Fa(t)shionista

 

VS_9783864930539-Albrecht-Fatshionista_U1.inddRund und glücklich durchs Leben
(Ullstein Verlag, 2018)

Schon als Sechsjährige ärgert sich Magda Albrecht über die Kommentare ihrer Mitmenschen, die abfällig über ihren dicken Körper sprechen. Heute will sie das Schönheitsideal verändern, besser: ausdehnen, denn nicht die vielen Pfunde, sondern die Vorurteile sind hartnäckiger als gedacht: Wer dick ist, hat versagt, ist faul und ungebildet. Warum eigentlich?, fragt sich die Autorin nach vielen Jahren der Verunsicherung und verordnet sich seither keine Diätshakes mehr, sondern eine doppelte Portion Selbstbewusstsein. Denn sie hat gelernt, dem Schlankheitsideal etwas entgegenzuhalten: stolze Fatshionistas und die Erkenntnis, dass Diäten nichts bringen — außer schlechter Laune.

Magda Albrecht, Autorin, Bloggerin, Musikerin. Sie macht politische Bildungsarbeit, hält Vorträge und gibt Workshops zu den Themen Körpernormen (insbesondere Dickendiskriminierung), Strategien zur Selbstermächtigung und queer_feministischer Aktivismus.

Mittwoch, 27. Juni 2018, 19.30 Uhr

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €

in Kooperation mit PINKSTINKSpinkstinks_logo-web

Darstellung des Islam in der EMMA

Auf Grund einer langjährigen und hartnäckigen Kritik von marginalisierten Frauen haben feministische Theorien die Universalkategorie „Frau“ hinterfragen müssen und die Auseinandersetzung mit Differenzen zwischen Frauen hat an Bedeutung gewonnen. In theoretischen Auseinandersetzungen werden intersektionale Ansätze als eine Lösung diskutiert, die diesen Differenzen und den Wechselwirkungen verschiedener Unterdrückungsmechanismen gerecht werden kann. Dabei bleibt die Frage, wie diese theoretischen Überlegungen in der feministischer Praxis umgesetzt werden können bzw. ob sie dort überhaupt rezipiert werden und mit welchen Effekten.

Am Beispiel der Zeitschrift EMMA als Ort spezifischer politischer Praxis soll aufgewiesen werden, wie die Differenzen und verschiedene Herrschaftsverhältnisse dargestellt werden, insbesondere an der Darstellung zum Thema „Frauen und Islam“.

Eliane Kurz, Freiburg, Promovendin an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main, FB 03 Gesellschaftswissenschaften

Dienstag, 11. September 2018, 19.30 Uhr

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung

Eintritt: 3 €

In unseren Räumen: Die schwere Last der Mütter …

… und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen.

In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 20. September 2018, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

Monika Richter

Monika Richter
freiberufliche Referentin, Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen
Themen:
  • Neustart mit 60 – erfolgreich mit 80 Jahren
  • Die Sprache des Erfolgs
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Kriegstraumata in der Altenpflege
  • Familiengeheimnisse und Tabus

Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

jeweils am Donnerstag, 19.00–21.30 Uhr:
27. Sept., 11. Okt., 25. Okt., 8 Nov., 22. Nov., 13. Dez. 2018
Kosten: 130,00 Euro inkl. Material,

Für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung erforderlich.
Kontakt: Richter.Referentin@web.de

Freiheit von der Pille

freiheit von der pilleSeit 50 Jahren gilt die Antibabypille in Deutschland als sicherste Verhütungsmethode. Und noch immer wird sie als Meilenstein für die Emanzipation und Unabhängigkeit der Frau gefeiert. Noch heute nimmt die Mehrheit der Frauen im fruchtbaren Alter verschiedene Formen hormoneller Verhütung in Anspruch. Eine Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2011 ergab, dass 53 Prozent der Befragten der 18- bis 49-Jährigen die Pille einnehmen und weitere drei Prozent andere hormonelle Methoden verwenden. Unter den 19-Jährigen schlucken gut 70 Prozent die Pille. Doch hormonelle Verhütungsmittel bergen nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Neben den Risiken tödlicher Thrombosen und Lungenembolien leben Frauen ganz selbstverständlich mit einer ganzen Bandbreite von Effekten. Darunter u. a. die Verminderung der Libido. Die Pille für den Mann hingegen ist immer noch nicht zugelassen. Wegen der Nebenwirkungen.

kraySabine Kray wurde 1984 in Göttingen geboren. Sie lebt als Autorin (u. a. für die ZEIT) und Übersetzerin in Berlin, wo sie sich als Mentorin für junge Mädchen bei der Bürgerstiftung Neukölln engagiert. Ihr Debüt Diamanten Eddie erschien im Frühjahr 2014.

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €