Veranstaltungstipp: Hausarbeit/Feminismen/Migration

Geister der (Haus-)Arbeit – Zur Verschränkung von Feminismen und Migration

Braucht es noch Feminismus? Frauen haben doch die Möglichkeit zu studieren und zu arbeiten, sind unabhängig und emanzipiert – soweit der allgemeine Konsens. Doch mehren sich in den letzten Jahren viele Stimmen zur Aktualität feministischer Forderungen.

Insbesondere die Hausarbeit und ihre globale Neuordnung werfen neue Fragestellungen auf. Zu welchem Anteil ist die Hausarbeit Arbeit aus Liebe? Wie wird diese Arbeit heute erledigt? Auf wessen Kosten werden Freiräume erkämpft? Und welchen Wert hat die Hausarbeit in ihrer globalen Neuordnung?

Veranstaltet von der W3 in Kooperation mit der Queer AG und dem Feministischen Institut Hamburg – mit finanzieller Unterstützung vom Zentrum GenderWissen und der Queer AG

 Do, 12.02.2015, 19:30
Film
Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus
Do, 26.02.2015, 19:30
LesungOrt: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.
Nernstweg 32 – 34
22765 Hamburg

Der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

In unseren Räumen: aktuell

Donnerstag, 26. Februar 2015, 19:30 – 21:30 Uhr

Vortrag:
Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter
Der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen. In diesem Vortrag zeigt Monika Richter, Referentin, auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Kosten: 5,00 Euro

Gruppenangebot „Familienbiografie“:

5. März, 26. März, 23. April, 28. Mai, 25. Juni, 23. Juli 2015

Jeweils donnerstags 19.00 – 21.30 Uhr,
Kosten: 110,00 Euro inkl. Material

 

Queer Quarter Salon

Vom

Mittwoch, den 8. bis Freitag, den 10. Oktober, jeweils um 19:30 Uhr beginnend,

findet im Butt-Club in der Hafenstraße 126 der

QUEER-QUARTER-SALON

statt.

queerquarter-salon-flyerAhoi! In dieser herbstlichen Zeit, in der nicht nur die gelegentlich nebulöse Witterung, sondern auch diverse mehr oder weniger geschichtsträchtige Jahrestage eine Veranlassung zum Innehalten mit sich bringen, habe ich mich mit ähnlich gesonnenen und ebenfalls in die Jahre gekommenen Menschen zusammengetan und eine 3 Abende währende Veranstaltung vorbereitet.

Schon zum zarten „Ankobern“ möchte ich ein paar Themen des Salons vorstellen:
Es wird eine Wand-„Zeitung“ geben, an der Ausschnitte aus der Presse, Fotos, Flyer etc. aus den 25 Jahren queeren Lebens in unserer Stadt zu sehen sein werden. Diese Art „Ausstellung aus medialen Schnipseln“ ist durch mitgebrachtes Material sehr gern erweiterbar – also als work in progress über die 3 Abende möglich.

Dann wird es neben einem Stadtplan-Puzzle auch Memo-Karten für eine „Stadt-Vision“ geben, die an „lesbisch-schwul-trans-queere Orte“ erinnern werden und es ist angedacht, ein (später dann eventuell auch digital aufbereitbares) Stadtbild unserer Verortungen und Geschichte(n) entstehen zu lassen.
Auch dazu sind die Salon-Gäste herzlich eingeladen, ihre Ideen und Input mit- & einzubringen, um das vergangene Vierteljahrhundert nicht-mehrheitsgesellschaftlichen Lebens in dieser Stadt aus der eigenen Perspektive Revue passieren zu lassen.

Neben dem Rätseln an einem Film-Quiz-Memory-Spiel werden zur Inspiration, Erinnerung und auch zum (Be-)Wundern außerdem viele Videos zu sehen sein.

Und natürlich geht es nicht nur um den Blick zurück – wir bringen so Vieles mit aus all den Jahren und Projekten, da ist es schon sehr naheliegend und spannend zu fragen, wie und wohin wir uns wohl weiterbewegen?

Na denn – ich hoffe auf 3 amüsant-inspirierende Abende!

DENKtRÄUME proudly presents: Regarding Susan Sontag

lsf-jubilogo25_4c.inddSamstag, 18. Oktober 17:30 Passage Kino 1, Mönckebergstr. 17

Gesamtlänge: 100′

Tickets:    Info VVK   |   Online-Tickets

REGARDING SUSAN SONTAG
Nancy Kates, USA 2014, 100 ‚, Digital, Original mit deutschen Untertiteln

„Truth is something that is told, not something that is known.“ Diese Feststellung Susan Sontags leitet Nancy Kates fesselnden Dokumentarfilm. Erzählt wird hier nicht von Sontags umfangreichem Schaffen – dass sie vierzig Jahre lang leidenschaftlich über Kultur und Politik schrieb, Filme drehte, Romane verfasste, Reden hielt, sich einmischte. Hier wird hinter das professionell gemanagte Bild dieser Ikone der Zeitkritik geblickt. Denn auch wenn sich Sontag an die Front aktueller Debatten stellte, Chauvinismus bekämpfte, als erste über Camp und furoremachend über Krieg, Krankheit und Aids schrieb: Ihr Privates hat sie nie zur Politik gemacht. Kates Porträt liefert das nun nach. Von Patricia Clark son gelesene Tagebucheinträge, stimmig aufbereitetes Archivmaterial und offene, witzige, aber auch kritische Interviews mit Ex-Freundinnen, Schwester und Begleiter_innen präsentieren Facetten, die bisher unangesprochen blieben. Eine locker chronologische, durchgehend spannende Reise durch Sontags Leben, die den Sohn aus früher Ehe mit ihrer Freundin aufzog, Frauen liebte, die auch an der Spitze ihrer Metiers standen, und glücklich promisk war. Posthum ist Susan Sontag ein offenerer Umgang mit ihrer nicht eben unterentwickelten Sexualität zu wünschen. Der Film entfacht in jedem Fall (erneuertes) Interesse an Theorie und Praxis dieser brillanten Frau. joe www.sontagfilm.org

 

Nancy Kates´ compelling portrait of the iconic US writer Susan Sontag, who passed away in 2004. Sontag wrote groundbreaking essays on camp, illness, and Aids, but kept her private life apolitical. This film explores the aspects Sontag herself had always omitted from her otherwise fearless and outspoken public persona. Detailing her relationships with women, of whom most were equally accomplished in their respective fields, Kates (re-)sparks interest in both Sontag´s – quite assertive – sexuality and her unique engaging mind.

 

Präsentiert von

Unterstützt von

“Was tun, damit Frauen nicht übersehen und übergangen werden?“

Gertraude Krell hat am 25.6.2014 in der hamburger frauenbibliothek (in Kooperation mit Landesfrauenrat Hamburg e.V.) den Vortrag gehalten:

„Was tun, damit Frauen nicht übersehen und übergangen werden?

Hier ihre Powerpoint-Präsentation dazu: