Veranstaltungen 2016


Rembrandt sehen und sterben

Lesung mit Autorin Gundula Thors

Die Freude der Hamburger Kunsthistorikerin Syelle Lessing über die Stelle in Schwerin ist groß – hat sie doch lange auf ein solches Angebot gewartet –, doch dann wird sie überschattet vom Selbstmord ihrer Freundin, die einst selbst für die Position vorgesehen war. Auch die Intrigen unter den Kollegen, der Streit um die Bedeutung einzelnen Künstler und Epochen sowie der mysteriöse Tod einer Praktikantin im modrigen Kellergemäuer des Museums machen ihr zu schaffen.

Was steckt hinter den kultivierten Fassaden, warum wurde eines Nachts eingebrochen, aber nichts gestohlen, und was hat es mit dem Wirbel um die Rembrandtausstellung auf sich? Noch ehe Syelle sich versieht, steckt sie in einem verzwickten Kriminalfall.

Damit macht sich die charmante Spürnase nicht nur Freunde …

Der Originalmythos in der Kunst, fanatische Bewunderung der Rembrandtgemälde, Geldgier und psychopathische Eifersucht bilden die Motive für Intrigen, Betrug und Mord in Gundula Thors‘ neuem Kriminalroman.

Der Kunstmarktmarkt boomt. Die Beurteilungen von Kunstexperten haben trotz modernster Untersuchungsmethoden in dem Zusammenhang an Wichtigkeit gewonnen. Sie entscheiden letztlich über die Echtheit und damit über den Wert eines Kunstwerks. Doch wo viel Geld im Spiel ist, kommen immer wieder kriminelle Machenschaften vor. Unlautere Zu- und Abschreibungen hochwertiger Werke gehören zu den Grauzonen des Kunsthandels, denn je knapper das Angebot, desto höher steigen die Preise.

Gundula Thors mischt Insiderwissen und kurzweilige Krimi-Unterhaltung, und so richtet sich „Rembrandt sehen und sterben“ bewusst nicht nur an Kunstexpert_inn_en. Die Leser_innen erfahren vielmehr nebenbei Wissenswertes über Kunstgeschichte, den Kunstbetrieb und die Kulisse der Schweriner Museen. Als Aufhänger für den Plot wählte die Autorin eine Ausstellung von Rembrandt-Zuschreibungen im Jahre 2006, die im Staatlichen Museum Schwerin präsentiert wurde.

Gundula Thors ist freie Journalistin und Kunsthistorikerin. Elf Jahre wohnte sie in Bremen, leitete die Gruppe Literaturpost und arbeitete für Radio Bremen II Kulturell. Diverse Krimi-, Prosa- und Lyrik-Publikationen. Ihr Kochbuch „Küsten-Sushi“ erfreut sich großer Beliebtheit. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Hamburg.

Mittwoch, 3. Februar 2016, 19.30 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Eintritt: 5€


Wer braucht Feminismus?

MEHR

Vernissage

Donnerstag, 18. Februar 2016, 11.00 Uhr

im Mercado, (beim Bahnhof Altona) Ottenser Hauptstraße 10, 22765 Hamburg

Gäste: Jasmin Mittag (Initiatorin der Ausstellung), Katharina Fegebank (Senatorin für Gleichstellung und Zweite Bürgermeisterin) und weitere. Musik: Invitation

„Wer braucht Feminismus?“ I

Sonntag, 21. Februar 2016, 12.00 Uhr

Feministische Solidarität mit Geflüchteten. Polit-Brunch in Koop. m. filia. Mit Vertreter_innen von Women in Exile, Lampedusa in Hamburg und der Queer Refugeess Support-Gruppe,  Moderation: Tanja Chawla (Sozialökonomin, Supervisorin)
Ort: Saal der W3 Nernstweg 34

„Wer braucht Feminismus?“ II

Mittwoch, 24. Februar 2016, 18.00 Uhr

Was tun bei Sexismus im Alltag und im Netz? Workshop
in Koop. m. Frauenwerk der Nordkirche. Mit Melanie Trommer (Köln, Bloggerin, Soziologin)
Ort: Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54

„Wer braucht Feminismus?“ III

Sonntag, 28. Februar 2016, 14.00 Uhr

„Wir kennen eben niemanden“ – weißen Feminismus kritisch hinterfragen & verändern. Workshop in Koop. m. filia Mit Julia Lemmie (Trainerin, Coach und Performerin)
Ort: Saal der W3, Nernstweg 34

„Wer braucht Feminismus?“ IV

Montag, 29. Februar 2016, 19.00 Uhr

Wie kommt der Feminismus endlich in die Arbeitswelt? Diskussionsveranstaltung in Koop. m. FLAKS. Mit Prof. Dr. Ingrid-Kurz-Scherf (Politikwiss.), Sandra Goldschmidt (verdi Hamburg), Angelika Hunttgeburth (Dolle Deerns e. V.)
Ort: FLAKS, Alsenstraße 33

„Wer braucht Feminismus?“ V

Donnerstag, 3. März 2016, 19.30 Uhr

Feminismus heute: Was brauchen und was wollen wir?, Diskussionsveranstaltung mit Mithu L. Sanyal (Autorin, Journalistin), Julia Korbik (Autorin, Journalsitin), Hengameh Yaghoobifarah (MISSY MAGAZINE)
Ort: Bücherhalle Altona im Mercado

„Wer braucht Feminismus?“ VI

Politbrunch: Feminismus – ein Dialog der Generationen

Bei dieser Veranstaltung kommen Frauen verschiedenen Alters und verschiedener Geschichte(n) miteinander ins Gespräch und tauschen ihre Ansichten und Meinungen darüber aus, welche Bedeutung Feminismus für sie hatte oder immer noch hat, wie es ihr Leben beeinflusst hat oder was sie sich wünschen. Anschließend gibt es die Gelegenheit, bei Kaffee und Croissants mit allen ins Gespräch zu kommen.

Moderation: Katrin Jäger, Journalistin

Sonntag, 6. März 2016, 12.00 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Finissage

Mittwoch, 9. März 2016, 18.00 Uhr

Mit Yasmin Hafedh (Wien, feministischer Rap und Slam Poetry) und weiteren Gästen …


Polit-Café

Die Anderen und unsere Frauen…

Positionen und Diskussionen zu aktuellen feministischen Debatten … mit Kaffee, Tee, Croissants und Brezeln … und diesmal zwei Referentinnen vom Feministischen Institut Hamburg: Tina Habermann und Katrin Schmid.

Anhand der Debatte um sexuelle Übergriffe in Köln und Hamburg in der Silvesternacht stellen wir zweierlei heraus: Weder weiße deutsche Männer, die nun über Frauenrechte reden, noch die Polizei sind Bündnispartner in feministischen Kämpfen. Und Deutschland hat als gesamte Gesellschaft ein Sexismus- und ein Rassismusproblem.

Im medialen Diskurs werden nicht nur die Stimmen der betroffenen Frauen zum Verstummen gebracht, sondern auch ihre gesellschaftliche Position. Sind sie wirklich alle – wie durch die Nicht-Benennung impliziert wird – weiß und deutsch?

Sonntag, 24. April 2016, 12.00 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Eintritt: 3€

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


Selbsterlesenes von Frauen aus Ost und West

Die Literaturgruppe des endlich-Salons liest und kommentiert „frauenbewegte“ Texte  aus der DDR und der BRD der 70er und 80er Jahre. Dabei werden Erinnerungen geweckt, aber auch etliche neue Erkenntnisse zutage gefördert, die im Anschluss bei Kaffee und Kuchen gemeinsam ausgetauscht und diskutiert werden können.

Die Literaturgruppe  des endlich-Salons setzt sich zusammen aus Frauen, die in der BRD und in der DDR sozialisiert wurden, wodurch sich zum Teil unterschiedliche Wahrnehmungen von Literatur von Frauen ergeben.

Treibende Kraft dieser Literaturgruppe war Karin Wilsdorf,(Mitbetreiberin des Hotel Hanseatin und des Café endlichs). Sie ist im Sommer letzten Jahres gestorben, deshalb wollen wir mit dieser Lesung ihrer gedenken.

Sonntag, 29. Mai 2016, 15.00 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Eintritt: 7€/5€ ermäßigt


Lesbisches Leben in Hamburg

Stadtrundgang

Lesbisches Leben fand fast immer im Verborgenen statt. Trotzdem können wir Spuren und die Geschichten dahinter immer noch entdecken. Wir wollen in diesem Stadtrundgang lesbische Orte von der Vergangenheit bis in die Gegenwart erlaufen und das lesbische Leben in Hamburg wiederentdecken. Dazu laden wir alle interessierten Menschen ein.

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden.

Sonntag, 7. August 2016, 15.00 Uhr

Treffpunkt: Hotel Hanseatin, Dragonerstall 11, 20355 Hamburg

Kosten: frei / Spenden gern gesehen


„Ein Mann ist keine Altersvorsorge“

Warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist

Vortrag von Helma Sick, Buchautorin, BRIGITTE-Kolumnistin und Inhaberin von frau & geld Helma Sick, Finanzdienstleistungen für Frauen

Viele Frauen stehen heute finanziell auf eigenen Füßen. Aber es gibt immer noch Frauen, die sich auf einen Versorger verlassen und darauf vertrauen, dass die große Liebe schon hält. Die Realität sieht leider anders aus. Nach einer Trennung droht gerade Frauen, die ihren Beruf für die Familie aufgegeben haben, häufig eine schmerzhafte Altersarmut.

Helma Sick räumt in ihrem Vortrag auf mit Illusionen, Vorurteilen und falschen Anreizen. An konkreten Beispielen zeigt sie, was überholte Rollenvorstellungen im Leben von Frauen anrichten – und was die Politik und Frauen selbst dagegen tun können.

Mittwoch, 21. September 2016, 19.00 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Eintritt: 5€

Kooperationsveranstaltung mit Landesfrauenrat Hamburg e. V. und Kris Hauf – Private Vermögensbetreuung

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg 


Spaziergang durch die FrauenFreiluftGalerie Hamburg

Entlang der Großen Elbstraße, vom Fischmarkt bis Neumühlen, ist in den letzten 22 Jahren die FrauenFreiluftGalerie Hamburg entstanden. 15 Gemälde der open air-Galerie am  Elbufer  erzählen vom Wandel weiblicher Wirtschaftskraft in Hamburgs Hafen von 1900 bis heute.

Foto: FrauenFreiluftGalerie

Der Spaziergang öffnet Fenster in unzugängliche Arbeitswelten:  wenig bekannte Geschichte(n) von Frauen in Hafenjobs heute und früher, ob Tallyfrau, Binnenschifferin, Ingenieurin im Container Terminal, Rollmopsdreherin aus Portugal, Sexarbeiterin am Straßenstrich, philippinische Seemannsbetreuerin, Kaffeeverleserin in Zeiten des großen Hafen-Streiks 1896 und Zwangsarbeiterin im Hafen der Kriegsjahre – gestaltet von Hamburger und internationalen Künstlerinnen.

Das autonome Projekt FrauenFreiluftGalerie Hamburg ist eine kulturelle „Perlenkette“ der besonderen Art, denn hier am Elbe-Nordufer vollzieht sich ein gewaltiger Umwandlungsprozess von Arbeits- und Lebenswelten. Die Hamburger Wandmalerin Hildegund Schuster und die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth von Dücker, leiten die seit 1994 bestehende Galerie.

Diese Rund-um-die-Uhr- Galerie  finanziert sich durch öffentliche sowie private Gelder und eigenes Engagement.

Dr. Elisabeth von Dücker

Kunst- u. Kulturhistorikerin. „Dr. Elisabeth von Dücker, hat als Kustodin am Museum derArbeit in Hamburg 1997 die Abteilung „Frauen und Männer – Arbeitswelten / Bilderwelten“ konzeptionell gestaltet und damit auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede aufmerksam gemacht – ein Schritt auf Neuland in der deutschen Museumslandschaft. Auch das von ihr initiierte, von der Frauenhafengruppe mit 22 Frauen gestaltete Wandbild zu 100 Jahren Frauenarbeit im Hamburger Hafen erregte bundesweite Aufmerksamkeit: unbekannte Frauengeschichte war im öffentlichen Raum sichtbar gemacht worden. Aktualisierte Gemälde sind an der Hafenkante zu besichtigen. Mit der europaweit ersten, großen kulturgeschichtlichen Ausstellung „SEXARBEIT“ zur Lebens- und Arbeitswelt von Prostituierten gelang der Museumswissenschaftlerin ein Beitrag zur Aufklärung und Enttabuisierung des gesellschaftlich stigmatisierten Themas Prostitution. Gleichzeitig entwickelte die Kustodin Diskussionen über den Wandel von Arbeit und Geschlechterrollen in der globalisierten Welt.“ (Landesfrauenrat Hamburg – zur Verleihung der „Hammonia“ 2008 an Elisabeth von Dücker)

Mittwoch, 28. September 2016, 17.00 Uhr

Unser Treffpunkt ist:  Große Elbstraße 132:  vor der Seemannsmission / Haifischbar, am Holzhafen / Altonaer  Fischmarkt.

Kosten: frei / Spende gern gesehen

Rollstuhlfahrer/innen: alle Gemälde sind ohne Treppen o. ä. ansteuerbar

Mit den Öffentlichen erreichbar: per S-Bhf. Königstraße (S 1 /  3, Ausgang Behnstraße), Fußweg ca. 12 Min. Oder per Bus Nr. 111  ab Bhf. Altona (ca. 8 min.)  bis Haltestelle Sandberg (gleich bei der Seemannsmission).

Spaziergang auch bei leichtem Regen.

www.frauenfreiluftgalerie.de


Nicht zwei, sondern tausend Möglichkeiten

Von Rollenklischees, Gendermarketing und Geschlechternormierung

Wer im Kaufhaus in die Spielzeugabteilung hinauffährt, taucht in einer zweigeteilten Welt wieder auf. Ein ganzes Stockwerk ist unterteilt in zwei Zonen: Auf der einen Seite markieren blassrosa und pink, „was Mädchen mögen“. Auf der anderen Seite sind die Verpackungen vorwiegend schwarz und dunkelblau und kennzeichnen das Spielzeugreich der Jungen. Almut Schnerring und Sascha Verlan setzen sich in ihrem Buch „Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees“ mit den allgegenwärtigen Geschlechterstereotypen auseinander, untersuchen, wie diese immer wieder reproduziert werden und diskutieren, wie wir ihnen entkommen können.

Die beiden Autor*innen stellen an diesem Abend einige Thesen ihres Buches vor. Nach einem Kommentar des Feministischen Instituts möchten wir in der anschließenden Diskussion gemeinsam über den aktuellen Backlash, die zunehmende Normierung von Geschlechterrollen, über alltägliche geschlechtliche Zuweisungen von Verhaltensweisen und Produkten, über die Zusammenhänge von Ungleichstellung in der Erwachsenenwelt und ihre Anfänge im Kinderzimmer diskutieren.

Almut Schnerring und Sascha Verlan, Autor*innen des Buches „Die Rosa-Hellblau-Falle“ über den Backlash im Kinderzimmer. Sie bloggen (http://ich-mach-mir-die-welt.de/rosa-hellblau-falle/), machen Hörfunk-Features und geben Workshops für alle, „die mit Kindern leben und arbeiten“.

Sonntag, 9. Oktober 2016, 12.00 Uhr

Ort: „Kölibri“, Hein-Köllisch-Platz 11/12, 20359 Hamburg

In Kooperation mit dem Feministischen Institut Hamburg und den Dollen Behörde für Wissenschaft, Forschung und GleichstellungDeerns, gefördert von der Stabsstelle Gleichstellung und geschlechtliche Vielfalt bei der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

 


Lesung aus „Vergewaltigung“

Die Autorin Mithu M. Sanyal liest aus ihrem neuen Buch „Vergewaltigung.
Aspekte eines Verbrechens“

Buchvorstellung und Gespräch | In Kooperation mit Buchladen Osterstraße

Die Art, wie wir über Vergewaltigung denken, steht in einem erschütternden Verhältnis zu der Art, wie wir über Sex denken – und damit sind Sexualität und Geschlecht gleichermaßen gemeint. Mithu Sanyal

„Die Silvesternacht 2015/16. Zu Tode misshandelte Frauen in Indien. Kachelmann, Polanski, Assange, Strauss-Kahn … Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten. Vergewaltigung hat nicht nur Auswirkungen auf die Betroffenen, sondern daran manifestiert sich die Haltung der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit. Doch trotz breiter medialer Berichterstattung gibt es bis zum heutigen Tag keine umfassende Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen. Diese Lücke füllt die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal. Sie zeichnet nach, wie wir als Gesellschaft über Vergewaltigung reden und wie sich das wiederum auf die Realität auswirkt. Vergewaltigung ist der dunkle Doppelgänger der Geschlechterverhältnisse. In keinem anderen Bereich halten sich die Vorstellungen von aktiver, aggressiver Männlichkeit und passiver, bedrohter Weiblichkeit so hartnäckig wie in dem der sexuellen und sexualisierten Gewalt. Sanyal betrachtet die Rolle, die Rassismus bei diesen Auseinandersetzungen spielt, was sexuelle Selbstbestimmung und Konsens wirklich bedeuten, und wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde.

Ausgehend von Sexualitätstheorien von Aristoteles bis Foucault, über die feministischen Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung, popfeministische Entwürfe und Social-Media-Aktionen wie #aufschrei und #ausnahmslos bis hin zu den Problemen, die im Laufe einer echten Reform des §177 StGB gelöst werden müssten, geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann.“ (Edition Nautilus)

Dr. Mithu Melanie Sanyal, Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Journalistin. Feature- und Hörspielautorin für den Rundfunk, mehrfach ausgezeichnet. Referentin für Genderfragen und Dozentin an verschiedenen Universitäten, schreibt für Frankfurter Rundschau, taz, SPEX, Missy Magazine, VICE etc. Sie lebt in Düsseldorf.

Ihr Buch Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts (Wagenbach, 2009) wurde bisher in fünf Sprachen übersetzt. Zuletzt Co-Autorin von Ich bin kein Sexist, aber… (Orlanda).

Dienstag, 25. Oktober 2016, 20.00 Uhr

Ort: Buchladen Osterstraße

Eine First Lady wie keine zuvor: Eleanor Roosevelt

Vortrag von Renate Kraft

Kurz vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen, bei denen zum ersten Mal eine Frau gute Chancen hat, in das mächtigste politische Amt der Welt gewählt zu werden, lohnt es sich, einen Blick zurück zu werfen auf eine Frau, die zu ihrer Zeit eine der mächtigsten US-amerikanischen Politikerinnen war, obwohl sie nie ein Amt inne hatte: Eleanor Roosevelt mischte sich in den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in ihrer Rolle als Ehefrau des Präsidenten konsequent in die amerikanische Politik ein, realisierte sozialreformerische Projekte und unterstützte die Rechte und Einflussmöglichkeiten der Frauen in Politik und Gesellschaft. Was weniger bekannt ist: Im Weißen Haus lebte sie viele Jahre lang mit ihrer Lebensgefährtin Lorena Hickok, einer bekannten politischen Journalistin, zusammen.

Weder die Liebe zu Frauen noch das politische Engagement waren Eleanor Roosevelt in die Wiege gelegt: Als emotional vernachlässigte Tochter einer wohlhabenden Familie aus der so genannten Ostküstenaristokratie erfüllte sie zunächst alle gesellschaftlichen Erwartungen, die an sie gerichtet wurden. Schon in jungen Jahren nahm sie den Heiratsantrag des aufstrebenden Politikers Franklin Delano Roosevelt an und brachte nach der Heirat innerhalb von 10 Jahren 6 Kinder zur Welt. Ihr eigenes  Leben begann, als sie eine Liebesaffäre ihres Mannes entdeckte. Statt auf einer Scheidung zu bestehen, erklärte sie sich bereit, die Ehe formal aufrecht zu erhalten, und rettete damit die politische Karriere Franklin Roosevelts. Innerhalb dieses höchst konventionellen Rahmens gelang es Eleanor Roosevelt, ihr Leben in den folgenden Jahren höchst unkonventionell zu gestalten.

Mittwoch, 2. November 2016, 19.30 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Eintritt: 7€/5€ ermäßigt


Lesung und Diskussion mit Sineb El Masra

Die Autorin liest aus ihren Büchern

Emanzipation im Islam

und

Muslimgirls

Sineb El Masrar wurde 1981 als Tochter marokkanischer Einwanderer in Hannover geboren. 2006 gründete sie das multikulturelle Frauenmagazin Gazelle, das sie als Herausgeberin und Chefredakteurin leitet. 2006 saß sie in der Arbeitsgruppe »Medien und Integration« im Kanzleramt. Von 2010–2013 war sie Teilnehmerin der Deutschen Islam-Konferenz. Sie lebt heute in Berlin.

MIttwoch, 9. November 2016, 19.00 Uhr

Ort: Büchergilde – Buchandlung und Galerie im Hamburger Gewerkschaftshaus


Frauenleben in China

Verschüttetes Wasser oder die Hälfte des Himmels?

Nach Mao steht Frauen die Hälfte des Himmels zu, im modernen China sind viele auch in leitenden Positionen zu finden. Über zweitausend Jahre lang waren Frauen jedoch durch familiäre Zwänge gebunden. Die Geburt eines Mädchens zählte nicht, denn eine Tochter war so viel wert wie verschüttetes Wasser. In ihrem ganzen Leben hatte eine Frau sich in feste Rollen einzufügen, fast ausschließlich durch Unterordnung geprägt.

Ilse Behrens, ehem. 2. Vorsitzende des Landesfrauenrats, Vorstand Hamburger China-Gesellschaft, hat mehrere frauenpolitische Studienreisen nach China geleitet und die Autorin Eva Siao persönlich kennengelernt, die ihr Leben in Maos China beschreiben hat. Auch weitere Literatur über Tradition und Moderne soll erläutert werden.

Dienstag, 15. November 2016, 18.00 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Im Rahmen von China Time 2016

7.-25.11.2016

Kooperationsveranstaltung mit Landesfrauenrat Hamburg e. V.


Das Frauenradikal

Chinesisch in Sprache und Schrift

„Das ist ja Chinesisch!“ bedeutet meist: nicht zu verstehen. Tatsächlich ist die Schrift zunächst schwer lesbar, da sie nicht aus Buchstaben, sondern aus Silben besteht. Diese haben wiederum meist zwei Bestandteile, deren eines, das Radikal, die Bedeutung anzeigt. Es gibt über 230 Radikale, z. B. für die Elemente Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde, die sich mit wenig Übung schon herauslesen lassen. Andere Bestandteile lassen Körperteile wie Herz, Mund und Hand erkennen oder Eigenschaften wie groß, weiß, glänzend u. a. Schon durch das Erkennen der Radikale lassen sich viele Bedeutungen zuordnen, oft auch der traditionelle Zusammenhang. Zunächst sollen die Grundzüge der chinesischen Sprache und die Struktur der Schrift gezeigt werden.

Ilse Behrens, ehem. 2. Vorsitzende des Landesfrauenrates HH, wird anhand der Struktur der Schriftzeichen die Einbindung der Radikale für Mensch/Mann und Frau mit Beispielen erläutern. Sie hat mehrere frauenpolitische Studienreisen nach China geleitet und ist in der Hamburger China-Gesellschaft – HCG.

Mittwoch, 16. November 2016, 18.00 Uhr

Ort: hamburger frauen*bibliothek

Im Rahmen von China Time 2016

7.-25.11.2016

Kooperationsveranstaltung mit Landesfrauenrat Hamburg e. V.

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