Veranstaltungen 2017

Literatur-Café zu Irmgard Keun

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Anlässlich ihres Geburtstages am 6. Februar 1905 stellt das DENKtRÄUME-Team Biografisches sowie ausgewählte Texte aus dem Werk Irmgard Keuns vor.

Mit ihren Romanen Gilgi – eine von uns (1931) und Das kunst­sei­de­ne Mädchen (1932) trifft sie den Nerv der Zeit, den Lebenshunger junger Frauen in einer Krisenzeit, in einem am Film orientierten Schreibstil. Sie erhält glänzende Rezensionen, beide Romane werden in mehrere Sprachen übersetzt, und die junge Autorin ist auf einen Schlag im Ausland präsent, während in Deutschland ihre Karriere abbricht. Denn kaum sind die Nazis an der Macht, werden ihre Romane als „Asphaltliteratur mit anti­deutscher Tendenz“ verboten. Auf der Flucht und im Exil ver­fasst sie trotzdem drei Romane, in denen sie ihre Erlebnisse in Nazi-Deutschland (Nach Mitternacht, 1937) oder im Exil (D-Zug dritter Klasse; Kind aller Länder, 1938) verarbeitet. Das Ende des Krieges wartet sie illegal und anonym in Deutschland ab. Im Nachkriegsdeutschland kommt Irmgard Keun dann mit ihren bissigen Glossen und auch ihrem einzigen Roman (Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen, 1950) nie richtig an. Auch ihre Persönlichkeit und Lebensumstände spielten eine Rolle – alkoholkrank und medikamentensüchtig lebt sie mehrfach über Jahre in der geschlossenen Psychiatrie. Erst in den 1970er Jahren wurde sie (v. a. durch die Frau­enbe­we­gung) neu entdeckt. Beides, ihr Leben in seinem Auf und Ab zwischen Ruhm und Elend, und ihre freche, kunstvoll naive Rollenprosa, spiegelt sich bis heute im wiederholten Wechsel von Entdecken und Vergessen durch die literarische Öffentlichkeit. (zitiert nach: Sonja Hilzinger,Legendenumrankt: Irmgard Keun zum 105.

Im Herbst 2017 wird eine Werkausgabe im Wallmann-Verlag erscheinen. Dazu der Verlag: „Das Erscheinen der Keun-Werkausgabe verschiebt sich auf den Herbst 2017. Im Kölner Stadtarchiv wird –  wie sich erst jetzt ergeben hat – voraussichtlich im Herbst 2016 eine der wichtigsten lebens- und werkgeschichtlichen Quellen wieder zugänglich sein. Da diese für den Kommentar von entscheidender Bedeutung ist und möglicherweise auch Hinweise auf bislang nicht zu ermittelnde Keun-Texte enthält, haben die Herausgeber zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung beschlossen, dass die Ausgabe im Herbst 2017 und nicht, wie ursprünglich angekündigt, in Herbst 2016 erscheinen wird. […] Diese Neuausgabe präsentiert erstmals das Gesamtwerk Irmgard Keuns. Sie enthält alle erhaltenen Texte Keuns von der Weimarer Republik bis in die 1960er Jahre, darunter zahlreiche Wieder- und Neuentdeckungen. Es ist ein überraschend facettenreiches Werk, das neben den Romanen auch Kurzgeschichten und Satiren, Anti-Märchen und zeitkritische Glossen umfasst. Es zeigt die Autorin als scharfe und sensible Beobachterin der deutschen Zeitgeschichte und als eine Sprachkünstlerin, deren Rang immer noch zu entdecken ist.
In einem einleitenden Essay stellt die unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnete Schriftstellerin Ursula Krechel das vielschichtige und mitreißende Werk Irmgard Keuns vor. Der umfassende Kommentar von Heinrich Detering und Beate Kennedy erschließt die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte, die zeitgeschichtlichen und literarischen Kontexte und erzählerische Verfahren der Werke.“ (Wallmann-Verlag)

Sonntag, 5. Februar 2017, 15.00 Uhr

Biografisches zu Irmgard Keun auf FemBio

In unseren Räumen:

Geleit der Seele

Kurzvortrag im Rahmen der Informationsveranstaltung zu der Ausbildung für Frauen „Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

Dienstag, 14. März 2017, 19.00 – 20.30 Uhr

In fast allen Religionen und Kulturen, in denen es eine Bestattungskultur gibt, gibt es auch die Vorstellung, dass irgendetwas von uns den leiblichen Tod überdauert und danach noch ansprechbar bleibt. In unserem Kulturkreis nennen wir das „Seele“.

Die konkreten Vorstellungen darüber, was aus der Seele wird, wo sie nach dem Tod hingeht und was ihre letzte Bestimmung ist, sind dabei recht unterschiedlich. Im Allgemeinen jedoch gehört zu diesen Vorstellungen auch die Überzeugung, dass eine Seele Schwierigkeiten haben kann, ihren nachtodlichen Weg zu finden und in Frieden zu gehen. Wo dies der Fall ist, geht man davon aus, dass die noch Lebenden mit der verstorbenen Seele in Kontakt treten, Spannungen bereinigen und sie auf ihren Weg schicken – sie geleiten – können. Auch in der abendländischen Geschichte gibt es verschiedene Traditionen zu „Seelengeleit“.

seelfrauAndrea Martha Becker, Referentin und Leiterin der Ausbildung zur „Seelfrau“, wirft in einem kurzen Impulsreferat sowohl einen Blick auf einige Vorstellungen über das nachtodliche Treiben der Seele in ausgewählten Religionen, als auch auf zeitgemäße Kriterien und Formen des Geleits verstorbener Seelen in unserem Kulturkreis.

Im Anschluss leitet sie über auf den historischen Hintergrund der sogenannten Seelfrauen des Mittelalters und auf die seit 2010 bestehende, gleichnamige Ausbildung für Frauen. Die Ausbildung ist an neuesten Ansätzen der Trauer- und Sterbebegleitung orientiert und knüpft gleichzeitig an altes Frauenwissen an.

 Eintritt frei!

Eine Anmeldung ist wünschenswert, aber nicht zwingend.

Stadtrundgang: „Von der Hökerin zur Kauffrau“

Frauenarbeit in Hamburg

Stadtrundgang zum Equal Pay Day 2017

HoekerinFrauen arbeiteten nicht nur im sozialen oder Bildungsbereich, sondern gerade auch in Hamburg im kauf“männischen“ Bereich. In einem Rundgang werden wir die Entwicklung von Frauenarbeit in Büro und Handel erlaufen und entdecken.

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden

Reingard Wagner/Karin Schönewolf

Sonntag, 19. März 2017, 15.00 Uhr

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Treffpunkt: Hopfenmarkt (bei der Nicolaikirche)

Spende am Ende gern gesehen …

Garten 340

In unseren Räumen:

Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen.

In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 23. März 2017, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

Monika RichterMonika Richter, freiberufliche Referentin,
Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen
Themen:
  • Konstruktive Kommunikation
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Familiengeheimnisse und Tabus
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Kriegstraumata in der Altenpflege

 

Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

Jeweils am Donnerstag, 19:00–21.30 Uhr:
30. März, am 13. April, am 27. April, am 11. Mai, am 08. Juni und am 22. Juni

Kosten: 110,00 Euro inkl. Material,

Für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung erforderlich.
Kontakt: Richter.effektiv@web.de

Bücher-Café I

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 2. April 2017, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für den Frühling …

Eintritt: frei

Warum die Linken und Feministinnen am Rechtspopulismus (nicht) schuld sind

antje-bild-lisa-1502-kleinSeit all den Debatten darüber, dass der Aufstieg der Rechtspopulist_innen in Europa und USA möglicherweise auch eine Schuld derer ist, die auf der „linken“ (und vor allem der feministischen) Seite zu überzogene und politisch korrekte Forderungen aufgestellt haben, trage ich ein Unbehagen mit mir herum, das daher rührt, dass diese Einwände einerseits stimmen und andererseits nicht. Dass einerseits was dran ist, sie aber andererseits auch völlig falsch sind.

Ich glaube, das Einerseits-Andererseits-Gefühl kommt aus einer Verwechslung von Prinzipien und Vermittlung. Was die Prinzipien angeht, so haben wir nicht überzogen. Es ist richtig, sich nicht mit ein bisschen weiblicher Freiheit und ein bisschen Akzeptanz von Homosexualität und ein bisschen Abbau weißer Überheblichkeit zufriedenzugeben, sondern hier radikal auf dem ganzen Programm zu bestehen.

Aber andererseits: Ja, es stimmt, wir haben den Bogen überspannt, wir haben Fehler gemacht. […] Weil wir es, erst einmal an die Macht gekommen, vernachlässigt haben, für diese Ideale auch konkret einzutreten und sie zu vermitteln, und zwar überall und immer, auch an die Honks. […]

Freiheitliche Politik kommt nicht weit, wenn sie sich auf Macht kapriziert. Sie darf ihre Prinzipien auf keinen Fall aufgeben. Aber sie muss ihre Prinzipien anderen vermitteln. Wenn ihr das nicht gelingt, wird sie verlieren.

Vermittlung ist das wahre Radikalsein – darüber habe ich schonmal was gebloggt.

(Text aus: https://antjeschrupp.com/2017/01/01/warum-die-linken-und-feministinnen-am-rechtspopulismus-nicht-schuld-sind/)

Mittwoch, 5. April 2017, 19.30 Uhr

Antje Schrupp,

Journalistin und Politikwissenschaftlerin, Bloggerin. Lebt in Frankfurt am Main. Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und evangelischen Theologie in Frankfurt, seit 1992 Magistra Artium und seit 1999 Dr. phil. Redakteurin der Zeitung Evangelisches Frankfurt.

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

 

„Als Kind wünschte ich mir goldene Locken“

Gespräche mit Überlebenden der Shoa

kemperDie Autorin Magdalena Kemper stellt ihr Hörbuch vor.

Über 30 Jahre lang hat die rbb-Redakteurin Magdalena Kemper Zeitzeugen befragt. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie haben den Nationalsozialismus überlebt, im Exil oder im Untergrund. Sie berichten von der Angst, vom Verlust geliebter Menschen, von der eigenen Art der Vergangenheitsbewältigung aber auch von Neuanfängen, unverhofftem Glück und der Liebe. Entstanden ist so ein berührendes und vielstimmiges Porträt deutsch-jüdischer Geschichte. Dieses Hörbuch vereint einzigartige Tondokumente von prominenten Zeitzeugen wie Gisèle Freund, Inge Deutschkron, Margot Friedländer und Hilde Domin.

Magdalena Kemper, geboren 1947 in Berlin, studierte Germanistik und arbeitet seit 1972 als Journalistin und Redakteurin beim Sender Freies Berlin, später beim rbb. U.a. moderierte sie die Sendung „Das Gespräch“, für die sie über 150 Menschen interviewte. 2012 erhielt sie die Hedwig-Dohm-Urkunde für ihre herausragende journalistische Leistung und ihr frauenpolitisches Engagement.

Mittwoch, 10. Mai 2017, 19.30 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Polit-Café

Gefahr von rechts – AfD und Co in ihrem Kampf gegen Gender, Frauenrechte und Demokratie

Vortrag und Diskussion … bei Tee + Kaffee, Laugenbrezeln und Croissants

„Antifeminismus ist nichts Neues, er kommt in Wellen. Man kann beobachten, wie auf einen Fortschritt in der Geschlechterpolitik eine Abwehrwelle folgt. Seit Anfang des Jahrtausends haben wir eine Bewegung von Maskulisten: Sie fühlen sich von Frauen übervorteilt, wollen Frauenbeauftragte und Frauenhäuser abschaffen. Das findet sich nun erstmals in der AfD wie unter einem Brennglas wieder. Aber: Die erste Anti-Genderpartei war die NPD. Sie nannte es G-ender, mit deutschem G. Das hat die AfD in den ostdeutschen Bundesländern übernommen. In der Regel war aber die NPD Stichwortgeberin. Gender Mainstreaming abschaffen, angebliche „Frühsexualisierung“ von Kindern, keine „Homoehe“ – all das hat die NPD zuerst gefordert, die AfD hat es aufgegriffen und in den Mainstream getragen. Neu ist, dass es gesellschaftsfähiger geworden ist, offen antifeministisch zu argumentieren. […]

Was Adorno als „autoritären Charakter“ bezeichnet hat, das war nie weg. Doch Geschichte ist nie linear und wiederholt sich auch nicht. Wir sehen nicht nur den Aufstieg autoritärer Regierungen, sondern auch eine Menge Protest dagegen. Und in Deutschland gibt es nicht nur die AfD, sondern ein in unserer Geschichte beispielloses Engagement für Geflüchtete. Wir haben eine neue Dimension der Offenheit gegenüber queeren Menschen und es wird erstmals über Postkolonialismus diskutiert. Man muss Offenheit und Toleranz wie ein Mantra immer wieder einfordern. Demokratie muss jeden Tag neu gelernt werden.“ (http://www.fes.de/gender/infobrief/fokus/)

Sonntag, 11. Juni 2017, 12.00 Uhr

lehnertEsther Lehnert, Erziehungswissenschaftlerin, setzt sich seit Langem mit dem Thema „Frauen im Rechtsextremismus“ auseinander. Als freie Mitarbeiterin ist sie in der Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ der Amadeu Antonio Stiftung tätig; seit 2014 vermittelt sie ihr Wissen als Professorin an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.

 

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den „Freien Kameradschaften“ oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Eine Entdeckung: Amalie Skram

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Christel Hildebrandt und Gabriele Haefs

lesen aus

Amalie Skram: Professor Hieronimus

und stellen die in Deutschland noch weitgehend unbekannte
norwegisch/dänische Autorin vor.

 

„Das Buch entstand in der Zeit des frühen Freud und späten Ibsen. Der Psychiatrie- und Emanzipationsroman aus dem Jahr 1895 wurde 2016 im Guggolz-Verlag neu aufgelegt.

Im Grunde handelt es sich beim vorliegenden Buch um einen Doppelroman, nämlich „Professor Hieronimus“ und die Fortsetzung „In St. Jørgen“. Auf Zuraten ihres Mannes, aber auch weil sie selber einsieht, dass sie, zwischen familiären Pflichten und künstlerischem Anspruch zerrieben, langsam, aber sicher auf eine Depression zusteuert, willigt die Malerin Else Kant ein, sich in die Nervenheilanstalt des berühmten und verehrten Professor Hieronimus einweisen zu lassen. Hier erhofft sie die dringend benötigte Ruhe, um endlich wieder zu sich selbst zu kommen. Damit sitzt sie in der Falle. Statt die erhoffte Erholung und Heilung zu erhalten, gerät sie in eine Welt der Unterdrückung, wo jede Selbstbestimmung radikal verhindert wird. […]

„Mit Ibsens Dramen kam die „Frauenfrage“ in die Literatur, Amalie Skram hat sie weitergeführt. Naturalistisch wie Ibsen ist Skram im technischen Sinn, weil sie das soziale Elend detailliert zeigt, aber nicht im deterministischen Sinn: Ihre Else lehnt sich nicht nur gegen Hieronimus, sondern auch gegen ihren Mann auf; und Amalie Skram hat den Blick für das, wie es heißt, „verdeckte Tabuisierte, das Rätselhafte des Körpers“. – Für Amalie Skram war Leben und Schreiben eins. Sie lebte konsequent, was sie in ihren Büchern propagierte. In ihrem gesamten schriftstellerischen Werk empört sie sich über Scheinheiligkeit und Doppelmoral; ihre Bücher und Artikel spiegeln die Diskussionsthemen der Zeit – Prostitution, das Elend der Versorgungsehe, unerfüllte weibliche Sexualität.“ (Deutschlandfunk Kultur)

askram„Amalie Skram (1846-1905) heiratete mit 18 Jahren einen Kapitän und begleitete ihn auf seinen Reisen um die Welt. 1877 lässt sie sich scheiden. Sie zieht nach Oslo, nicht zuletzt um dem Skandal zu entfliehen, den sie damit ausgelöst hat. In Oslo ernährt sie sich – für eine Frau damals sehr ungewöhnlich – allein vom Schreiben (vor allem journalistische Arbeiten, aber auch schon Erzählungen). In Literatenkreisen lernt sie den dänischen Schriftsteller Erik Skram kennen. Nach der Heirat mit ihm zieht sie nach Kopenhagen und bleibt dort bis ans Ende ihres Lebens. Amalie Skram entwickelte eine besondere Fähigkeit der zur Untätigkeit verdammten bürgerlichen Frau – das Beobachten – zur Meisterinnenschaft. Sie wurde zur Dichterin der Unglücklichen und des Unglücks. Als sie und Erik Skram sich auseinandergelebt hatten, reichte sie ein weiteres Mal die Scheidung ein. Die psychischen Belastungen dieses Lebens gegen alle Konventionen führten dazu, dass sie, zunächst aus freien Stücken, später jedoch gegen ihren Willen, einige Monate in psychiatrischen Krankenhäusern verbringen musste. Nur dank glücklicher Umstände erreichte sie ihre Entlassung aus der geschlossenen Anstalt – Erfahrungen die sie in ihren Romanen, Professor Hieronymos (1895) und In St. Jörgen (1895), öffentlich macht. Ihre schonungslose Beschreibung des Alltags in psychiatrischen Anstalten weckte eine breite Diskussion und führte zu Verbesserungen.“ (femBio)

Amalie Skram: Professor Hieronimus (enthält die Romane „Professor Hieronimus“ und „In St. Jørgen“). Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt. Mit einem Nachwort von Gabriele Haefs. Guggolz-Verlag, Berlin 2016

Christel Hildebrandt/Gabriele Haefs

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Dienstag, 20. Juni 2017, 19.30 Uhr

Film: „Die Revolution der Frauen“

La Révolution des femmes – Un Siècle de féminisme arabe

11111(Feminists Insha’Allah! – The Story of Arab Feminism)

Dokumentarfilm, Tunesien 2014, R.: Feriel Ben Mahmoud, 54 Min., engl. / frz. / arab. OF, dt. UT

Der Film erzählt die in Europa kaum bekannte Geschichte des arabischen Feminismus. Feriel Ben Mahmoud hat dafür Interviews mit Frauen aus verschiedenen Generationen in Ägypten, Marokko, Algerien, Tunesien, Saudi-Arabien sowie im Libanon geführt. Mit zum Teil unveröffentlichtem Archivmaterial belegt sie den seit mehr als einem Jahrhundert andauernden Kampf um Frauenrechte in den muslimisch geprägten Gesellschaften. Der Film zeigt auch, welche innenpolitischen Auseinandersetzungen, aber auch welche außenpolitischen Einflüsse die Emanzipationsbewegungen in den jeweiligen Ländern förderten oder zurückwarfen.

Zentrale Aussage des Films: Ohne Gleichberechtigung der Frauen gibt es auch keine Demokratie!

Zur Regisseurin: Feriel Ben Mahmoud, geb. 1976, studierte Geschichte und Politikwissenschaften in Paris. Seit 2001 produziert sie Dokumentarfilme zum Thema Frauenrechte in arabischen Ländern. Für “La révolution des femmes – Un siècle de féminisme arabe” erhielt sie auf Festivals weltweit zahlreiche Auszeichnungen.

Dienstag, 27. Juni 2017, 19.00 Uhr

Ort: Kino Metropolis, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

Mit kurzen einführenden Beiträgen zum Film

Eintritt: regulärer Metropolis-Preis (7,50 €/5 € für Mitglieder)

In Kooperation mit Terre des Femmes, filia. die frauenstiftung, Yalla

 

Bücher-Café

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 16. Juli 2017, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für Sommer- und Urlaubslektüre …

Eintritt: frei

Karin Kalisa liest aus „Sungs Laden“

In zahlreichen Buchhandlungen und anderen literarischen Orten der Stadt können die Besucherinnen und Besucher der 4. Langen Nacht der Literatur Hamburg nationalen LNdL_2017und internationalen Autorinnen und Autoren begegnen und Lesungen, Literaturperformances, Diskussionsrunden sowie Buchpräsentationen lauschen.

Die DENKtRÄUMErinnen freuen sich sehr, dass sie für diesen Anlass Karin Kalisa mit ihrem Roman „Sungs Laden“ gewinnen konnten.

karin-kalisa„Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.“

Kalisa, Karin, Sungs Laden, C.H. Beck Verlag 2015

 

Samstag, 2. September 2017, 18.00 Uhr

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Ort: hamburger frauenbibliothek

Grindelallee 43

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Feministische Zeitschriften in der Frauenbewegung

Podiumsdiskussion zum Hamburger Projekt „Dokumente der Neuen Frauenbewegung/Hamburg“ des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF)

Die Hamburger Frauenzeitung ist ein wichtiges Zeugnis der Neuen Frauenbewegung in Hamburg. Angefangen als Blättersammlung durchlief sie viele Veränderungen in den Arbeitsprozessen, in den Themen sowie im Layout. Im Digitalisierungsprojekt, das von DENKtRÄUME im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs durchgeführt wird, spielt sie eine zentrale Rolle. Doch welche (politische) Bedeutung kann so eine Zeitschrift auch für die aktuelle Frauenbewegung haben? Haben sich die Rolle und das Selbstverständnis feministischer Zeitschriften in der zweiten und dritten Welle der Frauenbewegung verändert? Wie haben die Zeitschriften die zunehmende Digitalisierung und die digitalen Plattformen sich zu Nutze gemacht?

Diesen Fragen gehen wir im Gespräch mit Dr. Antke Engel (ehemals Hamburger Frauenzeitung), Manuela Kay (L-Mag), Stefanie Lohaus (Missy Magazine) und Dr. Birgit Kiupel (Digitales Deutsches Frauenarchiv) nach.

Moderation: Katrin Jäger (Journalist*in)

Grußwort: Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Vorstellung „Dokumente der Neuen Frauenbewegung/Hamburg“: Inga Müller

Informationen zum Digitalen Deutschen Frauenarchiv: Dr. Birgit Kiupel

Donnerstag, 7. September 2017, 18.30 Uhr


Einlass: 18.00 Uhr
Eintritt frei

Vorherige Anmeldung per Mail (info[at]denktraeume.de) oder Telefon (040-450 06 44) erbeten.

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BMFSFJ gefördert vom

 

 

Die Veranstaltung wird gefördert von:

ZentrumGenderwissen

www.zentrum-genderwissen.de
Gemeinsame Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen

In unseren Räumen:

Weibliche Traditionen rund um Sterben und Tod

Kurzvortrag im Rahmen der Informationsveranstaltung zu der Ausbildung für Frauen „Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

Dienstag, 12. September 2017, 19.00 Uhr

In der deutschen und europäischen Trauer- und Sterbekultur bewegt sich einiges. Ob zum Besseren oder Schlechteren ist teilweise strittig oder eine Frage des Geschmacks. Dass sich etwas verändert war und ist nötig und sicherlich auch dem neu erstarkenden Einfluss von Frauen zu verdanken. Bis vor wenigen Jahren waren Frauen beispielsweise als Bestatterinnen kaum vorstellbar und hatten sich in einer reinen Männerdomäne zu behaupten. Frauen haben historisch aber eine entscheidende und teilweise vergesse Rolle im Umgang mit Sterbenden, Hinterbliebenen und in der Versorgung von Verstorbenen gespielt.

seelfrauAndrea Martha Becker, Referentin und Leiterin der Ausbildung, wirft ein Schlaglicht auf einige dieser weiblichen Traditionen z.B. der Seelfrauen und leitet dann über zu der seit 2010 bestehenden gleichnamigen Ausbildung für Frauen. Die Ausbildung ist an neuesten Ansätzen der Trauer- und Sterbebegleitung orientiert und knüpft gleichzeitig an altes Frauenwissen an.

 Eintritt frei!

 Eine Anmeldung ist wünschenswert aber nicht zwingend.

In unseren Räumen:

Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen. In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 21. Sept. 2017, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

Zu dieser Veranstaltung gibt es nachfolgend das Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

Jeweils am Donnerstag am 28.09., 19.10., 26.10., 16.11., 23.11. sowie am 14.12.2017, 19:00 – 21:30 Uhr, Kosten: 130,00 Euro inkl. Material (für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung unter Richter.Referentin@web.de erforderlich)

Monika Richter

Monika Richter,

freiberufliche Referentin, Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen

Themen:
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Familiengeheimnisse und Tabus
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Neustart mit 60 – erfolgreich mit 80 Jahren
  • Die Sprache des Erfolgs

Make Fruit Fair – Women on Farms Project in Südafrika

Im Rahmen der Kampagnenarbeit von „Make Fruit Fair“ (Oxfam Deutschland e. V.) kommen im Oktober Frauen  vom  Women on Farms Project (Südafrika) zu Besuch nach Deutschland, ein Projekt, das sich vor allem um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Frauen auf Weinfarmen in Südafrika einsetzt. Sie werden von ihrer Arbeit und von ihrem Kampf um Arbeitsrechte berichten. Wir freuen uns sehr, drei von ihnen bei uns begrüßen zu dürfen.

oxfam-suedafrika-rechte-farmarbeiterinnen-demonstration

Die Trauben- und Weinindustrie in der westlichen Kap-Provinz erwirtschaftet jährlich Beträge in Milliardenhöhe. Die Arbeiter/innen, die Wein- und Tafeltrauben ernten, haben davon kaum etwas. Sie gehören zu den am schlechtesten bezahlten Beschäftigten in Südafrika und leiden unter ausbeuterischen Verhältnissen. Arbeitsrechte für Farmarbeiter/innen wurden in Südafrika erst 1994, nach dem Ende der Apartheid, eingeführt. Doch werden sie nicht auf allen kommerziellen Farmen eingehalten, und der Staat überwacht ihre Umsetzung nicht ausreichend. Darunter leiden ganzjährig und vor allem saisonal beschäftigte Arbeiter/innen, die häufig nicht organisiert und deren Rechte untergraben werden.

logo wfpWomen on Farms Project (WFP) setzt sich seit Jahren für die Umsetzung der Rechte von Farmarbeiterinnen ein. Das besondere Augenmerk legt WFP dabei auf die Rechte von Frauen auf kommerziellen Farmen. Auf nationaler Ebene ist die Organisation stark in aktuelle Debatten, etwa über die Durchsetzung von Mindestlöhnen, involviert. Auf lokaler Ebene unterstützt WFP Farmarbeiterinnen bei der Überwindung der während der Apartheid geprägten patriarchalen Abhängigkeit. Diese mündet häufig in Bevormundung, Ausbeutung, Arbeitsrechtsverletzungen und schlechten Arbeitsbedingungen. Frauen wissen oft nicht um ihre Rechte und können deshalb ihre Ansprüche nicht geltend machen.

Montag, 16. Oktober 2017, 19.00 Uhr

In Kooperation mit:

oxfam_logoOxfam Deutschland e. V.
verdiver.di Hamburg - Frauen

nordkircheFrauenwerk der Nordkirche

Eintritt: frei

„Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“

Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können

herrmann_coverDie Autorin Ulrike Herrmann stellt ihr Buch vor (Westend-Verlag 2016)

» Die herrschende ökonomische Lehre bildet nicht die Realität ab. Bereits bei Smith, Marx und Keynes hingegen findet sich fast alles, um unser Wirtschaftssystemzu verstehen.«

„Warum kommt es zu Finanzkrisen? Warum sind die Reichen reich und die Armen arm? Wie funktioniert Geld? Woher kommt das Wachstum? Schon Kinder stellen diese Fragen – aber die Ökonomen können sie nicht beantworten. Viele basteln an theoretischen Modellen, die mit der Realität nichts zu tun haben. Leider kosten die Irrtümer der Ökonomen nicht nur Milliarden, sondern sogar Menschenleben. Wer verstehen will, was falsch läuft, muss die Klassiker kennen: Adam Smith, Karl Marx und John Maynard Keynes. Sie werden an den Universitäten kaum, falsch oder gar nicht mehr gelehrt. Dabei haben diese drei Theoretiker die besten Antworten gegeben. Man muss sie neu entdecken.“ (Westend Verlag)

herrmann

Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin der taz – die tageszeitung. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie an der FU Berlin studiert. Von ihr stammen unter anderem die Bestseller „Der Sieg des Kapitals“ (Piper 2015) sowie „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung (Westend 2016)

 

Video/Interview zu ihrem Buch bei ttt -Titel – Thesen – Temperamente extra“ (ARD)

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19.00 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

In Kooperation mit umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V.

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

„Es sind die kleinen Facetten des Furchtbaren, die so erschüttern“

treuenfeldAndrea von Treuenfeld stellt ihr neues Buch vor:

„Erben des Holocaust.
Leben zwischen Schweigen und Erinnerung“

Gütersloh 2017

Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt: Nina Ruge, Ilja Richter, Marcel Reif, Josef Schuster, Rahel Salamander, Andrew Ranicki, Andreas Nachama u. v. m.

 

Welche Erfahrungen machten die Kinder jener Menschen, die den Holocaust überlebten? Wie prägend waren die Erinnerungen der Eltern an Flucht, Konzentrationslager und die ermordete Familie? Und was bedeutete deren Neuanfang im Land der Täter für das eigene Leben?

Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2017, 224 Seiten, 19,99 €

Mittwoch, 15. November 2017, 19.30 Uhr

Andrea von Treuenfeld hat Publizistik und Germanistik studiert und als Kolumnistin, Korrespondentin und Leitende Redakteurin u.a. bei der Welt am Sonntag gearbeitet. Heute lebt sie in Berlin und schreibt als freie Journalistin Porträts und Biografien.

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

In Koop mit Frauenwerk der Nordkirche und dem Referat für christlich-jüdischen Dialog

 

In unseren Räumen: Vorlesetag

Freitag, 17. November 2017, 18.30 Uhr

Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Dieser Aktionstag für das Vorlesen findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt.
Der Bundesweite Vorlesetag setzt ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Der 14. Bundesweite Vorlesetag findet in diesem Jahr am 17. November statt.

Corinna Ertl liest aus einem japanischen Märchenbuch vor.

vorlesetag

Wird verschoben:

Geschlechtergerechtigkeit und Religion: Geschlechterrollen bei Deutschen und Zuwanderern christlicher und muslimischer Religionszugehörigkeit

Die „BAMF-Geschlechterrollenstudie 2013″ beschäftigt sich mit der Frage nach Geschlechtergerechtigkeit. Die Untersuchung hat die Deutsche Islamkonferenz begleitet. Untersucht wird, inwieweit bei muslimischen und christlichen Zuwanderern hierarchische Geschlechterbeziehungen befürwortet und im Alltag praktiziert werden.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bei allen befragten Gruppen die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern einen fest verankerten Grundwert darstellt und nicht zur Diskussion steht. Die Ansichten über die Rollen, die Frauen und Männer in der Familie sowie in Haushalt und Beruf übernehmen sollten, variieren dagegen deutlich stärker.
Sowohl die Mehrheit der Muslime als auch der Christen befürworten eine Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Somit herrscht insgesamt ein klares Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit vor.

Eine der Autorinnen der Studie stellt die Ergebnisse vor.

Yasemin El-Menouar

Projektleiterin der Studie „Religionsmonitor 2017″ bei der Bertelsmannsstiftung; Studium der Soziologie und Islamwissenschaften (Magister) Köln (2002)

Publikationen

Mittwoch, 29. November 2017, 19.30 Uhr

Ort: Dorothe-Sölle-Haus, Königstr. 54, Hamburg-Altona

Eine Kooperationsveranstaltung mir dem Frauenwerk der Nordkirche

„Nordlicht, Elch und Tannengrün …“

Fast schon eine Tradition …

Nordlicht_Elch

Die Übersetzerinnen

Gabriele Haefs,
Dagmar Mißfeldt
und
Christel Hildebrandt

sowie ein Überraschungsgast …

servieren eine schaurig-schöne Mischung aus besinnlichen Weihnachtsgeschichten und mörderischen Weihnachtskrimis.

 

glögg

Dazu gibt’s traditionell Glögg

(mit und ohne Rum),

heiße Waffeln

und allerlei Nordisch-Leckeres …

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19.30 Uhr

In unseren Räumen: Übergänge.7

Eine Veranstaltung zum Mitgestalten

Sonntag, 17.12.2017 (3. Advent) von 15 – 18 Uhr

Lesung und Spiel zum Thema „suche oder finde“

mit Monika Richter und Hannelore Wilke

Kunsthandwerkerinnenmarkt

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Bei Kaffee, (Yogi)Tee, Punsch und Kerzenschein

Eintritt: 3 €, oder was Leckeres für das gemeinsame Buffet

Für unsere „do it yourself“-Veranstaltungsreihe erbitte ich einen Beitrag, z.B. einen eigenen Text zu einem Erlebnis oder Zeitungsartikel (von max. 5 Minuten Länge), Bilder, oder auch sonstige künstlerische Zugaben zum Thema „gefunden“ / „gesucht“ die dich erfreut haben.

Angebote oder Rückfragen bis zum 10.12.2017 an Hannelore.Wilke@hamburg.de.

Bitte eine Frage zum Thema „suche“ / „finde“ für ein von Monika Richter angeleitetes Spiel auf einen Zettel schreiben und mitbringen.

Veranstaltungsort:

hamburger frauenbibliothek
Grindelallee 43 (Sauerberghof)
20146 Hamburg