Polit-Café

Gefahr von rechts – AfD und Co in ihrem Kampf gegen Gender, Frauenrechte und Demokratie

Vortrag und Diskussion … bei Tee + Kaffee, Laugenbrezeln und Croissants

„Antifeminismus ist nichts Neues, er kommt in Wellen. Man kann beobachten, wie auf einen Fortschritt in der Geschlechterpolitik eine Abwehrwelle folgt. Seit Anfang des Jahrtausends haben wir eine Bewegung von Maskulisten: Sie fühlen sich von Frauen übervorteilt, wollen Frauenbeauftragte und Frauenhäuser abschaffen. Das findet sich nun erstmals in der AfD wie unter einem Brennglas wieder. Aber: Die erste Anti-Genderpartei war die NPD. Sie nannte es G-ender, mit deutschem G. Das hat die AfD in den ostdeutschen Bundesländern übernommen. In der Regel war aber die NPD Stichwortgeberin. Gender Mainstreaming abschaffen, angebliche „Frühsexualisierung“ von Kindern, keine „Homoehe“ – all das hat die NPD zuerst gefordert, die AfD hat es aufgegriffen und in den Mainstream getragen. Neu ist, dass es gesellschaftsfähiger geworden ist, offen antifeministisch zu argumentieren. […]

Was Adorno als „autoritären Charakter“ bezeichnet hat, das war nie weg. Doch Geschichte ist nie linear und wiederholt sich auch nicht. Wir sehen nicht nur den Aufstieg autoritärer Regierungen, sondern auch eine Menge Protest dagegen. Und in Deutschland gibt es nicht nur die AfD, sondern ein in unserer Geschichte beispielloses Engagement für Geflüchtete. Wir haben eine neue Dimension der Offenheit gegenüber queeren Menschen und es wird erstmals über Postkolonialismus diskutiert. Man muss Offenheit und Toleranz wie ein Mantra immer wieder einfordern. Demokratie muss jeden Tag neu gelernt werden.“ (http://www.fes.de/gender/infobrief/fokus/)

Sonntag, 11. Juni 2017, 12.00 Uhr

lehnertEsther Lehnert, Erziehungswissenschaftlerin, setzt sich seit Langem mit dem Thema „Frauen im Rechtsextremismus“ auseinander. Als freie Mitarbeiterin ist sie in der Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ der Amadeu Antonio Stiftung tätig; seit 2014 vermittelt sie ihr Wissen als Professorin an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.

 

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den „Freien Kameradschaften“ oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Bücher-Café

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 16. Juli 2017, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für Sommer- und Urlaubslektüre …

Eintritt: frei

Karin Kalisa liest aus „Sungs Laden“

In zahlreichen Buchhandlungen und anderen literarischen Orten der Stadt können die Besucherinnen und Besucher der 4. Langen Nacht der Literatur Hamburg nationalen LNdL_2017und internationalen Autorinnen und Autoren begegnen und Lesungen, Literaturperformances, Diskussionsrunden sowie Buchpräsentationen lauschen.

Die DENKtRÄUMErinnen freuen sich sehr, dass sie für diesen Anlass Karin Kalisa mit ihrem Roman „Sungs Laden“ gewinnen konnten.

karin-kalisa„Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.“

Kalisa, Karin, Sungs Laden, C.H. Beck Verlag 2015

 

Samstag, 2. September 2017, 18.00 Uhr

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Ort: hamburger frauenbibliothek

Grindelallee 43

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

In unseren Räumen:

Weibliche Traditionen rund um Sterben und Tod

Kurzvortrag im Rahmen der Informationsveranstaltung zu der Ausbildung für Frauen „Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“

Dienstag, 12. September 2017, 19.00 Uhr

In der deutschen und europäischen Trauer- und Sterbekultur bewegt sich einiges. Ob zum Besseren oder Schlechteren ist teilweise strittig oder eine Frage des Geschmacks. Dass sich etwas verändert war und ist nötig und sicherlich auch dem neu erstarkenden Einfluss von Frauen zu verdanken. Bis vor wenigen Jahren waren Frauen beispielsweise als Bestatterinnen kaum vorstellbar und hatten sich in einer reinen Männerdomäne zu behaupten. Frauen haben historisch aber eine entscheidende und teilweise vergesse Rolle im Umgang mit Sterbenden, Hinterbliebenen und in der Versorgung von Verstorbenen gespielt.

seelfrauAndrea Martha Becker, Referentin und Leiterin der Ausbildung, wirft ein Schlaglicht auf einige dieser weiblichen Traditionen z.B. der Seelfrauen und leitet dann über zu der seit 2010 bestehenden gleichnamigen Ausbildung für Frauen. Die Ausbildung ist an neuesten Ansätzen der Trauer- und Sterbebegleitung orientiert und knüpft gleichzeitig an altes Frauenwissen an.

 Eintritt frei!

 Eine Anmeldung ist wünschenswert aber nicht zwingend.

Internationaler Tag des Übersetzens

Solidaritätslesung für türkische Autorinnen mit Texten von türkischen Autorinnen

Näheres folgt!
Der internationale Tag des Übersetzens am 30. September 2017 erinnert an die Bedeutung des Übersetzens in einer immer stärker global vernetzten Welt.

Der Tag des Übersetzens wurde 1991 von der International Federation of Translators (FIT) ins Leben gerufen. Als Datum wählte man den Namens- bzw. Todestag von Hieronymus, einer der begabtesten Sprachgelehrten der alten Kirche. Er übertrug beispielsweise das Alte Testament aus dem Hebräischen ins gesprochene Latein und gilt als Schutzheiliger der Übersetzer. Er starb am 30. September 420 in Betlehem. (Der Text „Internationaler Tag des Übersetzens“ wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.)

Samstag, 30. September 2017

„Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“

Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können

Die Autorin Ulrike Herrmann stellt ihr Buch vor (Westend-Verlag 2016)

» Die herrschende ökonomische Lehre bildet nicht die Realität ab. Bereits bei Smith, Marx und Keynes hingegen findet sich fast alles, um unser Wirtschaftssystemzu verstehen.«

„Warum kommt es zu Finanzkrisen? Warum sind die Reichen reich und die Armen arm? Wie funktioniert Geld? Woher kommt das Wachstum? Schon Kinder stellen diese Fragen – aber die Ökonomen können sie nicht beantworten. Viele basteln an theoretischen Modellen, die mit der Realität nichts zu tun haben. Leider kosten die Irrtümer der Ökonomen nicht nur Milliarden, sondern sogar Menschenleben. Wer verstehen will, was falsch läuft, muss die Klassiker kennen: Adam Smith, Karl Marx und John Maynard Keynes. Sie werden an den Universitäten kaum, falsch oder gar nicht mehr gelehrt. Dabei haben diese drei Theoretiker die besten Antworten gegeben. Man muss sie neu entdecken.“ (Westend Verlag)

ulrike_herrmannUlrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin der taz – die tageszeitung. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie an der FU Berlin studiert. Von ihr stammen unter anderem die Bestseller „Der Sieg des Kapitals“ (Piper 2015) sowie „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung (Westend 2016)

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19.00 Uhr

Eintritt: 7 €/erm. 5 €

Bücher-Café

Erlesenes für Frauen*

Sonntag, 3. Dezember 2017, 15.00 Uhr

rotessofa2Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für lange Winternächte (und kurze -tage) …

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert dreimal im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Nach der Leipziger Buchmesse im Frühjahr, im Sommer mit dem Schwerpunkt Urlaubslektüre und im Winter mit Neuigkeiten von der Frankfurter Buchmesse. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke …) und – last not least: Es gibt leckeren selbst gebackenen Kuchen!

Eintritt: frei