Ein Nachklang zur Veranstaltung „Feministische Zeitschriften in der Frauenbewegung“

Eine voll besetzte Bibliothek bot am 7.9.2017 die Kulisse für einen Abend geballten Frauenwissens und den Austausch zu feministischer Medienarbeit. Ca. 45 Zuschauer*innen lauschten interessiert den Ausführungen eines Podiums, bestehend aus Dr. Antke Engel (ehemals Redakteurin Hamburger Frauenzeitung), Manuela Kay (Gründerin L.Mag), Stefanie Lohaus (Mitbegründerin Missy Magazine) und Dr. Birgit Kiupel (ehemals Mitarbeiterin Hamburger Frauenzeitung, DDF). Zur Präsentation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) sprachen diese Vertreterinnen feministischer Zeitschriften über die Veränderungen ihrer Arbeit sowie die Rolle der Digitalisierung für den Feminismus.

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Katrin Jäger (l.) und Stefanie Lohaus, © Helga Braun

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V.l.n.r.: Katrin Jäger, Antke Engel, Manuela Kay, © Helga Braun

 

 

 

Das DDF-Portal geht im September 2018 online. Finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird es dauerhaften Zugang zu Informationen und digitalisierten Beständen zur deutschen Frauenbewegung bieten.

Noch bis Dezember 2017 führt auch DENKtRÄUME im Rahmen des DDF ein Projekt durch und sichtet, erschließt und digitalisiert graue Materialien aus dem eigenen Archiv sowie die Hefte der Hamburger Frauenzeitung. Basierend auf den Digitalisaten werden einzelne Themen der Neuen Frauenbewegung in Hamburg für das DDF-Portal aufgearbeitet.

Julia Leiditz (BMFSFJ) ©Daniela Markus

Julia Leiditz vom BMFSFJ verlas in Vertretung des Staatssekretärs Dr. Ralf Kleindiek sein Grußwort, in dem er die anhaltende Aktualität von Politik im Zeichen der Gleichstellung hervorhob, und betonte anschließend in einem kurzen Gespräch mit der Moderatorin die Bedeutung und Notwendigkeit des Digitalen Deutschen Frauenarchivs.

Einen ersten Eindruck des DDF-Portals sowie dessen Ziele und Inhalte – besonders des Hamburger Projekts von DENKtRÄUME – boten Birgit Kiupel und Inga Müller.

Moderiert von Katrin Jäger sprachen die Podiumsgäste unter anderem über die Entstehungsgeschichten und Arbeitsweisen der jeweiligen Zeitschriften, das Verhältnis dieser feministischen Medien zur Digitalisierung und über Zeitschriften als Plattform für gesellschaftspolitische Prozesse sowie als Zeugnisse der Frauengeschichte.

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© Daniela Markus

Abgeschlossen wurde der Abend mit einem informellen Empfang und der Möglichkeit zu Gesprächen mit den Podiumsgästen.

 

 

Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung

Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können

herrmann_coverDie Autorin Ulrike Herrmann stellt ihr Buch vor (Westend-Verlag 2016)

» Die herrschende ökonomische Lehre bildet nicht die Realität ab. Bereits bei Smith, Marx und Keynes hingegen findet sich fast alles, um unser Wirtschaftssystemzu verstehen.«

„Warum kommt es zu Finanzkrisen? Warum sind die Reichen reich und die Armen arm? Wie funktioniert Geld? Woher kommt das Wachstum? Schon Kinder stellen diese Fragen – aber die Ökonomen können sie nicht beantworten. Viele basteln an theoretischen Modellen, die mit der Realität nichts zu tun haben. Leider kosten die Irrtümer der Ökonomen nicht nur Milliarden, sondern sogar Menschenleben. Wer verstehen will, was falsch läuft, muss die Klassiker kennen: Adam Smith, Karl Marx und John Maynard Keynes. Sie werden an den Universitäten kaum, falsch oder gar nicht mehr gelehrt. Dabei haben diese drei Theoretiker die besten Antworten gegeben. Man muss sie neu entdecken.“ (Westend Verlag)

herrmann

Foto: Herby Sachs/WDR – auf: pro-quote.de Bildunterschrift: „Warum wir mehr Frauen in Leitungspositionen brauchen? Weil Frauen teamorientierter sind.“ Ulrike Herrmann, die tageszeitung

Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin der taz – die tageszeitung. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie an der FU Berlin studiert. Von ihr stammen unter anderem die Bestseller „Der Sieg des Kapitals“ (Piper 2015) sowie „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung (Westend 2016)

 

Video/Interview zu ihrem Buch bei ttt -Titel – Thesen – Temperamente extra“ (ARD)

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19.00 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

In Kooperation mit umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V.

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Make Fruit Fair – Women on Farms Project

Im Rahmen der Kampagnenarbeit von „Make Fruit Fair“ (Oxfam Deutschland e. V.) kommen im Oktober Frauen vom Women on Farms Project (Südafrika) zu Besuch nach Deutschland, ein Projekt, das sich vor allem um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Frauen auf Weinfarmen in Südafrika einsetzt. Sie werden von ihrer Arbeit und von ihrem Kampf um Arbeitsrechte berichten. Wir freuen uns sehr, drei von ihnen bei uns begrüßen zu dürfen.

oxfam-suedafrika-rechte-farmarbeiterinnen-demonstration

Die Trauben- und Weinindustrie in der westlichen Kap-Provinz erwirtschaftet jährlich Beträge in Milliardenhöhe. Die Arbeiter/innen, die Wein- und Tafeltrauben ernten, haben davon kaum etwas. Sie gehören zu den am schlechtesten bezahlten Beschäftigten in Südafrika und leiden unter ausbeuterischen Verhältnissen. Arbeitsrechte für Farmarbeiter/innen wurden in Südafrika erst 1994, nach dem Ende der Apartheid, eingeführt. Doch werden sie nicht auf allen kommerziellen Farmen eingehalten, und der Staat überwacht ihre Umsetzung nicht ausreichend. Darunter leiden ganzjährig und vor allem saisonal beschäftigte Arbeiter/innen, die häufig nicht organisiert und deren Rechte untergraben werden.

logo wfpWomen on Farms Project (WFP) setzt sich seit Jahren für die Umsetzung der Rechte von Farmarbeiterinnen ein. Das besondere Augenmerk legt WFP dabei auf die Rechte von Frauen auf kommerziellen Farmen. Auf nationaler Ebene ist die Organisation stark in aktuelle Debatten, etwa über die Durchsetzung von Mindestlöhnen, involviert. Auf lokaler Ebene unterstützt WFP Farmarbeiterinnen bei der Überwindung der während der Apartheid geprägten patriarchalen Abhängigkeit. Diese mündet häufig in Bevormundung, Ausbeutung, Arbeitsrechtsverletzungen und schlechten Arbeitsbedingungen. Frauen wissen oft nicht um ihre Rechte und können deshalb ihre Ansprüche nicht geltend machen.

Montag, 16. Oktober 2017, 19.00 Uhr

Eintritt: frei – um Spenden wird gebeten

In Kooperation mit

Oxfam Deutschland e. V.
Frauenwerk der Nordkirche
ver.di – Hamburg Frauen