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	<title>Lesetipp &#8211; Frauen*bildungszentrum DENKtRÄUME</title>
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	<title>Lesetipp &#8211; Frauen*bildungszentrum DENKtRÄUME</title>
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		<title>Lesetipp: Fiona Sironic,„Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 15:48:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu "Trost" von Madeleine Hofmann.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2026/04/25/lesetipp-fiona-sironicam-samstag-gehen-die-maedchen-in-den-wald-und-jagen-sachen-in-die-luft/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
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</div>


<p>Fiona Sironic war mit ihrem Debutroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sie veröffentlicht Kurzprosa und Artikel in diversen Zeitschriften und gibt Workshops zum Kreativen Schreiben.</p>



<p>Die fünfzehnjährige Era muss alles aufschreiben: die aussterbenden Vogelarten, den brennenden Wald und am allerwichtigsten, was mit Maja passiert ist. Maja und Merle sind die Töchter von Momfluencerinnen. Seit ihrer Geburt an hatten sie ständig eine Kamera vor der Nase, nichts war privat. Jetzt versuchen sie, die Erinnerungen an ihre öffentliche Kindheit gewaltsam zu löschen, indem sie die Festplatten eine nach der anderen heimlich in die Luft sprengen. Trotz ihrer gegensätzlichen Naturen fühlen sich Era und Maja voneinander angezogen und müssen ihre Gefühle in einer vom Klimawandel bedrohten Welt navigieren. Doch das Feuer breitet sich aus und mit wachsender Hilflosigkeit muss Era dabei zusehen, wie ihr Lebensraum mehr und mehr schwindet. Jetzt sind es nicht nur die Vögel, deren Existenz bedroht ist … Das Buch spielt in unserer nahen Zukunft, und die Klimakrise, die erst im Hintergrund ist, aber im Laufe des Buches immer präsenter wird, sorgt für eine bedrohliche Atmosphäre. Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit und der Schreibstil ähnelt dem eines Tagebuches. Das ist für die Handlung sehr passend, am Anfang erschwert es aber den roten Faden ausfindig zu machen. Der Roman zeigt eine realistische, wenn auch deprimierende unmittelbare Zukunft unserer Gesellschaft. Die beiden Haupthemen, digitaler Fußabdruck und Klimawandel, sind aktuell und relevant. Mit nur knapp zweihundert Seiten ein gutes Buch, um sich damit auf der Couch einzukuscheln.</p>



<p><strong>Fiona Sironic: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft, ecco 2025, 205 Seiten, 23,00 Euro</strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Sir 1/1</strong></p>



<p><em>Emma</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Ursula Krechel,„Vom Herzasthma des Exils“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2026/03/27/lesetipp-ursula-krechelvom-herzasthma-des-exils/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 15:12:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu "Vom Herzasthma des Exils" von Ursula Krechel.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2026/03/27/lesetipp-ursula-krechelvom-herzasthma-des-exils/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="600" height="944" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Krechel_Herzasthma.webp" alt="" class="wp-image-12552" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Krechel_Herzasthma.webp 600w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Krechel_Herzasthma-191x300.webp 191w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Krechel_Herzasthma-500x787.webp 500w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Krechel_Herzasthma-95x150.webp 95w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>
</div>


<p>Ursula Krechel veröffentlicht seit 1977 Lyrik, Prosa und Theaterstücke. Sie war an verschiedenen Universitäten lehrtätig und ist Mitglied des P.E.N. Zentrums Deutschland. Zurzeit leitet sie die Werkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums und sie wurde dieses Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.</p>



<p>Den Titel des Buches „Vom Herzasthma des Exils“ leiht sich Ursula Krechel von Thomas Mann, der damit die Belastungen benennt, die die Entwurzelung und Heimatlosigkeit von Exilanten zur Folge haben. Diese Thematik behandelt sie ebenfalls. Grob chronologisch arbeitet sie dafür die deutsche Geschichte seit der französischen Revolution ab, hebt Einzelschicksale hervor und skizziert damit Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Autorin zeigt auf, wie sehr sich die Migrationsbewegungen Deutschlands und die aktuelle „Flüchtlingskrise“ ähneln und kritisiert scharf, wie deutschland- und europaweit mit Asylsuchenden umgegangen wird.</p>



<p>Die Kapitel sind kurz, die Sätze lang. Die Kapitel, die zwar chronologisch aufeinander folgen, aber nicht aufeinander aufbauen, eignen sich augenscheinlich zum zwischendurch lesen, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder im Wartezimmer vom Zahnarzt. Die Sprache hingegen erfordert durchaus ein gewisses Maß an Konzentration. Es ist zwar keine wissenschaftliche Abhandlung, aber es ist auch nicht das einfachste Buch. Ein Geschichtsstudium wird nicht vorausgesetzt, aber eine Grundkenntnis von (deutscher) Geschichte sollte vorhanden sein. Wir empfehlen das Buch allen, die jetzt schon wissen, was das Hauptthema bei der nächsten Familienfeier sein wird.</p>



<p><strong>Ursula Krechel: Vom Herzasthma des Exils, Cotta, 2025, 167 Seiten, 18,00 Euro</strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>Acd 105</strong></p>



<p><em>Emma</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Joana June,„Bestie“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2026/02/20/lesetipp-joana-junebestie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 10:33:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu "Bestie" von Joana June.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2026/02/20/lesetipp-joana-junebestie/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="1619" height="2560" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-12516" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-scaled.jpg 1619w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-190x300.jpg 190w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-648x1024.jpg 648w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-768x1214.jpg 768w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-972x1536.jpg 972w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-1296x2048.jpg 1296w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-500x790.jpg 500w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-800x1265.jpg 800w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-1280x2023.jpg 1280w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-1920x3035.jpg 1920w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/June_Bestie-95x150.jpg 95w" sizes="(max-width: 1619px) 100vw, 1619px" /></figure>
</div>


<p>Bestie ist der Debütroman von Joana June. June ist eine der derzeit bekanntesten Booktuberinnen. Sie nimmt online alle Interessierten mit auf ihre Lesereisen und teilt auch ihre Erfahrungen als Autorin. Dementsprechend war ihr Buch auf Bookstagram und Social Media sehr präsent. Es ist erschienen im pola Verlag. Dieser Verlag publiziert vor allem Bücher für junge Frauen/FLINTA. Doch das Buch ist auch lesenswert für alle, die sich nicht (mehr) zu dieser Zielgruppe zählen.</p>



<p>Der Roman ist unterhaltsam geschrieben, dabei auch literarisch, mit kluger und schöner Sprache, die zum Weiterlesen einlädt. Das Theater spielt ebenfalls auf verschiedenen Ebenen eine wichtige Rolle im Buch, vor allem das Stück „Die Möwe“ von Tschechov, und auch der stilistische Aufbau des Buches erinnert an ein Theaterstück; damit spielt die Autorin.</p>



<p>Der Plot handelt von zwei Frauen, Anouk und Delia/Lily. Anouk lebt in Hamburg. Die beschriebenen Schauplätze erkennen Hamburger*innen mit Sicherheit. Anouk ist Influencerin und erfolgreich im Social Media Business. Sie sucht eine Mitbewohnerin. Delia stellt sich vor, sie will ein neues Leben anfangen/sich neu aufstellen und nennt sich jetzt Lily. Sie inszeniert sich zu einer neuen Person und will so sein wie Anouk. Lily vergöttert Anouk und hat die perfekte Vorstellung von ihr, geprägt davon, wie sich Anouk auf Social Media präsentiert. Lily hat den Wunsch, dass dieser Glanz von Anouk auch auf sie abfärbt.</p>



<p>Die Beziehung der zwei Frauen und ihre Entwicklung ist das zentrale Moment.</p>



<p>Als Mitbewohnerinnen lernen die zwei Frauen sich kennen und kommen immer näher zueinander. Sie rufen schließlich einen gemeinsamen Podcast ins Leben: „Bestie“. Themen wie Freundschaft und toxische Beziehung werden hier aufgegriffen und auch die Frage, wo man hin will im Leben als junge Mensch; wie sich entwickeln, was ist wichtig?</p>



<p>Lesende können verfolgen, wie das Bild, das von den zwei Frauen auf Social Media präsentiert wird, nach und nach Risse bekommt und immer mehr zerbröckelt. Ganze Illusionen zerfallen, aber auch die harte Arbeit, als Influencerin Geld zu verdienen, immer perfekt zu erscheinen und immer etwas inszenieren (zu müssen), wird deutlich. Die Beziehung zwischen den beiden wird im Fortlauf der Geschichte immer doppelbödiger.</p>



<p>Das Ende ist &nbsp;sehr realistisch anstatt einem glücklichen, runden Ende: Auf Social Media gibt es einen Shitstorm und Anouk verliert ganz viele Follower*innen. Die Frage, wie sie damit umgeht stellt sich. Ihr Leben und der Schein brechen auseinander. Lily hingegen wird immer mutiger und selbstbewusster. Im Ganzen ein lesenswertes Buch, dass Themen der Social Media und Influencer*innen-Generation behandelt und realistische Einblicke in deren Alltag bietet.</p>



<p><strong><strong>Joana June: Bestie. pola 2025, 333 Seiten, 18,00 Euro</strong></strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Juni 1/1</strong></p>



<p><em>Kirstin Bostelmann</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Oyinkan Braithwaite,„Der Fluch der Falodun Frauen“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2026/01/31/lesetipp-oyinkan-braithwaiteder-fluch-der-falodun-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 12:47:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.denktraeume.de/?p=12854</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu "Der Fluch der Falodun Frauen" von Oyinkan Braithwaite.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2026/01/31/lesetipp-oyinkan-braithwaiteder-fluch-der-falodun-frauen/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="298" height="460" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Braithwaite_Falodun.webp" alt="" class="wp-image-12591" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Braithwaite_Falodun.webp 298w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Braithwaite_Falodun-194x300.webp 194w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Braithwaite_Falodun-97x150.webp 97w" sizes="auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px" /></figure>
</div>


<p>Die Autorin Oyinkan Braithwaite war bisher vor allem bekannt durch ihren Roman „Meine Schwester, die Serienmörderin“, in dem sie &nbsp;– mit einer guten Prise schwarzem Humor – über Gewalt in der nigerianischen Gesellschaft schreibt.</p>



<p>„Der Fluch der Falodun Frauen“ erzählt anhand magischer Tendenzen von intergenerationalem Trauma. Auf den Frauen der Familie Falodun soll ein Fluch liegen. Die Vorfahrin der Protagonistinnen, Feranmi Falodun, war eine schöne Frau und eine Zweitfrau. Die Erstfrau des Mannes verfluchte Feranmi: Sie und alle zukünftigen Frauen der Familie sollten wunderschön und begehrt sein, aber immer von Männern verlassen werden. Dieser Fluch scheint sich über die Generationen zu bewahrheiten und reicht bis in die Gegenwart.</p>



<p>Erzählt wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen und aus Perspektive von 3 Frauen der letzten Generationen. Eniiyi kehrt nach dem Studium zurück nach Hause zu ihrer Familie in Lagos zurück, wo sie mit ihrer Mutter, Großmutter und Großtante lebt. Die Großmutter ist damit beschäftigt, sich einen reichen Mann nach dem anderen zu angeln. Ihre Großtante ist spirituellen Bräuchen verfallen, weil sie den Fluch aufheben möchte und ihren Ehemann zurückhaben will, der sie vor über 20 Jahren für eine andere Frau verlassen hat. Die Mutter Ebun scheint sehr pragmatisch und kümmert sich nicht um Männer. Ihre Schwangerschaft mit Eniiyi war ungeplant gewesen und der Vater unbekannt. Unausgesprochen ist auch Montife noch da, die Cousine der Mutter. Sie hatte Selbstmord begangen, nachdem ihr Liebhaber sie verlassen hatte.</p>



<p>Das Verzwickte in der Geschichte ist eine Verbindung zwischen Eniiyi und Montife. Eniiyi ist an dem Tag geboren, an dem Montife beerdigt wurde, und sie sieht ihr zudem auch noch sehr ähnlich. Insbesondere die Großtante ist der Überzeugung, dass Eniiyi die Reinkarantion ihrer verstobenen Tochter Montife sei, was immer wieder zu Spannungen im ganzen Familiengefüge führt. Eniiyi hat ihr ganzes Leben auch von Montife geträumt und fragt sich selbst immer wieder, wer sie eigentlich ist. Schließlich trifft auch sie einen jungen Mann und verliebt sich. Sie deckt allerdings Verbindungen zwischen ihm und Montifes Vergangenheit auf und sie beginnt sich zu fragen: Sind das eigentlich ihre eigenen Gefühle oder die von Montife? Ist sie tatsächlich die Reinkarnation ihrer Cousine? Ist das der Fluch, der sich wieder zeigt?</p>



<p>Die Vergangenheit von Montife und Eniiys Mutter Ebun wird durch Rückblicke klarer und den Leser*innen werden immer mehr Geheimnisse offenbart, was die Geschichte nur vielschichtiger macht. Es werden immer wieder Querverbindundungen zwischen den Generationen gezogen. Die Autorin zeigt mit ihrer Geschichte, welche Folgen es hat, ein Trauma – hier in Form des Glaubens an einen Fluch – von Frau zu Frau weiterzugeben und wie schwer es ist, aus dieser Spirale herauszukommen. Ein mitreißend geschriebener Roman mit Elementen des magischen Realismus und mitfühlenden Szenen weiblicher Familienbeziehungen über Generationen hinweg.</p>



<p><strong><strong>Oyinkan Braithwaite: Der Fluch der Falodun Frauen. Blumenbar 2025, 432 Seiten, 24,00 Euro</strong></strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Bra 6/3</strong></p>



<p><em>Inga Müller</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Bianca Jankovska,„Potenziell furchtbare Tage“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2026/01/03/lesetipp-bianca-jankowskapotenziell-fruchtbare-tage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2026 17:58:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu "Potenziell Fruchtbare Tage" von Bianca Jankovska.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2026/01/03/lesetipp-bianca-jankowskapotenziell-fruchtbare-tage/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="1476" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell.jpg" alt="" class="wp-image-12510" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell.jpg 900w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell-183x300.jpg 183w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell-624x1024.jpg 624w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell-768x1260.jpg 768w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell-500x820.jpg 500w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell-800x1312.jpg 800w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/11/Jankovska_Potenziell-91x150.jpg 91w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure>
</div>


<p>Die Journalistin, freie Autorin und Podcasterin („Groschenphilosophin“) Bianca Jankovska schreibt in „Potenziell furchtbare Tage“ über ihr Leben und ihre Erfahrungen mit PMDS. Die Abkürzung steht für Prämenstruelle Dysphorische Störung, eine schwere Form des prämenstruellen Syndroms (PMS) mit starken emotionalen (Depression, Angst, Reizbarkeit), kognitiven und körperlichen Symptomen, die den Alltag stark beeinträchtigen und in der zweiten Zyklushälfte auftreten. In ihrem sehr persönlichen Bericht geht sie der Frage nach, wie Menstruation und menstruelle Gesundheit mit der heutigen kapitalistischen Arbeitswelt zusammenhängen. In fünf Kapitel, die sie in die Gefühle Scham, Schuld, Wut, Schmerz und Hoffnung unterteilt, beschreibt sie Alltagserfahrungen und berufliche Situationen mit PMDS, die genau dies hervorrufen: Scham, Schuld, Wut und Schmerz. Diese Gefühle kennen sicher nicht nur von PMDS-Betroffene, sondern alle menstruierenden Personen mit Schmerzen. Letztlich wird in Jankovskas Buch vor allem eins deutlich: Im Kapitalismus hat jede*r von uns verwertbar zu sein, persönliche „Befindlichkeiten“ hintenangestellt.</p>



<p>Daher hinterfragt Jankovska ausgehend von den von ihr gemachten persönlichen Erfahrungen gesellschaftliche Strukturen und Arbeitswelten kritisch und setzt menstruelles Leiden in einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Das Buch ist somit kein Wehklagen über eine sehr schwere Krankheit (was auch vollkommen gerechtfertigt wäre), sondern vor allem eine kapitalismuskritische Gesellschaftskritik, die die aktuellen Anforderungen an Verwertbarkeit, Selbstoptimierung und Ausbeutung von Mensch, Tier und Erde in den Blick nimmt und den Finger in die Wunde legt. Die Zusammenhänge, die Jankovska ausgehend von dem Leben mit der Krankheit PMDS aufzeigt, mögen für feministisch versierte Personen keine Neuheiten sein, sind sie doch im Wesentlichen Teil feministischer Patriarchatskritik. Viele der Ableitungen, die sie daraus zieht, sind wiederum Teil kapitalismuskritischer Haltungen – Konsumverzicht, Arbeitsverweigerung in ausbeuterischen Kontexten, weg von neoliberaler Selbstoptimierung. Sie macht gerade in ihrem letzen Kapitel Vorschläge für ein anderes Herangehen an diese gesellschaftlichen Herausforderungen und überschreibt dieses Kapitel dann auch passend mit &#8222;Hoffnung&#8220;.</p>



<p>Jankovska klärt mit ihrem Buch nicht nur über PMDS auf, sondern zeigt auch auf, dass Körper und Krankheit auf aktuelle Lebensweisen und gesellschaftliche Umstände reagieren und antworten (können). Richtige Behandlungsmethoden und Forschung sind daher zentral. Ebenso wichtig ist aber auch der größere Blick und das Hinterfragen gesellschaftlicher Strukturen. Jankovskas Buch ist eine klare Absage an den Kapitalismus und die selbstoptimierte Verwertbarkeit. Lektüre absolut empfehlenswert.</p>



<p><strong><strong>Bianca Jankovska: Potenziell fruchtbare Tage. Über Anti-Work, Menstrual Health und das gute Leben. Haymon Verlag 2024, 348 Seiten, 22,90 Euro</strong></strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>Iad 15</strong></p>



<p><em>Ojdana Triplat</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Bettina Schulte,„Heute ist ein guter Tag, das Patriarchat abzuschaffen“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2025/11/27/lesetipp-bettina-schulteheute-ist-ein-guter-tag-das-patriarchat-abzuschaffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 14:31:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.denktraeume.de/?p=12674</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu "Heute ist ein guter Tag, das Patriarchat abzuschaffen"<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2025/11/27/lesetipp-bettina-schulteheute-ist-ein-guter-tag-das-patriarchat-abzuschaffen/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
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<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1335" height="1920" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen.jpg" alt="" class="wp-image-10747" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen.jpg 1335w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-209x300.jpg 209w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-712x1024.jpg 712w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-768x1105.jpg 768w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-1068x1536.jpg 1068w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-500x719.jpg 500w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-800x1151.jpg 800w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-1280x1841.jpg 1280w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2024/06/Schulte_Patriachat-abschaffen-104x150.jpg 104w" sizes="auto, (max-width: 1335px) 100vw, 1335px" /></figure>
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<p>Die Herausgeberin dieses Sammelbandes Dr. Bettina Schulte ist Kulturjournalistin und war zwanzig Jahre lang eine leitende Redakteurin bei der Badischen Zeitung. Die sieben Autor*innen sind eine bunte Mischung aus Schriftsteller*innen, Philosophinnen, Journalistinnen, Podcasterinnen, Softwareentwicklerinnen und Pfarrerinnen.</p>



<p>„Gibt es ein ‚Wir‘ unter Feminist:innen?“ fragt Barbara Streidl die anderen Autor*innen dieses Buches. Die Antwort: Sowohl als auch. Was erstmal ernüchternd klingt, soll aber keine Kritik an der Frauenbewegung sein. Vielmehr möchte sie ausdrücken, dass es so viele verschiedene Feminismen gibt wie Feminist*innen. Und darum geht es in diesem Buch. Jede*r Autor*in beschreibt, welche Rolle Feminismus in ihrem/seinem Leben spielt. In dieser Sammlung von Essays befinden sich unter anderem die Perspektiven zweier Mütter (Henriette Hell, Mareike Fallwickl), einer Christin (Theresa Brückner), einer Muslima (Amani Abuzahra) und einer nichtbinären Person (Aiki Mira).</p>



<p>Was bedeutet es überhaupt, eine „starke“ Frau zu sein? Wie schütze ich meinen Sohn vor dem Patriachat? Und warum diskutieren wir immer noch über das Kopftuchtragen? In kurzen Kapiteln schildern die Autor*innen, was ihnen wichtig ist. Hier finden sich keine langatmigen Theorie-Texte, sondern lebendig erzählte Lebensrealitäten, die zusammengenommen erklären, warum wir intersektionalen Feminismus brauchen.</p>



<p>Durch die knappen, anschaulichen Kapitel ist das Buch eine gute Lektüre für zwischendurch, für die man absolut kein theoretisches Vorwissen braucht. Zwar waren nicht alle Schreibstile gleich gut zu lesen, aber das wird jede*r Leser*in sicherlich unterschiedlich bewerten. Wir empfehlen das Buch für alle, die mal über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken wollen.</p>



<p><strong>Bettina Schulte: „Heute ist ein guter Tag, das Patriachat abzuschaffen, Hirzel 2024, 200 Seiten, Preis: 23,00 Euro</strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>Abb 102</strong></p>



<p><em>Emma Rhodin</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
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		<title>Lesetipps zu Freundinnenschaft</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2025/10/30/lesetipps-zu-freundinnenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 18:12:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.denktraeume.de/?p=12444</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Rezensionen zum Thema Freundinnenschaft - Die Bücher von Diana Spiotta und Madeline Docherty<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2025/10/30/lesetipps-zu-freundinnenschaft/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="654" height="1000" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Spiotta_Luege.jpg" alt="" class="wp-image-11819" style="width:165px;height:256px" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Spiotta_Luege.jpg 654w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Spiotta_Luege-196x300.jpg 196w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Spiotta_Luege-500x765.jpg 500w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Spiotta_Luege-98x150.jpg 98w" sizes="auto, (max-width: 654px) 100vw, 654px" /></figure>
</div>


<p><strong>Die schönere Lüge</strong></p>



<p>„Die schönere Lüge“, im Original bereits 2016 erschienen, ist der vierte Roman der US-Amerikanerin Dana Spiotta. Es ist ein Buch über die Freundschaft zweier Frauen, doch viel mehr noch ein Buch über die Filmkunst.</p>



<p>Meadow und Carrie lernen sich in den 1980er Jahren auf der Highschool kennen und werden schnell Freundinnen; ihre gemeinsame Liebe zum Film verbindet sie. Insbesondere Meadow gibt sich komplett der Filmkunst hin. Nach Abschluss der Highschool trifft sie den sehr viel älteren, berühmten Regisseur Orson Welles und lebt neun Monate mit ihm zusammen. Nach seinem Tod zieht sie in den Bundesstaat New York und verbringt einen Sommer damit, gemeinsam mit Carrie Filmprojekte durchzuführen und alte Klassiker nachzudrehen. Es ist eine Zeit filmischer Experimente, denen Meadow auch weiterhin treu bleibt. Sie dreht künstlerische Avantgarde-Filme und strittige Dokumentationen. Währenddessen etabliert sich Carrie als eine Regisseurin, deren Filme sich stärker am Mainstream-Geschmack orientieren und denen sie versucht, etwas Feminismus beizugeben. Die Freundschaft zwischen den beiden Frauen verändert und entfremdet sich mit den Jahren. Durch ihre Filme behalten sie sich gegenseitig jedoch immer im Auge. Und so bildet diese Freundschaft trotz allem das Herzstück des Romans.</p>



<p>Eine weitere Figur in diesem Roman ist Jelly, die gelernt hat, sich in fremde Telefonleitungen einzuklinken und auf diese Art und Weise mit Männern ins Gespräch kommt. Sie wird schließlich zum Objekt einer der Dokumentationen von Meadow. Der Beginn von Jellys Geschichte und Perspektive gleicht einem harten Schnitt im Erzählstrang, fesselt einen dann jedoch recht schnell mit der Ruhe und Tiefe, die dem Haupterzählstrang oft fehlt. Spiotta setzt im Erzählen weniger auf eine durchgehende Handlung, sondern mehr auf detaillierte Beschreibungen der Handlungen ihrer Figuren und der Filmpraktiken. Insbesondere die Beschreibung von Meadows fast obsessiven Arbeitsprozessen kann abschreckend wirken. Andererseits macht das enorme Filmwissen, das sich in den Seiten verbirgt mit der häufigen Nennung von Filmtiteln und Regisseuren auch neugierig, sich mehr mit dem Genre zu beschäftigen. Insgesamt ist es ein sehr eigenwilliger Roman. Zugegebenermaßen hatte ich beim Lesen des Klappentextes ein anderes Buch erwartet, als ich schließlich las. Sobald ich mich auf die Geschichte und Stilmittel aber einlassen konnte, hat sie mich dennoch gefesselt.</p>



<p><strong><strong>Dana Spiotta: Die schönere Lüge, Kjona Verlag 2025, 301 S., 25 Euro</strong></strong><br>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Spi 3/1</strong></p>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="443" height="700" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/07/Docherty_Erdbeeren.webp" alt="" class="wp-image-12116" style="width:154px;height:256px" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/07/Docherty_Erdbeeren.webp 443w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/07/Docherty_Erdbeeren-190x300.webp 190w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/07/Docherty_Erdbeeren-95x150.webp 95w" sizes="auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px" /></figure>
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<p><strong>Erdbeeren und Zigarettenqualm</strong></p>



<p>In „Erdbeeren und Zigarettenqualm“ erzählt Madeline Docherty die Geschichte einer jungen Frau – dem namenlosen Du – und ihres Erwachsenwerdens zwischen Studium, ersten Jobs, Partys, einer chronischen Erkrankung und der alles einnehmenden Freundschaft zu Ella.</p>



<p>Die Erzählerin, die konsequent in der Du-Form schreibt, ist zu Beginn des Romans eine junge Studentin und wir begegnen ihr, als sie gerade das erste Mal Sex hat – mit einem Kommilitonen aus ihrem Gendertheorieseminar. Das ist der Auftakt einer ganzen Reihe von Beziehungen und One-Night-Stands, die mal mehr mal weniger positiv verlaufen und die den Prozess der Selbstfindung der Erzählerin begleiten.</p>



<p>Die Beziehungen der Erzählerin sind teilweise schwer zu ertragen. Immer wieder sind sie geprägt von Machtgefällen, unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen und Entscheidungen der Erzählerin, bei denen ich – insbesondere zu Beginn des Romans – die Augen rollen musste. Und zu oft verliert sich die Erzählerin in ihren Beziehungen und versucht, sich ihren Partner*innen anzupassen. Und leider bleibt ausgerechnet ihre einzige längere Beziehung zu einer Frau ohne Tiefe.</p>



<p>Im Zentrum der Aufmerksamkeit der Erzählerin steht allerdings ihre beste Freundin Ella, die sie an der Universität kennenlernt und mit der sie zusammenlebt. Diese Freundschaft mit ihren Auf und Abs durchzieht den Roman wie ein roter Faden. Die beiden machen alles zusammen und für die Erzählerin ist Ella der wichtigste Mensch; jedes Erlebnis ist in den Gedanken der Erzählerin mit Ella verbunden. Und Ella ist eine unglaublich hilfsbereite Freundin. Für jede Sorge hat sie ein offenes Ohr, für jedes Problem eine Lösung. Dass auch dies zu Konflikten führen kann, kommt für die Erzählerin sehr überraschend und sie muss lernen, dass sich Freundschaften im Laufe des Lebens verändern können und manchmal müssen.</p>



<p>Ein weiteres zentrales Thema ist die Erkrankung der Erzählerin, die sich sehr schnell als Endometriose herausstellt. Eine literarische Verarbeitung dieser Erkrankung ist noch sehr selten, daher ist dies hervorzuheben. Der Roman zeigt anschaulich, wie hilflos Betroffene sind, wie psychisch belastend die Schmerzen und die schlechte (oder nicht stattfindende) Behandlung der Ärzt*innen sind. Der Roman ist mit Sicherheit für eine jüngere Zielgruppe bestimmt. Er ist allerdings so überraschend fesselnd und einfühlsam geschrieben, dass sich auch Leser*innen hineinversetzen können, die sich nicht mehr in ihren 20ern befinden.</p>



<p><strong><strong><strong>Madeline Docherty: Erdbeeren und Zigarettenqualm, Ecco 2025, 222 Seiten, 18 Euro</strong></strong></strong><br>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Doc 1/1</strong></p>



<p><em>Inga Müller</em></p>



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<p><strong>Alle rezensierten Bücher im Überlbick:</strong></p>



<p><strong><strong>Dana Spiotta: Die schönere Lüge, Kjona Verlag 2025, 301 S., 25 Euro</strong></strong><br>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Spi 3/1</strong></p>



<p><strong><strong><strong>Madeline Docherty: Erdbeeren und Zigarettenqualm, Ecco 2025, 222 Seiten, 18 Euro</strong></strong></strong><br>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Doc 1/1</strong></p>



<div style="height:45px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Die Bücher wurden uns von den Verlagen als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Lensi Schmidt,„Ich als Feminist &#8230;“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2025/09/25/lesetipp-lensi-schmidtich-als-feminist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 13:43:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.denktraeume.de/?p=12347</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu "Ich als Feminist ..." von Lensi Schmidt.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2025/09/25/lesetipp-lensi-schmidtich-als-feminist/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="363" height="600" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Schmidt_Feministin.jpeg" alt="" class="wp-image-12063" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Schmidt_Feministin.jpeg 363w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Schmidt_Feministin-182x300.jpeg 182w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Schmidt_Feministin-91x150.jpeg 91w" sizes="auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px" /></figure>
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<p>Die Soziologin und Podcasterin Lensi Schmidt, bekannt für ihre scharfsinnigen Analysen und provokanten feministischen Beiträge zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in den sozialen Medien, beschreibt in ihrem Buch „Ich als Feminist …“ 70 sexistische und diskriminierende (Alltags-)Situationen, die wohl fast jede Frau schon einmal erlebt haben wird.</p>



<p>In kurzen, knackigen Episoden, fast wie in einem Nachschlagewerk, schildert sie das toxische Verhalten von Cis-Männern, auch denen, die sich für vermeintlich aufgeklärt und feministisch halten: Männer, die glauben, nicht wie „all die anderen bösen Männer“ zu sein. Die es sich jedoch nicht nehmen lassen, verpackt in lobenden Worten, vermeintlich hilfreiche handwerkliche Tipps zu geben oder sich darüber zu beschweren, dass Frauen Golddigger seien, zu wild oder zu hysterisch. Die von Schmidt beschriebenen Situationen sind wohl vielen weiblich gelesenen Personen (leider) allzu gut bekannt. Sie wirken auf den ersten Blick vielleicht harmlos, doch lassen sie hinter der Fassade Sexismus und Misogynie erkennen.</p>



<p>Ihre Grundidee hinter dem Buch: Ein Ventil schaffen, durch die Verschriftlichung dieses verletzenden Verhaltens in sarkastischer und spitzer Sprache, mit dem Ziel darüber lachen zu können und sich so Erleichterung zu verschaffen. Zwischendurch nimmt sie aber den Spaß mal beiseite und erklärt, wie sehr weiblich gelesene Personen von diesem Verhalten geprägt werden und wie belastend diese „lustigen“ Situationen sind. Dass die Entstehung dieses Buches auch noch einen sehr ernsten und persönlichen Hintergrund hat, schildert Schmidt im letzten Abschnitt und schafft mit ihrer Ehrlichkeit aus meiner Sicht auch einen Anstoß, mit eigenen erlebten Verletzungen in Kontakt zu kommen. Die Lektüre von „Ich als Feminist …“ hat bei mir Trauer und Wut geweckt, da ich viele der beschriebenen Situationen selbst erlebt habe. Sie hat mir aber auch so manches Grinsen in Gesicht gezaubert, das erleichternd war. Das Buch hat die intendierte Absicht bei mir daher durchaus erfüllt. Da das Buch explizite Beschreibungen von sexistischen Verhalten und psychischer Gewalt enthält, empfehle ich die Lektüre nur mit ausdrücklicher Tiggerwarnung.</p>



<p><strong><strong>Lensi Schmidt: &#8222;Ich als Feminist &#8230;&#8220; 70 Dinge, die wir bei Männern nicht mehr ertragen, Gutkind 2025, 203 Seiten, 15,00 Euro</strong></strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>Ack 6</strong></p>



<p><em>Ojdana Triplat</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Jessica Knoll,„Bright Young Women“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2025/08/30/lesetipp-jessica-knollbright-young-women/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 13:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.denktraeume.de/?p=12262</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu Bright Young Women von Jessica Knoll.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2025/08/30/lesetipp-jessica-knollbright-young-women/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1591" height="2539" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen.jpg" alt="" class="wp-image-11651" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen.jpg 1591w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-188x300.jpg 188w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-642x1024.jpg 642w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-768x1226.jpg 768w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-962x1536.jpg 962w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-1283x2048.jpg 1283w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-500x798.jpg 500w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-800x1277.jpg 800w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-1280x2043.jpg 1280w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Knoll_BrightYoungWomen-94x150.jpg 94w" sizes="auto, (max-width: 1591px) 100vw, 1591px" /></figure>
</div>


<p>Jessica Knoll hat mit „Bright Young Women“ ihren dritten Roman veröffentlicht. Sie zeichnet die wahre Geschichte des Serienmörders Ted Bundy nach, allerdings aus der Perspektive der Opfer, was diese in den Mittelpunkt rückt und der Täterfetischisierung entgegenwirkt.</p>



<p>Florida, 1978. Ein Mann bricht in das Haus einer Studentinnenverbindung ein, tötet zwei junge Frauen und verletzt weitere. Bei der Flucht wird er von der Vorsitzenden der Verbindung, Pamela, gesehen. Als einzige Zeugin spielt sie in den Vermittlungen eine besondere Rolle, gleichzeitig wird ihrer Aussage nicht geglaubt.</p>



<p>Von der Universitätsleitung gibt es keine Unterstützung oder Fürsorge nach dem Überfall und auch die Medien interessieren sich sensationsgeil nur für die grausamen Details. Pamela in ihrem Verantwortungsgefühl und ihrem Bedürfnis, sich um die Mädchen zu kümmern, lässt die Tat jedoch nicht los. Sie trifft Tina, die seit Jahren versucht, den Mörder ihrer Freundin zu finden. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche, um Hinweise auf die Identität des Mörders und der Verbindung zu finden.</p>



<p>Bald stellt sich heraus: Es handelt sich bei dem Täter um einen brutalen Serienmörder. Im weiteren Verlauf der Erzählung werden jedoch nicht seine Verfolgungsjagd thematisiert oder eine Erkundung seiner Psyche oder wie die Frauen ihn letztlich überführt haben. Es geht vielmehr um seine Opfer und die Hinterbliebenen. In der Geschichte geht es – ganz offensichtlich – auch um Gewalt, aber nicht glorifizierend oder stark reproduzierend. Gewalttaten sind im Buch zum großen Teil nur angedeutet. Was vielmehr deutlich wird, ist das Versagen eines Systems, in dem Sexismus und Gewalt an Frauen leider bis heute Alltag sind. Und bei mir als Leser*in kommt diese Wut über das System auch hoch: Wut über Prozessverfahren, in denen Frauen Demütigung über sich ergehen lassen müssen und auch Gefahren ausgesetzt werden – so muss Pamela dem Angeklagten zum Beispiel ihre Adresse nennen, da er sich selbst vertritt (S. 365).</p>



<p>Die wesentliche Stärke der Geschichte ist, dass sie aus Perspektive von Frauen erzählt wird, ohne den Täter zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken. Die beste Freundin, die im Nachgang der Tat ihre eigene Stärke neu entdeckt und kompromissloser wird, vor allem in Bezug auf den ihr ständig entgegenkommenden Sexismus. Die Lebensgefährtin, die von der Gesellschaft nicht als solche anerkannt wird, und deshalb nicht für Gerechtigkeit kämpfen kann, es aber dennoch tut. Hier schafft es Knoll einfühlsam und präzise zu erzählen. Eine fesselnde Lektüre, ohne ins Reißerische Erzählen abzudriften mit einem sehr bewegenden Ende.</p>



<p><strong><strong>Jessica Knoll: Bright Young Women, Eichborn 2024, 464 Seiten, 18,00 Euro</strong></strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>R Kno 2/1</strong></p>



<p><em>Inga Müller</em></p>



<p>Das Buch wurde uns vom Verlag als Spende für unseren Bestand zur Verfügung gestellt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Emilia Roig,„Lieben“</title>
		<link>https://www.denktraeume.de/2025/08/23/lesetipp-emilia-roiglieben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DENKtRÄUME]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2025 11:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.denktraeume.de/?p=12230</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Rezension zu Lieben von Emilia Roig.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.denktraeume.de/2025/08/23/lesetipp-emilia-roiglieben/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="976" src="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Roig_Lieben.webp" alt="" class="wp-image-11807" style="aspect-ratio:0.6109510086455331;width:188px;height:auto" srcset="https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Roig_Lieben.webp 600w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Roig_Lieben-184x300.webp 184w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Roig_Lieben-500x813.webp 500w, https://www.denktraeume.de/wp-content/uploads/2025/03/Roig_Lieben-92x150.webp 92w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>
</div>


<p>Emilia Roig ist Sachbuchautorin, Politologin und Aktivistin mit Schwerpunkt Intersektionalität. Viele kennen sie von „Why we matter“ (gesellschaftskritische Analyse vielschichtiger Formen der Unterdrückung und intersektionaler Diskriminierung) oder „Das Ende der Ehe“ (Plädoyer für das Ende des Patriarchats durch die Abschaffung der Ehe und der Übermacht heterosexueller Paarbeziehungen).</p>



<p>Die zwei Bücher haben mit „Lieben“ gemeinsam, dass sie von der tiefen Sehnsucht nach Befreiung, Gerechtigkeit und Gelassenheit (das meint hier Loslassen von starren Formen) getrieben sind.</p>



<p>Das Buch „Lieben“ beschreibt kapitelweise unterschiedliche Formen der Liebe (z.B. Freund:innenschaft, Natur, Familie, Kosmos …) und klammert bewusst die bereits oft analysierte Verbindung von Sexualität und Liebe aus, da beides nicht zwingend zusammen gedacht werden muss.</p>



<p>Emilia Roig nimmt uns mit ihren wundervollen, eindrücklichen Zeilen mit auf eine Reise, die uns in den Augenblicken des Schmerzes, der Trauer über Verluste und der Dankbarkeit für all unsere Beziehungen erkennen lässt, dass unsere Beziehungsgeflechte uns stets &#8211; und meist unsichtbar &#8211; umgeben, tragen, halten, fordern und prägen. Emilia Roig zitiert daher auch &nbsp;J. Baldwin treffend:</p>



<p>„Je länger ich lebe, desto klarer wird mir, dass die Liebe &#8211; ob wir sie nun Freundschaft, Familie oder Romantik nennen &#8211; darin besteht, das Licht des anderen zu spiegeln und zu vergrößern.“</p>



<p><strong>Emilia Roig: Lieben, Hanser Berlin 2025, 126 Seiten, 20,00 Euro</strong></p>



<p>In unserer Bibliothek ausleihbar unter der Signatur: <strong>Ibc 141</strong></p>



<p><em>Die DENKtRÄUMErinnen</em></p>
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