Bücher-Café II

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 10. Juli 2016, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für den Sommer …

Stadtrundgang: Lesbisches Leben in Hamburg

Lesbisches Leben fand fast immer im Verborgenen statt. Trotzdem können wir Spuren und die Geschichten dahinter immer noch entdecken. Wir wollen in diesem Stadtrundgang lesbische Orte von der Vergangenheit bis in die Gegenwart erlaufen und das lesbische Leben in Hamburg wiederentdecken. Dazu laden wir alle interessierten Menschen ein.

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden11728742_1135518109798142_5227448821724922766_o.

Treffpunkt: Hotel Hanseatin, Dragonerstall 11, 20355 Hamburg

Sonntag, 7. August 2016, 15.00 Uhr

Oben ein Bild vom Stadtrundgang 2015 und HIER ein ausführlicher Bericht von den ver.di-Frauen dazu.

 

In unseren Räumen – Institut für Glücksforschung

Seit Jahren wird in der BRD und auch in anderen europäischen Ländern über die Idee
eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) diskutiert. Während die Hartz 4 Reformen Erwerbslose zu den Tafeln und in die Niedriglohnjobs treiben, wird geschwafelt, gerechnet und geträumt.
 
Göttin sei Dank macht eine bislang unauffällig durchs Leben ziehende Aquarellmalerin in prekärer Lebenslage und begeisterte Anhängerin dieser Idee, die scheinbar durch einen Zufall zu Geld gekommen ist, endlich Ernst mit dem BGE.
„Das Institut für Glücksforschung“ ist mehr als ein unveröffentlichter Roman: Es ist ein femininer „Denktraum“ und sollte nirgendwo anders als in der gemütlichen Bibliothek von Denkträume seine Jungfernfahrt in die Ohren der ZuhörerInnen aufnehmen.
 
Eintritt von 2 € bis 10 € nach Selbsteinschätzung
 
Lesung mit Diskussion von St. Sinn
 
 

Dienstag, 30. August 2016, 19.00 Uhr

 

„Ein Mann ist keine Altersvorsorge“

sickViele Frauen stehen heute finanziell auf eigenen Füßen. Aber es gibt immer noch Frauen, die sich auf einen Versorger verlassen und darauf vertrauen, dass die große Liebe schon hält. Die Realität sieht leider anders aus. Nach einer Trennung droht gerade Frauen, die ihren Beruf für die Familie aufgegeben haben, häufig eine schmerzhafte Altersarmut.

Helma Sick und Renate Schmidt rufen die Frauen auf, die Notwendigkeit ihrer finanziellen Unabhängigkeit zu erkennen und entsprechend zu handeln. Und sie benennen, was Politik und Wirtschaft verändern müssen, damit Frauen Familie und Beruf besser vereinbaren können.

Die Geldexpertin Helma Sick erklärt, in welche Fallen Frauen tappen und was SIE dagegen tun kann.

Lesung und Diskussion mit

Helma Sick

Mittwoch, 21. September 2016, 19.00 Uhr

Kooperationsveranstaltung mit Landesfrauenrat Hamburg e. V. logo_lfrund Kris Haufhauf

In unseren Räumen – Richter:

Die schwere Last der Mütter und die Auswirkungen auf die Töchter

Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel und der Zweite Weltkrieg in der Familienbiografie

Als Kind oder Jugendliche haben Frauen Flucht, Vertreibung, sexuelle Gewalt, Hungersnot und/oder den Tod geliebter Menschen erleben oder ansehen müssen. Dieses erlebte Leid liegt häufig im Verborgenen eingehüllt in einem Mantel des Schweigens. Oft musste die gesamte psychische Kraft mobilisiert werden, um Krieg und Nachkriegsjahre durchzustehen.

In diesem Vortrag zeigt die Referentin Monika Richter auf, wie das Erlebte noch heute auf die Lebensqualität sowie die Mutter/Tochterbeziehung wirken kann und dass die Erkenntnis darüber entlastend ist.

Im Anschluss an den Vortrag – und nach der Vorstellung des Gruppenangebotes – lädt eine Gesprächsrunde zum Austausch ein.

Eine Literaturliste zur Vertiefung rundet den Abend ab.

Donnerstag, 22. September 2016, 19.30 Uhr

Kosten: 5,00 Euro

Monika RichterMonika Richter, freiberufliche Referentin,
Vorträge, Beratungen, Seminare und Projektentwicklungen
Themen:
  • Konstruktive Kommunikation
  • Gesprächsgruppenleitung/Moderation
  • Familiengeheimnisse und Tabus
  • Transgenerationale Kriegstraumata in der Familienbiografie
  • Kriegstraumata in der Altenpflege

 

Gruppenangebot „Familienbiografie“ für Frauen:

Jeweils am Donnerstag, 19:00–21.30 Uhr:
29. Sept., 13. Okt., 27. Okt., 10. Nov., 24. Nov. und 8. Dez. 2016

Kosten: 110,00 Euro inkl. Material,

Für das Gruppenangebot ist eine Anmeldung erforderlich.
Kontakt: Richter.effektiv@web.de

Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees

Ein Aufruf zum Widerstand. Wie lässt sich die Klischeefalle im Alltag umschiffen?

Jungen ergreifen einen Beruf, Mädchen werden Prinzessin

Frauensenf und rosa Überraschungseier, Piratenkekse und Chips für den „Männerabend“ – das Warenangebot setzt zunehmend auf Geschlechtertrennung und erweckt so den Eindruck, als lebten süße Glitzerprinzessinnen und abenteuerlustige Monster-Fighter in unterschiedlichen Welten.

Durch Botschaften in Werbung und Medien, durch Produkte, die mit der Strategie des Gendermarketing angeboten werden vermitteln wir Kindern, wie wir uns einen „echten“ Jungen oder ein „richtiges“ Mädchen vorstellen und ziehen dadurch Grenzen hoch, die ein sich „anders“ verhalten unnötig erschweren. Durch sie zwingen wir Kindern die Grenzen der Erwachsenenwelt auf und sorgen zuverlässig dafür, dass auch sie später mit PayGap, CareGap, #aufschrei und eingeschränkter Wahlfreiheit zu schaffen haben werden.

Dabei zeigen Conchita Wurst und Lady Gaga, Väter in Elternzeit und Mütter als (Verteidigungs-)Ministerinnen doch, dass Frauen und Männer heute Wahl- und Entfaltungsmöglichkeiten haben wie wohl keine andere Generation zuvor. Oder?

Almut Schnerring ist dreifache Mutter und Autorin (mit Sascha Verlan) des Buches „Die Rosa-Hellblau-Falle“ über den Backlash im Kinderzimmer. Sie bloggt (http://ich-mach-mir-die-welt.de/rosa-hellblau-falle/), macht Hörfunk-Features und gibt Workshops für alle, „die mit Kindern leben und arbeiten“.

Die-Rosa-Hellblau-Falle-Buchcover„Die Rosa-Hellblau-Falle“.
Für eine Kindheit ohne Rollenklischees

Schnerring, Almut; Verlan, Sascha
Verlag Antje Kunstmann
München 2014

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19.30 Uhr

In Kooperation mit LAG-Mädchenpolitik Hamburg

Eine First Lady wie keine zuvor: Eleanor Roosevelt

Sie war die wohl mächtigste Politikerin des 20. Jahrhunderts, obwohl sie kein Amt innehatte, und ihre Gegner fanden das skandalös. 1884 geboren, war sie in einer Welt aufgewachsen, in der Frauen in der Politik nichts zu suchen hatten, und es gelang ihr im Laufe ihres Lebens, dieses Vorurteil nachdrücklich zu verändern. Als Ehefrau des US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, der schon als Schüler den Plan gefasst hatte, amerikanischer Präsident zu werden, erfüllte sie zunächst ganz selbstverständlich ihre Aufgabe, viele (nämlich sechs) Kinder zu bekommen, ein gastliches Haus zu führen und ihrem Mann den Rücken freizuhalten. Aber später  verfolgte sie eigene politische Ziele, die sie teils mit, teils ohne ihren Mann und dessen politische Berater durchsetzte. Zwischen 1933 und 1945 hielt sie jede Woche eine eigene Pressekonferenz ab, zu der sie nur Frauen zuließ. Bald schrieb die First Lady auch eine tägliche Zeitungskolumne, die von zahlreichen Zeitungen gedruckt wurde. Im Weißen Haus baute Eleanor einen eigenen Kreis von Beratern und Beraterinnen auf, mit deren Hilfe sie entweder Einfluss auf die Politik ihres Mannes nahm oder eigene politische Projekte in Gang setzte.

Eleanor Roosevelt mit zwei ihrer engsten feministischen Mitstreiterinnen: Marion Dickerman und Nancy Cook (Campobello Island, New Brunswick, Canada, Juni 1926) / von: Franklin D. Roosevelt Presidential Library and Museum (Gemeinfrei)

Sie nutzte dabei – ähnlich wie später Danielle Mitterand und Hillary Clinton – die Möglichkeiten, die ihr die Rolle der Frau an der Seite eines bekannten Politikers bot, um die Grenzen dieser Rolle zu überschreiten.  Der politische Aufbruch Eleanor Roosevelts gründete dabei vor allem in ihren Freundschaften zu Frauen und fand dort auch die entscheidende Unterstützung. Sie war mit vielen politisch aktiven Frauen bekannt und hatte enge Beziehungen zu Frauen, die in sogenannten “Boston Marriages” lebten, in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, die zu der Zeit an der Ostküste eine gesellschaftlich akzeptierte Form des Zusammenlebens gebildeter berufstätiger Frauen aus der gehobenen Mittelschicht waren – und diese Frauen waren die wichtigsten Trägerinnen der ersten Frauenbewegung. Besonders eng war Eleanors Beziehung zu der Journalistin Lorena Hickok, die sie darin beriet, wie sie die zeremonielle Rolle der First Lady politisch gestalten konnte und die später im Weißen Haus ein Zimmer bewohnte, das mit Eleanors Schlafzimmer durch eine Tür verbunden war. Ob die beiden Frauen eine lesbische Beziehung hatten, die  Auseinandersetzung darüber dauert bis heute an. Sicher ist allerdings, dass – während es Eleanor also mit Lorenas Hilfe gelang, ihre Wünsche zu verwirklichen – deren berufliche Karriere an den neuen Gegebenheiten scheiterte. (Text aus: FemBio)

Anlässlich der Wahl des 45. Präsidenten – oder der 1. Präsidentin – der Vereinigten Staaten von Amerika am 8. November zeichnet uns Renate Kraft das Porträt einer (lesbischen) Feministin und Sozialreformerin im Weißen Haus, die zum Vorbild für viele Frauen ihrer Zeit wurde.

Mittwoch, 2. November 2016, 19.30 Uhr

Bücher-Café III

Erlesenes für Frauen*

Sonntag, 4. Dezember 2016, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für lange Winternächte (und kurze -tage) …

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!