„Die Waffen nieder!“ 1899 veröffentlichte Bertha von Suttner ihren berühmten Roman, der einen wichtigen Beginn der Frauenfriedensbewegung markiert. Sie erhielt für ihr Engagement 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis. Frauenfriedensbewegungen und weibliches Engagement für den Frieden folgten seit dem in vielfältiger Weise und sind und bleiben so wichtig wie nie – denn: über 120 Jahre später sind kriegerische Auseinandersetzungen leider immer noch ein zentrales Mittel politischer Machtdurchsetzung.
Dass Feminismus und Frieden zusammenarbeiten müssen, stellten schon 1915 die 110 Frauen aus 12 Ländern fest, die sich zur ersten internationalen Frauenfriedenskonferenz in Den Haag zusammenfanden. Sie berieten über die Beendigung des Ersten Weltkrieges und über die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden. Als eine unverzichtbare Voraussetzung für Frieden wurde die politische Gleichberechtigung der Frauen angesehen. Diese Konferenz war nur ein Auftakt für den vielfältigen Aktivismus von Frauen für den Frieden: Protestcamps, Friedensmärsche, Gebärstreiks, internationale Unterschriftensammlungen, Eingaben gegen die Wehpflicht sind nur einige Aktionen, die Frauen realisierten, um für den Frieden zu streiten.
Eine zentrale Großaktion war zum Beispiel der 1995 von der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF) anlässlich ihres 80. Geburtstags organisierte „Frauenzug“ von Helsinki nach Peking zur Welt-Frauen-Konferenz. Der Zug reiste durch verschiedene Länder Mittelosteuropas und der ehemaligen Sowjetunion. Er sollte auf die Frauen-Friedens-Politik aufmerksam machen und Frauen aus den bereisten Ländern eine Stimme geben.
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer völkerrechtlich verbindlichen Vorgabe zur Beteiligung von Frauen an Entscheidungen der Friedens- und Sicherheitspolitik ist zudem die vom UN-Sicherheitsrat am 31. Oktober 2000 verabschiedete Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit. Die Vorarbeit leisteten mehrere bei der UNO akkreditierte (Frauen-) Organisationen unter der Federführung von WILPF.
Der Kampf für den Frieden bleibt jedoch weiterhin wichtig. Für eine friedliche Welt!
Die unerhörte Friedensbewegung. Frauen, Krieg und Frieden in der Nuklearkrise...
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