„Mutter zieht aus“

Lesung mit Karen-Susan Fessel im Rahmen der 5. Langen Nacht der Literatur Hamburg

mutter-zieht-aus_9783887696801_295An einem schönen Frühlingstag passiert der Mutter der Autorin etwas, das vielen Frauen ihrer Generation widerfährt: Sie stürzt, bricht sich den Oberschenkel, kommt ins Krankhaus, in die Reha und zieht um in ein betreutes Wohnen. Was bleibt von einem Haus, das die gesamte Familie über Jahrzehnte bewohnt hat? Was lässt sich in Kisten packen, aussortieren? Am Beispiel ihrer eigenen Mutter erzählt Karen-Susan Fessel von einer aussterbenden Generation, von Kriegskindern und ihren Töchtern und neuen Perspektiven, die sich auch im Alter noch finden lassen …

konkursbuch Verlag Claudia Gehrke 2018, 14,90 €

 

fesselKaren-Susan Fessel: „Geboren 1964 in Lübeck, wuchs ich in Meppen/Ems auf und studierte Theaterwissenschaften, Gemanistik und Romanistik an der Freien Universität  Berlin. Nach einer Hospitanz in den Abteilungen Hörspiel und Feature des ORB arbeitete ich als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und Organisationen, während ich nebenbei meinen ersten Roman schrieb, der 1994 veröffentlicht wurde. Seitdem sind mehr als zwei Dutzend Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder erschienen, von denen viele in zahlreiche Sprachen übersetzt und ausgezeichnet wurden  Meine Begeisterung für Sprache, Stil und das Geschichtenerzählen vermittele ich seit 2001 zudem mit viel Spaß als Dozentin in zahlreichen Schreibseminaren und -werkstätten für Jugendliche und Erwachsene im In- und Ausland.“ (http://www.karen-susan-fessel.de/)

Samstag, 1. September 2018, 18.00 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

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Ich bin, du bist … oder die Herausforderungen des Übersetzens für Geflüchtete

Zum Tag der Übersetzer_innen am 30.9.2018

Ausschnitte aus:  Die undankbare Fremde von Irena Brezna  in vielfältigen Stimmen

Der in sieben Sprachen übersetzte Text  wird in Ausschnitten von Irena Brežná selbst und von einigen Muttersprachlerinnen bzw. Übersetzerinnen  vorgelesen und diskutiert.

breznaZum einen ist Die undankbare Fremde  die Geschichte einer jungen Frau, die 1968 aus der CSSR in die Schweiz emigriert und dort versucht, sich zurechtzufinden, auch sprachlich. Zzum anderen werden die Geschichten vieler Menschen, die in der Schweiz Asyl  suchen und für die die Protagonistin übersetzt, erzählt.

„Fremdsein als Heimat – zu dieser inspirierenden Formel gelangt Irena Brežnás temperamentvolle Erzählerin ganz am Schluss. Eine Erzählerin mit zwei Stimmen: Die eine gehört der Vergangenheit des jungen Mädchens, das aus der Tschechoslowakei in die Schweiz kam und gleichzeitig von der Kindheit in die Adoleszenz trat; die andere der Gegenwart einer Dolmetscherin, welche den Behörden heutige Migrantenschicksale übersetzt und für die Leserschaft dieses Buch in poetische Prosa giesst. Das Exil als paradoxe Metapher, wie durch eine Lupe gesehen, todernst, hochkomisch, tiefenscharf und berührend.“ (aus der Preisbegründung der Literaturjury, Bern 2012)

Die Herausforderungen und Schwierigkeiten des Übersetzens werden im Mittelpunkt dieser Lesung  stehen.

Mit einem interkulturellen Buffet wird für das leibliche Wohl gesorgt.

Sonntag, 30. September 2018, 17.00 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

 

Vorlesetag

VLT_Logo_rzBundesweiter Vorlesetag – wir sind dabei!

Das DENKtRÄUME-Team

Freitag, 16. November 2018