In unseren Räumen:

Weibliche Traditionen rund um Sterben und Tod

Kurzvortrag im Rahmen der Informationsveranstaltung zu der Ausbildung für Frauen „Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

Dienstag, 12. September 2017, 19.00 Uhr

In der deutschen und europäischen Trauer- und Sterbekultur bewegt sich einiges. Ob zum Besseren oder Schlechteren ist teilweise strittig oder eine Frage des Geschmacks. Dass sich etwas verändert war und ist nötig und sicherlich auch dem neu erstarkenden Einfluss von Frauen zu verdanken. Bis vor wenigen Jahren waren Frauen beispielsweise als Bestatterinnen kaum vorstellbar und hatten sich in einer reinen Männerdomäne zu behaupten. Frauen haben historisch aber eine entscheidende und teilweise vergesse Rolle im Umgang mit Sterbenden, Hinterbliebenen und in der Versorgung von Verstorbenen gespielt.

seelfrauAndrea Martha Becker, Referentin und Leiterin der Ausbildung, wirft ein Schlaglicht auf einige dieser weiblichen Traditionen z.B. der Seelfrauen und leitet dann über zu der seit 2010 bestehenden gleichnamigen Ausbildung für Frauen. Die Ausbildung ist an neuesten Ansätzen der Trauer- und Sterbebegleitung orientiert und knüpft gleichzeitig an altes Frauenwissen an.

 Eintritt frei!

 Eine Anmeldung ist wünschenswert aber nicht zwingend.

In unseren Räumen:

Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen. In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 21. Sept. 2017, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

 
 
Zu dieser Veranstaltung gibt es nachfolgend das Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

Jeweils am Donnerstag am 28.09., 19.10., 26.10., 16.11., 23.11. sowie am 14.12.2017, 19:00 – 21:30 Uhr, Kosten: 130,00 Euro inkl. Material (für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung unter Richter.Referentin@web.de erforderlich)

Monika Richter

Monika Richter,

freiberufliche Referentin, Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen

Themen:
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Familiengeheimnisse und Tabus
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Neustart mit 60 – erfolgreich mit 80 Jahren
  • Die Sprache des Erfolgs