwangerschaftsabbruch in der Bundesrepublik keine politische Mehrheit finden wird. Damit war die Chance vertan, das Recht von Frauen gesamtdeutsch umzusetzen, sich selbstbestimmt für oder gegen eine Schwangerschaft zu entscheiden. Der 1992 verabschiedete Kompromiss  wurde durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes 1993 außer Kraft gesetzt.

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch nach Paragraf 218 StGB verboten, aber bis zur zwölften Woche nach Empfängnis straffrei, wenn die Frau sich drei Tage vor dem Eingriff in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle hat beraten lassen. Paragraf 219a verbietet die „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“, worunter auch fällt, dass Ärzt*innen öffentlich darüber informieren, die Abbrüche durchzuführen.

falkKerstin Falk

ist Landesgeschäftsführerin von pro familia. Sie ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Sozialmanagerin.

Dienstag, 15. Mai 2018, 19.30 Uhr

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €

Die nächste Veranstaltung: Bücher-Café

Erlesenes für Frauen*

Sonntag, 15. April 2018, 15.00 Uhr

rotessofa2Die hamburger frauen*bibliothek präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen: nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gut sortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Das DENKtRÄUME-Team

Eintritt: frei

Frauen im Blick

home-2018Am 8. März feiern Frauen in der ganzen Welt den Internationalen Frauentag. Die „Frauen im Blick“-Initiatorinnen vom Landesfrauenrat Hamburg e.V., von Schöne Aussichten – Verband selbständiger Frauen e.V. sowie von der Handelskammer Hamburg, der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck und der Industrie- und Handelskammer Stade laden alle herzlich dazu ein, die diesjährigen Feierlichkeiten

am Dienstag, 6. März 2018, um 18 Uhr

mit ihrem traditionellen Frauennetzwerktreffen „Frauen im Blick“ in der Handelskammer Hamburg zu eröffnen.

DENKtRÄUME wird – zusammen mit der Zentralen Gender-Bibliothek – dort mit einem Stand vertreten sein. Kommt doch einfach vorbei!

Fem*Quiz

Quiz_1So oder so ähnlich könnten die Fragen des ersten Hamburger Fem*Quiz lauten … Wir DENKtRÄUMErinnen wollen eine neue Reihe starten: An den jeweiligen Quiz-Terminen treten Teams von bis zu 4 Mitspielerinnen an, die über sechs Runden mit jeweils 6 Frageblöcken gegeneinander antreten. Die Themen sind queerbeet angelegt. Ob Bilderrätsel, Hörprobe oder Videoclip – Hauptsache der Spaß kommt nicht zu kurz! Und am Ende des Turniers gibt’s natürlich einen Fem*Quiz-Preis!

Wer noch kein Team hat, darf sehr gerne auch alleine vorbei kommen und vor Ort spontan eine Gruppe bilden.

Und Kaffee + Kuchen und Tee + Torten gibt’s auch.

Eintritt: 5 €

Sonntag, 11. März 2018, 15.00 Uhr

Unsere nächste Veranstaltung: Bücher-Café

Erlesenes für Frauen*

Sonntag, 3. Dezember 2017, 15.00 Uhr

rotessofa2Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für lange Winternächte (und kurze -tage) …

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Eintritt: frei

Ein Nachklang zur Veranstaltung „Feministische Zeitschriften in der Frauenbewegung“

Eine voll besetzte Bibliothek bot am 7.9.2017 die Kulisse für einen Abend geballten Frauenwissens und den Austausch zu feministischer Medienarbeit. Ca. 45 Zuschauer*innen lauschten interessiert den Ausführungen eines Podiums, bestehend aus Dr. Antke Engel (ehemals Redakteurin Hamburger Frauenzeitung), Manuela Kay (Gründerin L.Mag), Stefanie Lohaus (Mitbegründerin Missy Magazine) und Dr. Birgit Kiupel (ehemals Mitarbeiterin Hamburger Frauenzeitung, DDF). Zur Präsentation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) sprachen diese Vertreterinnen feministischer Zeitschriften über die Veränderungen ihrer Arbeit sowie die Rolle der Digitalisierung für den Feminismus.

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Katrin Jäger (l.) und Stefanie Lohaus, © Helga Braun

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V.l.n.r.: Katrin Jäger, Antke Engel, Manuela Kay, © Helga Braun

 

 

 

Das DDF-Portal geht im September 2018 online. Finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird es dauerhaften Zugang zu Informationen und digitalisierten Beständen zur deutschen Frauenbewegung bieten.

Noch bis Dezember 2017 führt auch DENKtRÄUME im Rahmen des DDF ein Projekt durch und sichtet, erschließt und digitalisiert graue Materialien aus dem eigenen Archiv sowie die Hefte der Hamburger Frauenzeitung. Basierend auf den Digitalisaten werden einzelne Themen der Neuen Frauenbewegung in Hamburg für das DDF-Portal aufgearbeitet.

Julia Leiditz (BMFSFJ) ©Daniela Markus

Julia Leiditz vom BMFSFJ verlas in Vertretung des Staatssekretärs Dr. Ralf Kleindiek sein Grußwort, in dem er die anhaltende Aktualität von Politik im Zeichen der Gleichstellung hervorhob, und betonte anschließend in einem kurzen Gespräch mit der Moderatorin die Bedeutung und Notwendigkeit des Digitalen Deutschen Frauenarchivs.

Einen ersten Eindruck des DDF-Portals sowie dessen Ziele und Inhalte – besonders des Hamburger Projekts von DENKtRÄUME – boten Birgit Kiupel und Inga Müller.

Moderiert von Katrin Jäger sprachen die Podiumsgäste unter anderem über die Entstehungsgeschichten und Arbeitsweisen der jeweiligen Zeitschriften, das Verhältnis dieser feministischen Medien zur Digitalisierung und über Zeitschriften als Plattform für gesellschaftspolitische Prozesse sowie als Zeugnisse der Frauengeschichte.

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© Daniela Markus

Abgeschlossen wurde der Abend mit einem informellen Empfang und der Möglichkeit zu Gesprächen mit den Podiumsgästen.