29. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg | International Queer Film Festival

Wir sind dabei! Und präsentieren einen Film über die amerikanische Dichterin Emily Dickinson:

Wild Nights with Emily (OmU)

Mittwoch, 17.10. 22:30 // Metropolis Kino

Tickets: Infos zum Vorverkauf // Online-Tickets

Wild Nights with Emily

Madeleine Olnek (US, 2018, 84’)
Sprache: Englisch, Untertitel: Deutsch

WildNightswithEmily_11Alte Jungfer oder Frauen liebende Frau? Nicht nur Literaturwissenschaftler_innen streiten darüber, ob Emily Dickinson (1830-1886) einfach zurückgezogen lebte, oder ein geheimes Liebesleben pflegte. Wäre es nicht wunderbar, wenn wir ein historisches, queeres Vorbild mehr hätten? Und dann noch eine feinsinnige Poetin, deren Dichtkunst ihrer Zeit weit voraus war. Madeleine Olneks Biopic erzählt zwei Versionen von Emilys Lebensgeschichte: eine öffentliche und eine private. Die öffentliche wird posthum von Mabel Todd geprägt, der selbsternannten Herausgeberin und Geliebten ihres Bruders. Mabel bemächtigt sich in Vorträgen sowie mit heißgerubbeltem Radiergummi des künstlerischen Erbes und entwirft das allgemein bekannte Image der Poetin. Doch die Bilder auf der Leinwand erzählen ebenso von Emilys Bemühungen, veröffentlicht zu werden – und ihrer lebenslangen Beziehung mit ihrer Jugendfreundin und Schwägerin Susan. Das ist der Stoff, aus dem Tragödien sind. Doch wer sich an sexy Intimtoupées („Foxy Merkins“, LSF 2014) erinnert, weiß, dass uns ein Film mit trocken-warmherzigen Humor erwartet.

Madeleine Olnek’s biopic on Emily Dickinson (1830–1886) tells two versions of her story. Self-appointed editor Mabel Todd, Emily’s brother’s mistress, coined posthumously the official personae of the poet. The images on the screen tell the other story: of Emily’s struggles to be published and her relationship with her sister-in-law, Susan. Those who remember “Foxy Merkins” (HIQFF 2014) or “Codependents Lesbian Space Aliens” (HIQFF 2011) know to expect a film told with a dry, yet affectionate humour.

[Aus dem Timetable lsf hamburg/Queer Film Festival / https://www.lsf-hamburg.de]lsf

Unsere nächste Veranstaltung 25.10.18:

Freiheit von der Pille

freiheit von der pilleSeit 50 Jahren gilt die Antibabypille in Deutschland als sicherste Verhütungsmethode. Und noch immer wird sie als Meilenstein für die Emanzipation und Unabhängigkeit der Frau gefeiert. Noch heute nimmt die Mehrheit der Frauen im fruchtbaren Alter verschiedene Formen hormoneller Verhütung in Anspruch. Eine Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2011 ergab, dass 53 Prozent der Befragten der 18- bis 49-Jährigen die Pille einnehmen und weitere drei Prozent andere hormonelle Methoden verwenden. Unter den 19-Jährigen schlucken gut 70 Prozent die Pille. Doch hormonelle Verhütungsmittel bergen nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Neben den Risiken tödlicher Thrombosen und Lungenembolien leben Frauen ganz selbstverständlich mit einer ganzen Bandbreite von Effekten. Darunter u. a. die Verminderung der Libido. Die Pille für den Mann hingegen ist immer noch nicht zugelassen. Wegen der Nebenwirkungen.

kraySabine Kray wurde 1984 in Göttingen geboren. Sie lebt als Autorin (u. a. für die ZEIT) und Übersetzerin in Berlin, wo sie sich als Mentorin für junge Mädchen bei der Bürgerstiftung Neukölln engagiert. Ihr Debüt Diamanten Eddie erschien im Frühjahr 2014.

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €

Unsere nächste Veranstaltung 30.9.18:

Ich bin, du bist … oder die Herausforderungen des Übersetzens für Geflüchtete

Zum Tag der Übersetzer_innen am 30.9.2018: Ausschnitte aus Die undankbare Fremde von Irena Brezna in vielfältigen Stimmen

Der in sieben Sprachen übersetzte Text wird in Ausschnitten von der Autorin Irena Brežná selbst und von einigen Muttersprachlerinnen bzw. Übersetzerinnen vorgelesen und diskutiert.

breznaZum einen ist Die undankbare Fremde die Geschichte einer jungen Frau, die 1968 aus der CSSR in die Schweiz emigriert und dort versucht, sich zurechtzufinden, auch sprachlich. Zum anderen werden die Geschichten vieler Menschen, die in der Schweiz Asyl suchen und für die die Protagonistin übersetzt, erzählt.

Die Herausforderungen und Schwierigkeiten des Übersetzens werden im Mittelpunkt dieser Lesung stehen.

Mit einem interkulturellen Buffet wird für das leibliche Wohl gesorgt.

Sonntag, 30. September 2018, 17.00 Uhr

Eintritt: 5 €

 Irena Brežná wurde 1950 in Bratislava geboren. Nach der Okkupation der Tschechoslowakei 1968 emigrierte sie mit den Eltern in die Schweiz. An der Universität Basel schloss sie ihr Studium in Slawistik, Philosophie und Psychologie ab. Sie arbeitete als Journalistin für deutschsprachige Medien, auch als Kriegsreporterin. Zudem war sie Psychologin, Dolmetscherin, Russischlehrerin, Menschenrechtlerin und humanitäre Helferin. Sie ist Autorin von neun Büchern, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden und erhielt zwölf Preise für Publizistik und Literatur, in Deutschland, der Schweiz und der Slowakei.

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) ist online.

DDFDie neue Adresse zu Lesben- und Frauengeschichte im Netz: das Digitale Deutsche Frauenarchiv

Fan.Tastic Females – Football Her.Story

08.09.2018 – 22.09.2018  HAMBURG / DEUTSCHLAND FC St. Pauli Museum

„Die Ausstellung Fan.Tastic Females – Football Her.Story besteht aus mehreren Teilen:

FOOTBALL HER.STORY

…zur Geschichte und Präsenz von Frauen im Fußball von damals bis heute

FAN.TASTIC FEMALES

…das Herz unserer Ausstellung: weibliche Fans und Fankultur aus 20 Ländern Europas und sogar ein paar darüber hinaus im Portrait – vom weiblichen Ultra über den Frauenfanclub zur Allesfahrerin, von der Aufsichtsratschefin zur Spielerfrau bis zur ältesten Dauerkarteninhaberin ihres Landes…

…NOT HERE FOR YOUR ENTERTAINMENT!

…das große „Frauen im Fußball“ Bullshit-Bingo und vieles mehr“ [aus: https://www.fan-tastic-females.org/index.php/de/]

 

 

Unsere nächste Veranstaltung

Fa(t)shionista

VS_9783864930539-Albrecht-Fatshionista_U1.inddRund und glücklich durchs Leben
(Ullstein Verlag, 2018)

Schon als Sechsjährige ärgert sich Magda Albrecht über die Kommentare ihrer Mitmenschen, die abfällig über ihren dicken Körper sprechen. Heute will sie das Schönheitsideal verändern, besser: ausdehnen, denn nicht die vielen Pfunde, sondern die Vorurteile sind hartnäckiger als gedacht: Wer dick ist, hat versagt, ist faul und ungebildet. Warum eigentlich?, fragt sich die Autorin nach vielen Jahren der Verunsicherung und verordnet sich seither keine Diätshakes mehr, sondern eine doppelte Portion Selbstbewusstsein. Denn sie hat gelernt, dem Schlankheitsideal etwas entgegenzuhalten: stolze Fatshionistas und die Erkenntnis, dass Diäten nichts bringen — außer schlechter Laune.

Magda Albrecht, Autorin, Bloggerin, Musikerin. Sie macht politische Bildungsarbeit, hält Vorträge und gibt Workshops zu den Themen Körpernormen (insbesondere Dickendiskriminierung), Strategien zur Selbstermächtigung und queer_feministischer Aktivismus.

Mittwoch, 27. Juni 2018, 19.30 Uhr

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €

in Kooperation mit PINKSTINKS

Unsere nächste Veranstaltung

„Mein Bauch gehört mir“ – reloaded

Zu den Kämpfen für das Selbstbestimmungsrecht der Frau (§ 218 und 219a StGB)

§ 219a: Anlässlich der Auseinandersetzungen um die Frauenärztin Kristina Hänel, die wegen unerlaubter Werbung für Abtreibung angeklagt wurde, hat die Protestbewegung gegen den § 219a eine enorme Kraft entwickelt und  die parlamentarischen Verhältnisse in der Deutschland durcheinandergewirbelt. Der § 219a geht zurück auf ein Gesetz vom 26. Mai 1933 und besteht bis heute fort. Die NS-Machthaber beanspruchten die Deutungshoheit über den Wert des Lebens. Heute müssen die Frauen erneut für die Selbstbestimmung über ihren Körper kämpfen.

§ 218: Mit der Verabschiedung der Fristenlösung endeten erbitterte Auseinandersetzungen, die schon im Reichstag der Weimarer Republik geführt wurden. Die Neue Frauenbewegung brachte mit der Parole „Mein Bauch gehört mir“ die Diskussion neu an die Öffentlichkeit – fast 25 Jahre lang wurde in Deutschland dann über die Reform des Strafrechtsparagrafen 218 gestritten. Nach der Wiedervereinigung vor 25 Jahren hat sich dann sehr rasch gezeigt, dass die in der DDR existierende Fristenlösung zum Schwangerschaftsabbruch in der Bundesrepublik keine politische Mehrheit finden wird. Damit war die Chance vertan, das Recht von Frauen gesamtdeutsch umzusetzen, sich selbstbestimmt für oder gegen eine Schwangerschaft zu entscheiden. Der 1992 verabschiedete Kompromiss  wurde durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes 1993 außer Kraft gesetzt.

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch nach Paragraf 218 StGB verboten, aber bis zur zwölften Woche nach Empfängnis straffrei, wenn die Frau sich drei Tage vor dem Eingriff in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle hat beraten lassen. Paragraf 219a verbietet die „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“, worunter auch fällt, dass Ärzt*innen öffentlich darüber informieren, die Abbrüche durchzuführen.

falkKerstin Falk

ist Landesgeschäftsführerin von pro familia. Sie ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Sozialmanagerin.

Dienstag, 15. Mai 2018, 19.30 Uhr

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eintritt: 3 €