Vergangene Veranstaltungen


Unerhörte Geschichten

Lesung mit Barbara Stellbrink-Kesy

Dienstag, 20. September 2022, 19.00 Uhr

Ort: Dorothee-Sölle-Haus, Königstr. 54, Hamburg-Altona

Der zufällige Fund von Briefen und Fotos im Haus der verstorbenen Eltern ermöglichte es Barbara Stellbrink-Kesy, die Lebensgeschichte ihrer bis dahin totgeschwiegenen Großtante Irmgard Heiss, geboren 1897 als Irmgard Stellbrink, zu rekonstruieren. Irmgard entzog sich den geltenden Moral- und Geschlechterrollenvorstellungen ihrer Zeit, sie ging als junge Frau allein nach Berlin, heiratete, obwohl aus einer bürgerlichen Familie stammend, einen Arbeiter, ließ sich später scheiden und wollte selbst für ihre Kinder sorgen. Von ihrer Familie wurde sie in verschiedenen Heilanstalten untergebracht und geriet dort in den Sog der sich ausbreitenden Vorstellungen von minderwertigem Leben. Nur knapp entging sie der Tötung durch die „T-4-Aktion“ in der dezentralen Phase der Patiententötungen und starb 1944 an den Folgen der schlechten Behandlung in den Anstalten. Irmgards Geschichte ist ein Teil einer weniger bekannten Seite des Nationalsozialismus, die nicht minder erschreckend ist. Sie zeigt auch, wie Geschichte in Familien transgenerationell weiterwirkt und wie wichtig es ist, dass die unerhörten Geschichten gehört werden.

Eintritt: 7 Euro, Ermäßigung möglich

In Kooperation mit: Frauenwerk der Nordkirche, Evangelische Akademie der Nordkirche, Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein


Menstruationsbeschwerden – immer noch ein Tabu?

Vortrag und Diskussion mit Franka Frei, Autorin von „Periode ist politisch“

Mittwoch, 7. September 2022, 19.00 Uhr

Ort: RIA feministisches Kulturzentrum, Vogelhüttendeich 30, Hamburg-Wilhelmsburg

© Random House / Tibor Bozi

Viele Frauen* kennen es: diese verflixten Schmerzen bei der Monatsblutung, aber so wirklich offen darüber reden? Das fällt (noch) schwer.

Franka Frei will mit „Periode ist politisch“ dieses Tabu brechen. In ihrem Buch schildert sie die Geschichte des Menstruationstabus, räumt mit wissenschaftlichen Fehleinschätzungen auf und hilft unser Unwissen in Wissen umzuwandeln. Dabei beschränkt sie sich nicht nur auf die individuellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Tabus im westlichen Kulturkreis, sondern bezieht die Erfahrungen von Menschen aus dem südasiatischen Raum ebenfalls mit ein.

Wir möchten mit Franka Frei über das immer noch weit verbreitete Menstruationstabu diskutieren, wie das Sprechen über Menstruation neu und offener gestaltet werden kann und warum dies so wichtig ist. Nach einem Input von Franka Frei wird es Raum geben sowohl mit der Autorin als auch untereinander in kleinen Gruppen auszutauschen.

Franka Frei wurde 1995 in Köln geboren und ist in Salzburg aufgewachsen. Sie ist Menstruationsaktivistin, hält Vorträge an Universitäten, Volkshochschulen und auf Festivals im In- und Ausland, tritt bei Science Slams auf oder sitzt in Gender Studies-Vorlesungen an der Humboldt-Uni in Berlin.

Teil 1 der Veranstaltungsreihe Frauen-/Gendergesundheit

In Kooperation mit RIA – Feministisches Kulturzentrum und dem Landesfrauenrat Hamburg e.V.

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


Lange Nacht der Literatur

Khuê Pham liest aus „Wo auch immer ihr seid“

Samstag, 3. September 2022, 16 Uhr

Ort: DENKtRÄUME-Bibliothek, Grindelallee 43

Die Veranstaltung ist ausgebucht

©Alena Schmick

Sie ist dreißig Jahre alt und heißt Kiều, so wie das Mädchen im berühmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist für ihre Freunde in Berlin. 1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht. Sie stammt von ihrem Onkel, der seit seiner Flucht in Kalifornien lebt. Die ganze Familie soll sich zur Testamentseröffnung von Kiềus Großmutter treffen. Es wird eine Reise voller Offenbarungen – über ihre Familie und über sie selbst.

Eintritt: 7 Euro (ermäßigt 5 Euro)


Filmpreview Nelly & Nadine

Montag, 1. August 2022, 19:30 Uhr

Ort: Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

Nadine und Nelly begegnen sich im Jahr 1944 zum ersten Mal. Sie finden sich nach der Befreiung wieder und bleiben von da an ihr Leben lang zusammen. Nun stößt Sylvie auf eine Kiste und blickt mit den darin enthaltenen Aufnahmen und Schriften auf das Leben ihrer Großmutter Nelly zurück. Sylvie begibt sich auf die Spurensuche über Nellys Leben. Dieser Film ist ein bewegendes Werk über eine tiefe Liebe und zeigt wie essentiell sowohl das persönliche, wie auch das kollektive Erinnern ist.

Eintritt: Es gelten die regulären Eintrittspreise des Metropolis Kinos

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Metropolis-Kino.


Stadtrundgang: Lesbisches Leben in Hamburg

Samstag, 30. Juli 2022, 15 Uhr

Treffpunkt: Hotel Hanseatin (Dragonerstall 11, 20355 Hamburg)

Frauen, die Frauen liebten, haben meist eine sehr versteckte Geschichte, aber es gab sie immer. Frauen, die sich in Männerkleidung ihren Lebensunterhalt verdienten und sogar mit Frauen verheiratet waren, Frauen, die als reiche Erbinnen das erste Frauenzentrum im Hamburg eröffneten oder Frauen, die sich mit Sprüchen auf T-Shirts im Gerichtssaal Gehör verschafften. An verschiedenen Haltepunkten gibt es Geschichte und Geschichten über ihr Leben in Hamburg. Durch den Rundgang führen Reingard Wagner und Karin Schönewolf.

In Kooperation mit dem AK Regenbogen von ver.di

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden.


Bücher-Café II

Sonntag, 3. Juli 2022, 15 Uhr

Wir haben uns wieder für euch umgesehen und geben druckfrische Bücher-Tipps für einen feministischen Sommer…

Die Veranstaltung findet hybrid statt.

Macht es euch zuhause gemütlich und schaut uns vom heimischen Sofa aus zu.

Oder kommt in unsere Bibliothek und macht euch bei Kaffee und Kuchen einen schönen Nachmittag. Über die für die Teilnahme vor Ort geltenden Vorgaben halten wir euch auf dem Laufenden.


Sexismus in der Gaming-Szene? Ursachen und Auswege

Vortrag und Diskussion mit Nora Beyer (Journalistin, Gaming-Expertin)

Dienstag, 28. Juni 2022, 19 Uhr

Online-Veranstaltung

In ihrer Außendarstellung gefällt sich die Spieleindustrie als hippe und diverse Branche. Doch wie sieht es hinter der Fassade aus? Seit Jahren erschüttern immer wieder Sexismus-Skandale die Szene. Frauen* werden belästigt, bedroht und sehen sich Mobbing ausgesetzt, wenn sie sich gegen die Verhältnisse auflehnen. Seit ihren Anfängen geben Männer bis heute den Ton in der Gamingbranche an. Und das vor dem Hintergrund, dass mittlerweile ca. 50% der Spieler*innen weiblich sind. So ist es kein Wunder, dass in der Spieleentwicklung vermehrt Frauen* tätig sind und sich das auch auf die Gestaltung der Spiele selbst auswirkt, mit vielfältigeren und progressiveren Frauen*-Rollen. Gibt es also gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken? 

In Kooperation mit:

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


Raus aus dem Staub! Werkstattgespräch zur virtuellen Ausstellung 40 plus eins Jahre 1. Hamburger Frauenwoche

Mittwoch, 11. Mai 2022, 19.30 Uhr

Der 11. Mai ist Tag der Frauenarchive! Aus diesem Anlass möchten wir mit euch unter dem Motto „Raus aus dem Staub!“ im Rahmen eines Werkstattgesprächs einen ersten Blick in die von uns kuratierte, virtuelle Ausstellung 40 plus eins Jahre 1. Hamburger Frauenwoche wagen.

Anschließend stellen wir uns in einer offenen Diskussion die Frage, welche Rolle Alternative- und Bewegungsarchive – im Speziellen Frauenarchive – für eine unabhängige, demokratische Erinnerungskultur spielen.

Die Veranstaltung findet hybrid statt:

Ort: DENKtRÄUME-Bibliothek, Grindelallee 43 oder online über Webex


Der Mord an Frauen* hat einen Namen: Femizid

Buchvorstellung und Diskussion

Überall Femizide. Urheber/in: Ittmust. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons License.

Donnerstag, 28. April 2022, 19 Uhr

Ort: Seminarraum in der Fabrique im Gängeviertel

Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau* von ihrem (ehemaligen) Partner getötet. In Zeitungen und Nachrichten wird oft verharmlosend von „Verbrechen aus Leidenschaft“ oder von „Familiendramen“ gesprochen. Aktivist*innen und Akteur*innen aus Prävention und Wissenschaft wiederum zeigen auf, dass es sich dabei um geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen* handelt, und nennen sie beim Namen: Femizid.

Warum wird geschlechtsspezifische Gewalt in Deutschland kaum beachtet und benannt? Was können Institutionen, Politik und die Gesellschaft tun, um solche Femizide zu verhindern? Was muss passieren, damit geltendes Recht konsequent angewendet wird und Behörden Frauen* ernst nehmen? Diese und andere Fragen möchten wir in unserer Veranstaltung mit folgenden Gästinnen diskutieren:

Julia Cruschwitz – Co-Autorin des Buches „Femizide. Frauenmorde in Deutschland“  und Journalistin

Iris Hannig – Leitung der Opferhilfe Hamburg

Eintritt frei

Auf der Veranstaltung wird es einen Büchertisch geben.

In Kooperation mit:

 

 

 Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


Bücher-Café I

Sonntag, 24. April 2022, 15 Uhr

Wir haben uns wieder für euch umgesehen und geben druckfrische Bücher-Tipps für einen feministischen Frühling…

Die Veranstaltung findet hybrid statt.

Macht es euch zuhause gemütlich und schaut uns vom heimischen Sofa aus zu.

Oder kommt in unsere Bibliothek und macht euch bei Kaffee und Kuchen einen schönen Nachmittag. Über die für die Teilnahme vor Ort geltenden Vorgaben halten wir euch auf dem Laufenden. Nach aktuellem Stand ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht.

 


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