Karin Kalisa liest aus „Sungs Laden“

In zahlreichen Buchhandlungen und anderen literarischen Orten der Stadt können die Besucherinnen und Besucher der 4. Langen Nacht der Literatur Hamburg nationalen LNdL_2017und internationalen Autorinnen und Autoren begegnen und Lesungen, Literaturperformances, Diskussionsrunden sowie Buchpräsentationen lauschen.

Die DENKtRÄUMErinnen freuen sich sehr, dass sie für diesen Anlass Karin Kalisa mit ihrem Roman „Sungs Laden“ gewinnen konnten.

karin-kalisa„Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.“

Kalisa, Karin, Sungs Laden, C.H. Beck Verlag 2015

 

Samstag, 2. September 2017, 18.00 Uhr

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Ort: hamburger frauenbibliothek

Grindelallee 43

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Internationaler Tag des Übersetzens

Solidaritätslesung für türkische Autorinnen mit Texten von türkischen Autorinnen

Näheres folgt!
Der internationale Tag des Übersetzens am 30. September 2017 erinnert an die Bedeutung des Übersetzens in einer immer stärker global vernetzten Welt.

Der Tag des Übersetzens wurde 1991 von der International Federation of Translators (FIT) ins Leben gerufen. Als Datum wählte man den Namens- bzw. Todestag von Hieronymus, einer der begabtesten Sprachgelehrten der alten Kirche. Er übertrug beispielsweise das Alte Testament aus dem Hebräischen ins gesprochene Latein und gilt als Schutzheiliger der Übersetzer. Er starb am 30. September 420 in Betlehem. (Der Text „Internationaler Tag des Übersetzens“ wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.)

Samstag, 30. September 2017