Büchertisch April 2026: Krieg und Frieden

„Die Waffen nieder!“ 1899 veröffentlichte Bertha von Suttner ihren berühmten Roman, der einen wichtigen Beginn der Frauenfriedensbewegung markiert. Sie erhielt für ihr Engagement 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis. Frauen­friedensbewegungen und weibliches Engagement für den Frieden folgten seit dem in vielfältiger Weise und sind und bleiben so wichtig wie nie – denn: über 120 Jahre später sind kriegerische Auseinandersetzungen leider immer noch ein zentrales Mittel politischer Machtdurchsetzung.

Dass Feminismus und Frieden zusammenarbeiten müssen, stellten schon 1915 die 110 Frauen aus 12 Ländern fest, die sich zur ersten internationalen Frauenfriedens­konferenz in Den Haag zusammenfanden. Sie berieten über die Beendigung des Ersten Weltkrieges und über die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden. Als eine unverzichtbare Voraussetzung für Frieden wurde die politische Gleichberech­tigung der Frauen angesehen. Diese Konferenz war nur ein Auftakt für den vielfältigen Aktivismus von Frauen für den Frieden: Protestcamps, Friedens­märsche, Gebärstreiks, internationale Unterschriftensammlungen, Eingaben gegen die Wehpflicht sind nur einige Aktionen, die Frauen realisierten, um für den Frieden zu streiten.

Eine zentrale Großaktion war zum Beispiel der 1995 von der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF) anlässlich ihres 80. Geburtstags organi­sierte „Frauenzug“ von Helsinki nach Peking zur Welt-Frauen-Konferenz. Der Zug reiste durch verschiedene Länder Mittelosteuropas und der ehemaligen Sowjetunion. Er sollte auf die Frauen-Friedens-Politik aufmerksam machen und Frauen aus den bereisten Ländern eine Stimme geben.

Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer völkerrechtlich verbindlichen Vorgabe zur Beteiligung von Frauen an Entscheidungen der Friedens- und Sicherheitspolitik ist zudem die vom UN-Sicherheitsrat am 31. Oktober 2000 verabschiedete Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit. Die Vorarbeit leisteten mehrere bei der UNO akkreditierte (Frauen-) Organisationen unter der Federführung von WILPF.

Der Kampf für den Frieden bleibt jedoch weiterhin wichtig. Für eine friedliche Welt!


Die unerhörte Friedensbewegung. Frauen, Krieg und Frieden in der Nuklearkrise (1979-1983)

Ei 17 - Klartext Verlag - 2018 - 277 S. - 29,95 €

 Bieschke, Anne
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Frauen machen Frieden

Ae 58 - Laetare - 1981 - 173 S. 

 Burmeister, Elisabeth
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Frauenwiderstand im Hunsrück. Frauengeschichte(n) 1983-1985

Ae 1.1 - Selbstverlag - 1985 - 270 S.

 Frauenwiderstand (Hg.)
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Frauen über den Krieg. Eine Sammlung bedeutender Stimmen gegen den Krieg

Ae 27 - Wiener Frauenverlag - 1992 - 415 S.

 Gioseffi, Daniela (Hg.)
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Greenham Common. Frauen im Widerstand

Ae 16 - Frauenoffensive - 1984 - 243 S.

 Harford, Barbara / Hopkins, Sarah (Hg.)
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Seid doch laut! Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin

Ae 55 - Bundeszentrale für politische Bildung - 2020 - 304 S. - 4,50 €

 Ilsen, Almut / Leiserowitz, Ruth (Hg.)
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Hamburger Kriegstagebuch. Die blutige Epoche Ex-Jugoslawiens 1991-1995

Ae 42 - Bosnisches-Europäisches Wort - 1997 - 277 S.

 Kamber, Emina C.
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Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven

Ae 71 - mandelbaum verlag - 2025 - 220 S. - 23,00€ - Verlagsspende

 Krondorfer, Birge / Voglmayr, Irmtraud (Hg.)
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Im Krieg. Zwei illustrierte Tagebücher aus Kiew und St.Petersburg

Rx Kru 1/2 - Penguin - 2024 - 128 S. - 28,00 € - Verlagsspende

 Krug, Nora
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Frauen für den Frieden. Analysen, Dokumente und Aktionen aus der Frauenfriedensbewegung

Ae 12 - extra Buchverlag - 1982 - 199 S.

 Quistorp, Eva (Hg.)
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Im Hause des Menschenfressers. Texte zum Frieden

Ae 17 - Rowohlt - 1981 - 169 S.

 Sölle, Dorothee
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Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte

R Sut 1/1 - Verlag der Nation Berlin - 1990 - 484 S.

 von Suttner, Bertha
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