Online Fem*Quiz #13 – Stadtbild

Am 14. Oktober 2025 sagte Bundeskanzler Friedrich Merz: „Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August ’24, August ’25 im Vergleich um 60 % nach unten gebracht, aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem […]“. Dies sorgte in Deutschland für heftige Diskussionen. Als er in seiner Stellungnahme dazu aufrief, der Reporter solle doch seine Töchter fragen, die wissen schon, was er damit sagen wolle, folgten Proteste in mehreren Städten. Aber was wollen und brauchen Frauen wirklich, um sich in ihrer Stadt nicht nur sicher, sondern auch wohl, zu fühlen? Spoiler Alert, Rassismus ist es nicht.

Disclaimer: Das Quiz stützt sich auf Daten, die trans*Realitäten leider nicht miteinschließen. Deswegen wird hier mit der Binarität Mann-Frau gearbeitet. Viele der Aussagen treffen aber auf alle FLINTA* Personen zu.

1.

Studien zeigen, dass Frauen ungefähr doppelt so viel Angst wie Männer im öffentlichen Raum haben. 57,9% meiden sogenannte Angsträume.

An welchen Orten in der Stadt hast du Angst, dich aufzuhalten? (Mehrfachantwort möglich)

 
 
 
 
 

2.

Wie viel mehr Geld müssen Frauen in New York pro Monat für den öffentlichen Nahverkehr bezahlen als Männer? (Stand November 2018)

 
 
 
 

3.

Wie breit muss ein Gehweg sein, damit eine Person mit Kinderwagen und Kind an der Hand sich bequem durch die Stadt bewegen kann?

 
 
 
 

4.

Frauen werden bei Verkehrsunfällen mit einem Auto öfter verletzt als Männer. Das liegt daran, dass sie mehr mit dem Fahrrad und/oder zu Fuß unterwegs sind, und die Sicherheitsmaßnahmen in Autos nur an männlichen Crash Test Dummys getestet werden.

Im Jahr 2019 sind in Deutschland 3.046 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen gestorben. Wie viele tödliche Unfälle hätten verhindert werden können, würde es in Deutschland ein Tempolimit geben?

 
 
 
 

5.

Fehlende Kinderbetreuung ist ein weitverbreitetes Problem, das vor allem Frauen betrifft. Sie erschwert den beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit und zwingt viele Mütter in die Teilzeitarbeit, was sich langfristig gesehen auf ihre Rente auswirkt.

Wie vielen Kindern unter drei Jahren fehlen in Hamburg Kitaplätze? (Stand 2025)

 
 
 
 

6.

Der sichere Zugang zu (öffentlichen) Toiletten ist oft nicht gegeben. Öffentliche Sanitäranlagen sind selten und meistens nur entgeldlich nutzbar. Dazu kommt, dass sie oft unhygienisch sind.

Wie viele Frauen haben weltweit keinen sicheren Zugang zu Sanitäranlagen?

 
 
 
 

7.

3.271 Personen wurden 2024 in Hamburg Opfer von häuslicher Gewalt. In Hamburg gibt es 260 Plätze in sieben Frauenhäusern, die Betroffene aufsuchen können. (NDR)

Wie viele Plätze müsste Hamburg laut der Istanbul-Konvention noch zusätzlich zu den vorhandenen schaffen?

 
 
 
 

8.

Einer UN-Studie zufolge erleben Frauen doppelt so viel Gewalt wie Männer im städtischen Raum. Aber oft kann diese Gewalt straffrei verübt werden, weil sie entweder keine Spuren hinterlässt oder gar nicht erst verboten ist.

Welche Arten von straffreier Gewalt kennst du? (Mehrfachantwort möglich)

 
 
 
 
 

9.

Durch steigende Wohnkosten werden einkommensschwächere Frauen immer weiter an den Rand der Stadt gedrängt. Das betrifft vor allem alleinerziehende Mütter und Frauen mit Migrationshintergrund.

Wie viele Wohnungen stehen laut Zensus 2022 in Hamburg leer?

 
 
 
 

10.

Weil der öffentliche Nahverkehr oft ein Ort von Belästigung ist, fahren Frauen, sofern sie es sich leisten können, lieber mit dem Taxi. Um Frauen zu unterstützen, führte München Gutscheine für ein Frauen-Nachttaxi ein.

Warum sollten die Gutscheine 2025 abgeschafft werden?

 
 
 
 

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